Im Juni 2013 war es soweit, ich hatte einen Kontrolltermin bei meinem Chirurgen, der die erste Brustverkleinerung durchgeführt hat. 7,5 Monate sind seitdem vergangen und meine Brüste sind durchs Abschwellen kaum kleiner geworden. An der Form änderte sich viel, die Brüste waren am Anfang breit, nach 7 Monaten haben sie etwas von der Breite verloren, sie senkten sich dafür, unten hingen sie durch, wurden runder. Normalerweise sieht es dann schön aus, wenn nicht mehr viel Gewebe vorhanden ist. Meine waren aber immer noch ziemlich groß (85 E) und ich glaube, man nennt es in diesem Fall „bottoming out“.

Mein Chirurg fand sie natürlich schön und meinte, sie sind zwar größer als bei anderen Frauen, aber sie würden immer noch zu mir passen. Ich wollte aber viel viel kleinere Brüste haben und ich wusste nicht, wieso er sie nicht so klein gemacht hat, wie wir es im Vorfeld besprochen haben. Ob er sich nur nach eigenem Kopf entschieden hat oder einen medizinischen Grund dafür hatte – wie das Risiko dass die Blutversorgung der Brustwazen in Gefahr wäre, oder andere Risiken eher auftreten würden. Unser Gespräch hielt ziemlich lange, ich habe ihn immer wieder nach dem Grund gefragt, bis wir dabei blieben, dass die Krankenkasse auch wissen muss, dass die vorher besprochene Größe (85 B/c) nur in zwei Schritten erfolgen kann, weil es wegen der extremen Ausgangslage nicht möglich war, so viel Gewebe zu entfernen, dass das Ergebnis nicht gefährdet wird – im medizinischen und ästhetischen Sinne.

Na dann schreiben wir einen neuen Antrag und ein neues Attest und beantragen wir die erneute Kostenübernahme. Im plastischen Chirurgie Forum haben wir meinen Fall schon länger diskutiert und eine nette zukünftig Verkleinerte kam darauf, dass ich keinen neuen Antrag abgeben sollte, sondern einen Folgeantrag. Dem Chirurgen habe ich es auch so vorgeschlagen und genauso haben wir es auch gemacht. Die zweite Op sollte eine Fortsetzung, ein zweiter Schritt nach der ersten Op sein, mit der wir das beantragte und genehmigte Endziel erreichen können. Ich habe sogar meine Sachbearbeiterin nach dem Kontrolltermin angerufen und ihr die Sachlage so geschildert. Sie hat einzig nur beanstandet, dass wir beim ersten Antrag und Attest einen möglichen zweiten Schritt nicht erwähnt haben. Aber schnell sagte sie auch, dass es bei anderen Eingriffen oft vorkommt, dass das Ziel in einem Schritt nicht erreicht werden kann, sie hatte so einen Fall zwar bei einer Brustverkleinerung noch nie. Aber sie denkt, es geht in Ordnung. Ich soll doch ein Schreiben mit einem Foto von meiner aktuellen Lage und das Attest vom Chirurgen hinschicken.

Das hier war mein Folgeantrag:

antrag2-2013

 

Und das hier war das beigefügte Foto (nicht geschwärzt) von der aktuellen Lage.

 

 

Und das hier das Attest von meinem Chirurgen:

attest2-2013

 

 

 

 

Das Attest vom Chirurgen wurde mir gleichzeitig zugeschickt und ich habe es etwa 2 Wochen nach unserem Termin bekommen. Die Zusage von meiner Sachbearbeiterin kam ein paar Tage später. Da steht auch extra drin, dass es sich um einen Zweiteingriff handelt:

bescheid2-2013

 

 

 

Am nächsten Tag bin ich mit den Kindern nach Ungarn geflogen, habe mich aber bei meinem Chirurgen gemeldet und ihn um einen Op-Termin am 4. November 2013 gebeten. So bleiben mir noch bis dahin fast genau 2 Monate. In dieser Zeit wollte ich noch nachlesen, was so eine Revision mit sich bringt, ist sie riskanter, verheilt es besser, was könnte passieren, was beim ersten Eingriff nicht so im Vordergrund stand. Wie wird die Op durchgeführt.

 

Advertisements