Vor meiner Brustverkleinerung mit viel oder weniger Übergewicht habe ich das Laufen nicht ausstehen können. Ich war sehr schlecht darin, die Brüste in Körbchengröße H bis K (je nachdem in welchem Lebensabschnitt) haben mich behindert. Ja stimmt, ich war eine „Behinderte“, was das Laufen anging. Kurze Sprints, ein paar Schritte, wie auf dem Volleyballplatz gingen ohne weiteres. Sobald ich aber richtig laufen musste, wurde mir nur noch übel (im Kopf, nicht im Magen).

Dieses Gefühl oder diese Einstellung hat sich erst nach der Brustverkleinerung geändert. Auch nicht über Nacht, aber es wurde Mal für Mal besser. Natürlich hat es auch etwas mit meiner Kondition zu tun, nicht nur mit den Brüsten oder mit meinem Gewicht. Bevor ich nach Ungarn flog, habe ich mir bei Runkeeper, wo ich meine Läufe tracke, ein Ziel gesetzt:

Ich will bis zur zweiten Brsutverkleinerung Anfang November 100 km gelaufen haben

Es war genau am 12. Juni 2013 und ich hatte für die Ausführung 4,5 Monate. Davon sind jetzt 2 Monate verstrichen, so dass ich im ersten Monat nur 8 km gelaufen bin. 8 x 4,5 = so komme ich nie und nimmer auf 100 km 😦 In Ungarn angekommen habe ich das Training mit dem Personal Trainer angefangen und beiläufig habe ich ihm erwähnt, dass ich so ein Ziel gesetzt habe. Er als Laufbegeisterter hat gleich ausgedacht, dass ich als Hausaufgabe jeden zweiten Tag abends nach dem killer Morgentraining / bei 40 Grad / anstatt Tischtennis zu spielen an diesem Ziel arbeiten werde – 4 km, 5 km, 6 km, 8 km, 10 km, um zwei kleine Teiche herumlaufen, zweimal um den Teich herumlaufen, etc. Hehe, mit meiner Vorgeschichte war es eine sehr lustige besorgniserregende und erschreckende Idee! 😀

Zumindest 6 Mal war ich im Juli wirklich laufen (zusätzlich zu den anderen 34 sportlichen Aktivitäten), dabei bin ich bis 8 km am Stück gekommen, ich habe mich in der Geschwindigkeit um Welten geschlagen. Nur als Vergleich: Ein Monat nachdem ich angefangen habe von 107 kg abzunehmen (vor knapp 1,5 Jahren, vor der Op), war ich das erste Mal draußen mit Runkeeper joggen. Ich hatte die Strecke damals mit einer Geschwindigkeit von 5,95 km/h hinter mich gebracht. Bevor ich nach Ungarn flog (vor 6 Wochen, 7 Monate nach der Op und 25 kg leichter als beim ersten Mal), schaffte ich 7,86 km/h und heute (nochmal 2 kg leichter) lief ich mit 8,68 km/h!! Letzteres werte ich mal auch als Test vor dem Personal Training und danach und verewige es auch hier:

Die selbe Laufstrecke (3 km) vor und nach dem Personal Training: Ich konnte meine Zeit um mehr als 2 Minuten verbessern.

Die selbe Laufstrecke (3 km) vor und nach dem Personal Training: Ich konnte meine Zeit um mehr als 2 Minuten verbessern.

Ich hätte nie in meinem vorherigen Leben gedacht, dass ich für so etwas fähig bin, nicht mal in der Zeit mit 17, wo ich am fittesten war und 10 Stunden Volleyballtraining pro Woche als Angreiferin absolviert habe (also zigmal hochspringen und schmettern musste)!

Das Laufen fiel mir immer leichter und das Wunder war geschehen: Ich fing an, das Laufen zu mögen! Jetzt, 2 Monate nach dem Start, habe ich 51 km hinter mir und wenn ich dran bleibe, werde ich den Rest in einem Monat schaffen und mir bleiben noch 1,5 Monate, um die Füße hochzulegen.

Ich habe das Lauftraining schon angefangen und werde über meine Fortschritte berichten. Einen Trainingsplan habe ich allerdings noch nicht konkretisiert, ich möchte mich erstmal ins Thema einlesen. Ich habe bei Runkeeper für meine Umgebung einige Laufstrecken erstellt: 3 km, 5 km, 6 km, 7 km und 10 km. Diese werde ich auch als Vergleich für den Fortschritt nehmen.

  • Ich möchte bis zur Op 10 km am Stück schaffen und bei jeder Strecke mehrmals meine eigene vorherige Zeit schlagen.
  • Ich möchte 3x die Woche drin oder draussen laufen und 15-20 km pro Woche schaffen.
  • Nach 2,5 Monaten werde ich meinen Körperfettanteil messen lassen, weil ich gespannt bin, wie das Laufen meine Körperzusammensetzung verändert.

Und los gehts!

Heute nach dem 3 km Lauf

Heute nach dem 3 km Lauf – ohne Schweiß kein Preis

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