Ich (falle mit der Tür ins Haus): Ich plane eine Brustverkleinerung und wollte Sie fragen, ob Sie mir wegen den Rückenschmerzen ein Attest für die Krankenkasse schreiben würden.
Orthopäde (nach langem Überlegen, wahrscheinlich vor Überraschung wegen der absurden Idee): ………….. das bringt nichts! Ich kann Ihnen ein Attest schreiben, aber die Krankenkasse wird bestimmt nicht bezahlen. Nicht mal bei meiner Schwiegertochter hat die Krankenkasse bezahlt…… (da hat er aufgehört zu reden, wahrscheinlich ist ihm eingefallen, dass er da lieber was nicht erzählen sollte??) Die einzige Möglichkeit wäre, wenn Sie mit psychischer Belastung argumentieren würden.

Bei ihm hat noch niemand eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse erhalten. Er hat mehrmals betont, dass es keinen Sinn macht, einen Antrag zu schreiben. Ich weiß nicht, ob ich lachen oder weinen soll bei so einer Antwort. Genau wie meine Frauenärztin – ich denke mir schon, wieso ihre Patientinnen nie eine Kostenübernahme bekommen haben! Aber gut, ich halte die Klappe, der Orthopäde war wieder der Typ Arzt, der denkt, er wäre Gott. Er muss es besser wissen, ich klärte ihn über die Psychoschiene nicht auf. Er hat mich noch untersucht und zum Röntgen der Brustwirbel geschickt, was ich am nächsten Morgen erledigt habe, da es natürlich schon zu spät war und die Abteilung zu hatte. Am nächsten Tag bin ich also zu ihm ohne Termin zurück. Er hat die Röntgenaufnahmen angeguckt und gesagt, dass schon Veränderungen zu sehen sind, aber ob es der Krankenkasse reicht, das bezweifelt er. Und betonte wieder, dass die KK eh nicht zahlen wird. Danach hat er das Attest diktiert, ich kann es in paar Tagen abholen, bzw. es wird von ihnen auch an die Krankenkasse gefaxt. Immerhin ging es relativ schnell, auf den Termin musste ich auch nur 2,5 Wochen und nicht Monate warten.

Der Tag des Orthopäden-Termins war übrigens eine reine Katastrophe, die Vorfälle wollten kein Ende nehmen:

Der Termin war Nachmittag in einer anderen Stadt Richtung Norden. Vorher musste ich aber meine Kinder zu Omi fahren (Richtung Süden) und danach wollte ich noch meinen Antrag bei der Krankenkasse persönlich abgeben (warum, erzähle ich später, immerhin in der Stadt Richtung Norden, wo der Orthopäde seine Praxis hatte). Die Zeit war knapp, ich musste mich beeilen, tschüß Omi, tschüß Kinder.

Nur leider war die Ausfahrt auf der Autobahn, die ich hätte nehmen müssen, gesperrt, ich musste weiter fahren. Es gab keine weitere Ausfahrt, die Autobahn ging vor dem nächsten Kaff zu Ende, also habe ich dort gewendet und schnell zurück. Zum Glück war die Ausfahrt auf dieser Seite frei, ich konnte runterfahren.

Bis zur Krankenkasse war es nicht weit… kurz vor dem Gebäude wieder eine Baustelle. Betrifft mich nicht, die Spur zurück ist gesperrt (hmmm.. hätte ich merken sollen).

Bei der KK musste ich nicht lange warten, alles sah gut aus, ich habe den Antrag mit den Attesten abgegeben, die ich schon hatte. Ich fuhr zurück auf die Autobahn… nur leider war bei der Baustelle von vorhin meine Spur gesperrt. Da habe ich schon geflucht, gewendet, Umweg gefahren.

Ich kam vor der Orthopäden-Praxis rechtzeitig an, nur sie sind vor einiger Zeit woanders umgezogen. Da habe ich noch lauter und länger und saftiger geflucht. Schnell habe ich die Telefonnummer an der Tür angerufen und die Sprechstundenhilfe die Sache erklärt. Sie sagte mir die neue Adresse, die ich ins Navi eingetippt habe.. war leicht genervt, Termindruck eben.

Ähmm.. das Krankenhaus, wo der Orthopäde jetzt arbeitet, ist aus der Stadt raus, ganz am anderen Ende… auf einem kleineren Berg >>> scheiß Navi!!  (*%&$§*** geflucht auf Deutsch und auf Ungarisch) Es zeigt mir ein Mist an, die Straße ist oben, ich muss um den Berg herum hochfahren. Aber gut, ich kam mit einer halben Stunde Verspätung schon an, musste aber lange warten, bis ich zum Arzt reinkam. Es reichte aus, dass die Röntgenabteilung nicht mehr auf hatte und ich am nächsten Morgen wieder hinfahren durfte. Beim Kassenautomat merkte ich auch noch, dass ich zu wenig Bargeld bei mir hatte, die Person hinter mir hat mir was „geliehen“.

Mehr geht nicht mehr, oder? Sonst habe ich nie so ein Pech, wahrscheinlich sammele ich paar Jahrzehnte und dann kommt an einem Nachmittag alles zusammen.

Die Fahrt am nächsten Morgen klappte wenigstens schon ohne Navi und ohne Vorfälle. 😉

Kostenpunkt: 15 Euro im Voraus (unverschämt und happig)

Im Attest „durchaus zu befürworten“ ist schlecht, sehr schlecht. Aber egal, weil die Krankenkasse schon zugesagt hat, bevor das Attest zugefaxt wurde 😛

Attest-orthopäde

 

 

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