Heute früh um 7 Uhr haben wir uns an der Halle der Hochschule getroffen. Ich bin mit dem Fahrrad hin, es dauerte nur 8 Minuten. Der Trainer war schon in der Halle und kam raus, als ich ankam. Seine Pünktlichkeit mag ich besonders, wenn ich einen Termin habe, mag ich nicht warten. Dafür komme ich aber auch etwas früher, damit der andere auch nicht warten muss. Ich kam heute 5 Minuten früher, er 10 Minuten vor mir. Er kannte den Pförtner in der Halle, so durfte ich ohne Bezahlung rein.

Wir gingen durch die Halle und da nach draußen auf den Sportplatz, der eingezaunt ist und nur durch die Halle erreichbar ist. Dort waren wir dann die ganze Zeit, abgesehen von zwei Übungen am Ende der Stunde.  Wir fingen mit Aufwärmen an, danach lief ich 2,5 Runden (etwa 1 km). Mit der halben Runde kam ich an der anderen Seite der Laufbahn an, wo die großen Treppen waren. Heute war der Unterkörper dran. Also erste Übung, 10 mal die Treppe hochlaufen, so schnell ich konnte, danach lockerer runter und weiter. Nach der letzten Runde hatte ich wieder einen Puls von 176, wie beim ersten Training nach dem Hügellauf. Diese Treppen waren tief, aber nicht sehr hoch. Wegen der Tiefe schaffte ich sehr knapp mit abwechselnden Füßen draufzutreten, es gab immer eine Stufe, worauf ich mit beiden Füßen drauf war. Es gab etwa 8 Stufen.

Für die zweite Übung haben wir eine andere Treppenreihe genommen. Die Stufen hier waren hoch und nicht so tief und es gab von ihnen nur 5 Stücke. Diese musste ich mit beiden Beinen bekämpfen. Es gab 5 Runden. Er meinte, diese Übung wird heute die schwierigste sein. Ich sagte, wenn ich kotze, dann ist es genug, bis dahin kann es so weitergehen. Ich schaufelte meinen Grab 😀 Treppen sind toll, ich habe die Übungen gemocht, auch wenn es für den ganzen Körper sehr anstrengend war.

Auf dem Rückweg zur Halle gab er mir eine Hausaufgabe. Ich soll jeden zweiten Tag eine bestimmte Strecke im Wald laufen und heute abend soll ich anfangen. Es sind etwa 5 km, hat er gemeint, allerdings hat er nie nachgemessen. Er kam auf diese Aufgabe, weil ich ihm zuletzt erzählt habe, dass ich bei Runkeeper als Ziel gestellt habe, dass ich bis November 100 km laufen will. Mit der App kann ich dann genau die Entfernung messen, die ihn auch interessieren würde. Ich habe ihn noch darauf angesprochen, dass ich auch gerne Übungen für die Schnelligkeit hätte, die beim Tischtennis sehr wichtig ist und woran es bei mir noch mangelt.

Wir blieben weiterhin hinter der Halle draußen. Jetzt kamen die Kniebeugen mit Sprung nach oben. Insgesamt 20 Stück und davon 5 Runden. Dabei habe ich die Gurt von der Pulsuhr wieder ausgezogen, sie drückte wieder zu sehr auf den schlechten Magen. Die ersten zwei Runden waren noch ok, von da an wurde ich immer langsamer, aber ich habe durchgehalten. Nach diesen „jump squats“ kamen die Ausfallschritte in zwei Runden mit Gewicht, dann in 3 Runden ohne. Knie bis zum Boden, pro Runde 20 Schritte. Da hatte ich richtig schlechten Magen gekriegt, war anstrengend. Zwischendurch immer wieder Streching gemacht.

Wir gingen nach dieser Übung in die Halle rein, da kamen erst die ersten Studenten. Zwei Übungen haben wir für die Oberschenkel gemacht, abwechselnd für vorne und nach hinten, ohne Pause. 12 Wiederholungen und jeweils zwei Runden. Das Gewicht weiß ich nicht, aber ich habe in jeder Runde mit den letzten 3 schon ziemlich zu kämpfen gehabt. Streching, danach wieder raus. An der Treppe abwechselnd mit den Füßen beim Hüpfen aufsetzen: 40 mal, 3 Runden. Die ersten 20 habe ich sehr langsam gemacht, meine Waden haben gezittert, sie haben mich kaum gehalten. Aber danach habe ich mich getraut und habe es schnell gemacht. Das war die letzte Übung, danach musste ich nur noch locker eine Runde draußen laufen, fertig. Insgesamt hat das Training etwa 70 Minuten gedauert.

Er fragte mich 1–2 mal, ob ich es mir so vorgestellt habe, oder finde ich es zu leicht, zu schwer? Aber alles war so gut geplant und ich wurde gefordert. Er hat sich zwischendurch schon sehr darauf gefreut, dass ich morgen riesen Muskelkater haben werde, darüber haben wir uns toll amüsiert. Ich mache auch gerne mal Witze, Eis ist schon gebrochen, wir können den anderen aber auch ernst nehmen: ich weiß, dass er pünktlich kommt, sich vorbereitet, die Stunde gut dirigiert, mich auf meine Grenzen bringt, vom Handwerk was versteht, Humor hat und Humor versteht. Er weiß, dass ich das Training ernst nehme und alles mache und versuche, was er mir sagt, dass ich das Training nicht fallen lasse, keine Ausreden suche, mich nicht verspäte (vor allem, er fuhr von der Halle gleich zur Arbeit, es ist also auch wichtig). Ich glaube, diese sind optimale Voraussetzungen für den Erfolg, für die Entwicklung.

Morgen früh um 7 Uhr geht es mit dem Oberkörper im Wald weiter..  nachdem ich heute abend noch Joggen war. 😉

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