Mein Antrag betrug 7 Seiten, beinhaltete 7 Fotos, unzählige ärztliche Dokumente, Berichte über MRT, Röntgenuntersuchungen und 5 Atteste. Einige Atteste habe ich nachgereicht, deswegen werden sie im Antrag aufgelistet.

Der Antrag sah folgendermaßen aus:

 

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Antrag auf Kostenübernahme einer Mammareduktionsplastik

Sehr geehrte Frau xxx,

nach eigenen Messungen wiegen meine Brüste je etwa 2500 Gramm, wobei der rechte Busen etwas größer und schwerer ist, als der linke – dabei ist zu beachten, dass Brustgewichte von mehr als 1500 g üblicherweise bereits als Gigantomastie klassifiziert werden und eine normale weibliche Brust 250-300 g wiegt (Beller, 1985). 9 Frauen hätten genug Busen davon, was ich alleine (er)tragen muss. Die Brüste sind proportional viel zu groß für meinen restlichen Körper, er ist dadurch völlig entstellt!

5 kg Brustgewebe zieht mich rund um die Uhr nach vorne und runter – der muskulöseste Rücken auf der Welt schafft es nicht, dies dauerhaft ohne Schädigungen zu halten und auszuhalten!

Als letzter Ausweg aus den täglichen Schmerzen und Entstellung, beantrage ich hiermit die Übernahme der Kosten für eine medizinisch induzierte operative Brustverkleinerung.

Im Folgenden möchte ich Ihnen zunächst die Vorgeschichte erläutern und meine aktuelle Lage beschreiben.

 

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Vorgeschichte
Ich habe seit meiner Pubertät übergroße Brüste, die bis zu meinem Studium starke Asymmetrie gezeigt haben (rechte Brust größer). Der Größenunterschied besteht in abgeschwächter Form heute noch. Die psychische Belastung war damals sowohl wegen der Asymmetrie, als auch wegen der Übergröße sehr groß. Da ich in Ungarn aufgewachsen bin, hatte ich nie die Möglichkeit, auch nur über eine Brustverkleinerung nachzudenken. Gewünscht hatte ich mir jedoch schon immer eine normale Größe, die zu meiner Statur passt. Mein Gewicht betrug in dieser aktiven Zeit 68 kg bei einer Körpergröße von 166 cm (BMI 24,7 – muskulöser Körperaufbau).

Mit 23 Jahren musste ich leider wegen einer Sportverletzung (Supraspinatussehnenruptur in der rechten Schulter, bis heute unbehandelt) mit dem Leistungssport von einem Tag auf den anderen aufhören. Ich habe mich auf mein Biologie-Studium konzentriert, bin nach Deutschland ausgewandert und habe hier meinen Doktortitel erworben. Mein Gewicht betrug in diesem sportlich eher weniger aktiven Zeitraum jahrelang stabil 75-85 kg, die Brustgröße war 80 G/H. An diese Größe habe ich mich mit der Zeit gewöhnt, die Rückenprobleme hielten sich gut in Grenzen.

Mit 32 Jahren habe ich geheiratet und habe zwei Kinder bekommen (♀ xx. xx. 20xx und ♂ xx. xx. 20xx). Nach den Kindern habe ich ein Gewicht von 107 kg (BMI 38,8) erreicht (Gewichtsnachweise mehrfach beigefügt). Während den Schwangerschaften und vor allem in der Stillzeit hat sich das Drüsengewebe in meinen Brüsten extrem vermehrt, die Schmerzen waren unerträglich und Schmerzmittel durfte ich auch keine nehmen. In der Stillzeit hatte ich ständig Entzündungen in den Brüsten, keine von meinen zwei Kindern konnte ich aus den entstellten, riesigen, oft harten und heißen Brüsten stillen. Ich habe die Milch Tag und Nacht unter großen Schmerzen abgepumpt. Den Kampf musste ich jedoch nach 1,5 (bei meinem ersten Kind) bzw. 3 Monaten (bei meinem zweiten Kind) aufgeben. Meine Brüste hatten eine BH-Größe von 90 L. Zu den unerträglichen Brustschmerzen kamen noch die Schmerzen im Nackenbereich, im Schulterbereich, zwischen den Schulterblättern und im Lendenwirbelbereich sowie Kopfschmerzen. Bei zwei kleinen Kindern war es mir kaum möglich, von einem Arzt zum anderen zu rennen, deswegen habe ich mich zu Hause mit Paracetamol und Dolormin behandelt und bin erst zum Arzt gegangen, als ich mich wegen den Schmerzen kaum noch bewegen konnte. Mein damaliger Hausarzt schickte mich zum Röntgen, wo im Lendenwirbelbereich degenerative Veränderungen an mehreren Bandscheiben, Osteochondrose und Spondylarthrose nachgewiesen wurden (Bericht beigefügt). Gegen die Nacken und Schulterschmerzen wurden Fango Massagen verschrieben, die jedoch nicht geholfen haben. Sowohl im Lendenbereich, als auch im Nackenbereich strahlen mir die Schmerzen nach wie vor an der rechten Seite in die Gliedmaßen, Taubheitsgefühl und Kribbeln spüre ich in den äußeren Zehen und Fingern.

Während der Schwangerschaft und vor allem in der Stillzeit von meinem zweiten Kind (20xx-20xx) dachte ich das erste Mal ernsthaft über eine Brustverkleinerung nach. Die seitdem bestehenden oben genannten Schmerzen bestärken mich in meinem Vorhaben. Ich wollte als erstes mein Übergewicht reduzieren, um an den Brüsten ebenfalls Volumen und Gewicht zu verlieren und um die Schmerzen zu lindern. Ich habe eine Ernährungsumstellung in Angriff genommen (eine Ernährungsberatung erhielt ich während der zweiten Schwangerschaft im Zusammenhang mit meiner insulinpflichtigen Gestationsdiabetes) und habe mich im November 2010 im „Turn- und Sportverein Xxxxxx“ angemeldet. Ich besuchte dort abwechselnd die „Rückengymnastik“, einen „Bauch-, Beine-, Po“-Kurs und einen „Ausdauer und Kraft“ Kurs. Zurzeit trainiere ich im Tischtennisverein von Xxxxxx. Zu Hause führe ich ebenfalls Rückengymnastik aus („Starker Rücken“ – TELE-GYM und „Dein gesunder Rücken“ von Prof. Dr. Grönemeyer) und trainiere an einem Fahrradergometer. Leider ist dies durch die gegebenen Schmerzen nicht uneingeschränkt möglich. Oft muss ich vor den Trainingseinheiten Paracetamol nehmen und immer wieder nach sportlichen Aktivitäten mehrere Tage (manchmal sogar Wochen) pausieren, weil sich die Rücken- und Schulterschmerzen nach dem Sport verstärken.

 

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Aktuelle Lage
Durch die Lebensumstellung habe ich glücklicherweise nicht nur 

* meine Blutwerte verbessert (z.B. Cholesterin von 197 mg/dl (2007) – 194 mg/dl (2008) – 201 mg/dl (2011) auf 149 mg/dl (2012), bzw. Triglyceride von 469 mg/dl (2007) – 175 mg/dl (2008) – 212 mg/dl (2011) auf 92 mg/dl (2012) – Laborberichte beigefügt),

* mein Diabetesrisiko gesenkt (ich hatte insulinpflichtigen Schwangerschaftsdiabetes bei meinem zweiten Kind mit einem HbA1c Wert von 6,0% (2009) >> HbA1c Wert sank auf 5,7 % (2012)),

* die Muskulatur gestärkt,

* sondern auch mein Körpergewicht um mehr als 23% reduziert (-25 kg). Bei der Antragstellung wiege ich 82 kg (BMI 29,8).

* Meine Brüste sind durch die Gewichtsabnahme allerdings leider kaum kleiner geworden: Hauptsächlich veränderte sich die Unterbrustgröße und nur wenig die Größe der Brüste. Von einer Körbchengröße von 90 K (bei 100-107 kg nach der zweiten Stillzeit) kam ich runter auf 80 J (bei 82 kg).
– Brustumfang: 116 cm
– Unterbrustumfang: 85 cm

* Wie eine mammographische Untersuchung im September 2012 bestätigte, haben meine Brüste ein „Parenchymmuster ACR 3 bis 4 mit sehr dichtem Drüsengewebe“ (Bericht beigefügt). Laut dem Arzt (Dr. med. Xxxxx, Xxxxxx), der die Aufnahmen ausgewertet und die Sonographie durchgeführt hat, würden die Brüste nach weiteren 8-10 kg Gewichtsabnahme auch nicht viel kleiner werden, weil kaum Fettgewebe vorhanden ist.

* Das Brustgewicht beidseitig beträgt laut eigener Messung etwa 2500 Gramm links und 2700 Gramm rechts – dabei sollte beachtet werden, dass Drüsengewebe kompakter und schwerer ist als Fettgewebe.

* Das vorhandene Drüsengewebe schwillt auf zyklusabhängige hormonelle Veränderungen unmittelbar nach dem Eisprung schon an und verursacht bis zur Periode dauerhafte Schmerzen und ein unangenehmes Spannen, das zusätzliche Gewicht zieht mich verstärkt herunter.

* Das dichte Drüsengewebe erschwert auch erheblich die Vorsorgeuntersuchung der Brust, sowohl die Selbstuntersuchung (für mich unmöglich durchzuführen), die fachärztliche Tastuntersuchung, als auch die Mammographie und Sonographie können die Ziele einer Vorsorge kaum erfüllen. Von einer Brustverkleinerung erhoffe ich für die Zukunft eine sicherer durchführbare Krebsvorsorge.

* Leider sind die Rückenschmerzen durch die Gewichtsabnahme auch nicht verschwunden, ich habe in den Jahren mit Makromastie durch die Schonhaltung Haltungsschäden entwickelt, die Schmerzen verstärken sich bei und nach sportlichen Aktivitäten. Ich halte jedoch Sport langfristig für meine Gesundheit  unerlässlich und möchte darauf wegen den Schmerzen nicht verzichten.

* BHs anzuziehen und zu tragen ist eine echte Qual für mich. Die Einschnürungen des Büstenhalters im Schulterbereich verursachen zunehmende Rücken- und Haltungsbeschwerden. Die Schulterschmerzen (auch bedingt durch die Sehnenruptur) lassen es nur schwer zu, überhaupt die Brüste in den BH reinzukriegen. Anderseits werden die Träger des BHs mit der Zeit, wo ich den BH trage, immer locker, weil sie dem Gewicht der Brüste nicht stand halten können – so sitzen die Brüste nicht fest, bewegen sich zu sehr und verursachen vor allem beim Sport große Schmerzen. Als sichtbare körperliche Zeichen für die Einwirkung der schweren Brust können bei mir „Schnürfurchen“ im Bereich beider Schultern durch die BH-Träger (trotz einer Breite von 3 cm und beim Sport-BH noch mehr, Foto beigefügt) und mechanische Druckstellen in anderen BH-Bereichen beobachtet werden.

 

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* Als viel schwerwiegender empfinde ich meine physischen Beeinträchtigungen. Aufgrund des starken Brustwachstums während den Schwangerschaften und Stillzeiten und der damit verbundenen Überbelastung meines muskulären und skeletalen Halteapparates, ist es im Laufe der letzten 7 Jahre zu einer deutlichen Verstärkung der Beschwerden und einer Ausdehnung der Schmerzsymptomatik gekommen. Ein Hauptschmerz befindet sich an der Wirbelsäule am Übergang von Hals- zur oberen Brustwirbelsäule. Von dieser Stelle strahlt der Schmerz mit wechselnder Intensität seitlich in die Schulterblätter und nach oben bis zum Hinterhaupt. Kopfschmerzen habe ich mehr oder weniger ausgeprägt den ganzen Tag! Durch das Gewicht der Brüste, das Einschneiden der BH-Träger und durch den erheblichen Druck auf die Muskulatur im Schulterbereich bestehen Schulterschmerzen (zusätzlich zur Sehnenruptur), Nackenschmerzen und ein muskulärer Hartspann im Bereich der Nackenmuskulatur. Der andere Schmerz-Hot-Spot sitzt im Lendenwirbelbereich und strahlt an der rechten Seite runter ins Bein, sowohl im Sitzen, als auch im Stehen und Liegen.

* Meine Nachtruhe wird wegen den Schmerzen oft unterbrochen: Wegen den übergroßen Brüsten wird der Oberkörper in der Bauchlage hochgehoben und der Rücken wird dadurch überlastet, die Brüste sind immer im Weg und schmerzen beim Daraufliegen. Die Sehnenruptur lässt es mir nicht zu, in der rechten Seitenlage zu schlafen, in der linken Seitenlage schläft mir oft der oben liegende rechte Arm ein, in der Bauchlage schläft ebenfalls der rechte Arm ein. Die Kopfschmerzen verstärken sich in der Rückenlage. Ich stehe am Morgen schon mit Kopf-, Rücken- und Schulterschmerzen auf und es hört den ganzen Tag nicht wieder auf. Mangelnder Schlaf und ständige Schmerzen führen zu erheblichen Konzentrationsstörungen und Irritabilität, die mich wiederum stark im Alltag einschränken. Langfristig ruiniere ich meine Gesundheit auch noch mit den regelmäßig eingenommenen Schmerzmitteln.

* Die Sehnenruptur in der rechten Schulter verursachte mir 10 Jahre lang kaum bis keine Schmerzen. Diese kamen wieder, als ich meine Kinder nach der Geburt getragen habe und wurden deutlich schlimmer und akut, als ich wegen der Gewichtsabnahme mit Gymnastikübungen angefangen habe. Seitdem bereitet es mir große Probleme, meinen BH jeden Tag an- und auszuziehen, bzw. es ist für mich, wie erwähnt, nicht mehr möglich, in der Seitenlage zu schlafen. Einen operativen Eingriff (Rotatorenmanschettenrekonstruktion) kann ich mir erst nach einer Brustverkleinerung vorstellen, weil ich es in der monatelangen Heilungsphase nach einer Schulter-OP unmöglich schaffen würde, meine übergroße Brüste nur mit einem gesunden Arm in einen BH reinzukriegen, aber es ohne diesen für mich unzumutbar wäre zu existieren, am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen, oder einfach nur den Alltag zu meistern (z.B. meine Kinder zur Schule, in den Kindergarten, zum Englisch oder Turnen zu bringen, Einkäufe erledigen, Besuch empfangen, etc).

 

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Kurze Zusammenfassung

* Geburtsdatum: xx. xx 19xx (39 Jahre)

* Körpergröße: 166 cm
* Gewichtsabnahme des letzten Jahres: -25 kg
* Aktuelles Gewicht: 82 kg
* BMI: 29,8
* BH-Größe: 80 J (gewünscht 80 B – minus 8 Körbchengrößen)
* Parenchymmuster ACR 3 bis 4 mit sehr dichtem Drüsengewebe
* Beidseitige Ptose nach Vrebus Typ III
* Gewicht der Brüste: ca 2500-2700 g pro Brust (eigene Messung)
* Gigantomastie: Selbst bei einer Reduktion des Körpergewichts auf das Normalgewicht läge noch eine Gigantomastie vor. Bei diesen Gegebenheiten ist die Brustverkleinerung die einzige Erfolg versprechende Therapie zur Behandlung der orthopädischen Beschwerden.
* Beschwerden: Schmerzen im Nackenbereich, im Schulterbereich, zwischen den Schulterblättern und im Lendenwirbelbereich, Kopfschmerzen, Brustschmerzen; Schnürfurchen, Hautrötungen, Ausschläge zwischen den Brüsten, Geruchsbildung, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, Krebsvorsorge kaum möglich.

Erwartete Ziele der Brustverkleinerung
* Brustreduktion um 8 Körbchengrößen von 80 J auf 80 B, möglicher Ausgleich der Asymmetrie, angemessene und zufriedenstellende Kontur der Brust ohne BH oder Kleidung
* Entlastung des Stütz- und Bewegungsapparates vom deutlichen Brustgewicht
* Verhinderung einer Verschlimmerung der vorliegenden Krankheiten im Wirbelsäulenbereich, bzw. Schmerzlinderung im Rücken, im Nacken, in den Schultern, am Hinterkopf, in den Brüsten, Verbesserung der Schlafstörungen
* Ermöglichung eines sportlich aktiven Lebensstiles und dadurch
* Dauerhafte Senkung des Risikos auf die Entstehung von Herz-Kreislauf-Krankheiten, Krebs und Diabetes, die in meiner Familie gehäuft vorkommen
* Eine Brustgröße, welche eine gute Kontrollierbarkeit, eine sicherer durchführbare Krebsvorsorge ermöglicht. Laut einer Studie wird das Brustkrebsrisiko durch eine Brustverkleinerung um 28% reduziert (Boice et al. 2000). Dies wird erklärt durch die Reduktion des Drüsengewebes und von Frühformen des Mammakarzinoms (Pitanguy 1967). Außerdem wird die postoperative radiologische Beurteilbarkeit der Brust durch die bessere Komprimierung, geringere Größe und verminderte Streustrahlung verbessert (Werner et al. 1977).
* Die Möglichkeit auf die Rotatorenmanschettenrekonstruktion in der rechten Schulter (Schleimbeutelentfernung unter dem Schulterblatt und Glättung, bzw. evtl. Naht der Supraspinatussehne – laut Konsultation mit Hr. Dr. Xxxxx, Orthopäde „Xxxxxx-Klinik“)
* Reduzierung der Behandlungskosten für Folgekrankheiten von Rückenschmerzen, Bandscheibenvorfälle im Lenden- und Nackenbereich, Diabetes, Herz-Kreislauf-Krankheiten für die Techniker Krankenkasse

 

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Publikationen

1) Beller FK: Reduktionsplastik. In: Beller FK (Hrsg.): Atlas der Mammachirurgie. Stuttgart; New York:
Schattauer, 1985, S. 110-131

2) Boice JD Jr., Persson I, Brinton LA, Hober M, McLaughlin JK, Blot WJ, Fraumeni JF Jr., Nyren O:

Breast cancer following breast reduction surgery in Sweden. Plast Reconstr Surg 106 (2000) 755-762
Abstract. Women undergoing breast reduction surgery have been reported to be at low subsequent risk of breast cancer, especially when the surgery is performed after age 40. To evaluate the age and time-related patterns of cancer risk following surgical removal of breast tissue, we identified 31,910 women who underwent breast reduction surgery from 1965 to 1993 in Sweden using hospital discharge register data. There were 19,975 women (63 percent) under age 40 at surgery. Linkages with Swedish registries for cancer, death, and emigration were based on unique national registration numbers assigned to each Swedish resident. Cancer incidence was contrasted with that expected in the general population based on age- and calendar year-specific data from the nationwide cancer registry. Overall, 161 incident breast cancers were identified during 238,765 person-years of observation (mean, 7.5 years) compared with 223.9 expected (standardized incidence ratio = 0.72; 95 percent confidence interval = 0.61 to 0.84). The reduction in risk of breast cancer was most pronounced for women whose operations were performed after age 50 (SIR = 0.57) and for those followed for more than 5 years (SIR = 0.68). Among women operated on before age 40, risk was nonsignificantly elevated within the first 5 years after surgery (SIR = 1.47; 95 percent CI = 0.89 to 2.30) but tended to be reduced thereafter (SIR = 0.80; 95 percent CI = 0.55 to 1.13). The magnitude of the reduction in risk thus appears directly related to age at surgery. Women followed for an average of 7.5 years after bilateral breast reduction surgery, were at a statistically significant 28 percent decreased risk of breast cancer. The current study is thus consistent with a protective effect following partial removal of breast glandular tissue.

3) Pitanguy I: Surgical treatment of breast hypertrophy. Br J Plast Surg 20 (1967) 78-85

4) Werner CH, Beck L, Bender HG, Greuel H, Mannherz KH, Potthoff S, Schuck U: Nachuntersuchung von Patientinnen mit einer Mammareduktionsplastik nach Strömbeck (1971-1975). Geburtsh Frauenheilk 37 (1977) 566-571

 

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Als Anlage zu diesem Schreiben erhalten Sie folgende Unterlagen:

* Ärztliches Gutachten (plastische Chirurgie) – Hr. Dr. Xxxxx, Gesundheitszentrum in Xxxxx

* Fachärztliches Schreiben – Hr. Dr. Xxxxx (Orthopäde), Xxxxx-Klinik in Xxxxx
* 7 aktuelle Fotos: Profil und von beiden Seiten unbekleidet; Schnürfurchen unbekleidet; bekleidet
* Meine bei ärztlichen Untersuchungen dokumentierte Gewichtsentwicklung zwischen Februar 2006 und September 2012
* Ergebnisse von vier Blutuntersuchungen zwischen Oktober 2007 und September 2012
* Röntgenbefund von der Untersuchung im Lendenwirbelbereich vom August 2011
* MRT Befund von der Supraspinatussehnenruptur in der rechten Schulter vom September 2012 (mit Bildern)
* Bericht von der mammographischen und sonographischen Untersuchung der Brüste vom September 2012 (mit Bildern)

 
Bitte zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren, falls Sie weitere Unterlagen benötigen, die meine obigen Ausführungen belegen. Für etwaige Rückfragen stehe ich Ihnen ebenso gerne zur Verfügung, wie die o. g. Ärzte – die Entbindung der Schweigepflicht zur Prüfung dieses Falles erteile ich Ihnen hiermit.

 
Ich bitte um wohlwollende Prüfung und hoffe auf eine positive Entscheidung Ihrerseits.

Mit freundlichen Grüßen

 

Ich habe den Antrag abgegeben, eine Woche später habe ich noch drei Atteste nachgereicht und zwei Tage darauf wurde ich angerufen, dass die Kosten durch die TKK übernommen werden. Am nächsten Tag habe ich meinen Op-Termin um 2,5 Monate vorverlegen lassen und 2 Wochen später wurde ich operiert. Das war vor knapp 5 Monaten.

 

 

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