Eine Woche nach dem Beratungsgespräch beim plastischen Chirurgen (PC) hatte ich einen Termin bei meiner Frauenärztin (FÄ). Es war Anfang Oktober 2012. Wir haben vor paar Jahren schon über eine Verkleinerung geredet, sie hat mir aber keine Hoffnungen gemacht, dass die Kosten durch die Krankenkasse übernommen werden. Sie meinte diesmal auch, dass sie schon vielen Frauen ein Attest ausgestellt hat, aber kein Antrag wurde bis jetzt durch die Krankenkasse genehmigt. Dann hat sie angefangen mir zu schildern, was sie in ihr Attest reinschreiben wollte und der erste Punkt war die psychische Belastung. Olalla!! Nicht doch! Ich wusste sofort, wieso bis jetzt keine Patientin von ihr eine Kostenübernahme erhalten hat! Da habe ich sie sofort unterbrochen und meine Forums-Erfahrungen erzählt: die Psychoschiene zieht nicht, sie sollte ganz wegbleiben, sonst werde ich zum Psychologen geschickt, anstatt eine Brustverkleinerung zu bekommen. Sie hat es verstanden und ein tolles Attest geschrieben, das ich 6 Tage später abholen konnte. Unser Termin dauerte nur eine Viertel Stunde, ich wurde nicht vermessen oder gewogen, wir haben nur geredet. Sie hatte volles Verständnis für mein Problem. Sie hat mich zuletzt mit 100 kg gesehen und hat mich mit 17 kg weniger kaum wiedererkannt.

Kostenfaktor: 18,50 Euro (happig)

Bei den Attesten ist es wichtig, dass „aus medizinischen Gründen“ und „dringend erforderlich oder notwendig“ drin steht. Es reicht nicht, wenn es „empfehlenswert“ ist.

 

Attest-FA

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