Ja, ich bin stolz auf mich 😉 Ich wurde dieses Jahr 40 Jahre alt und konnte bis vor einem Jahr nicht wirklich joggen. Wegen den riesigen Brüsten, die vor 11 Monaten verkleinert wurden. Ich habe keine Daten über meine wenigen Läufe von vor der Brustverkleinerung, nur ein-zwei von dem Sommer mit 100 kg. Mein Durchschnittstempo lag bei 10 min/km (6 km/h). Ich habe nach einigen Laufeinheiten schlimme Knieschmerzen bekommen, so hörte ich mit dem Laufen auf. Das war auch gut so, wie ich es vor kurzem gelesen habe, kommen die Knieschmerzen beim Laufen, weil die Gesäßmuskultur nicht stark genug ist. Ich habe danach viel Muskeltraining betrieben und heute kann ich 3x die Woche 5-7 km laufen, ohne dass die Knie nur ein bisschen weh tun würden (dafür tut mir mal hin und wieder der Soleus weh – ich arbeite noch daran).

Ich habe 7 Monate nach der Op erst wieder angefangen zu laufen, da wog ich 20 kg weniger. Meine Durchschnittszeiten lagen bei 8 min/km (7,45 km/h). Im ersten Monat lief ich ohne Plan, ich hatte ja genug andere Trainingseinheiten mit meinem Personal Trainer in Ungarn. Laufen lief nur als ‚Hausaufgabe‘ zwischendurch. Als ich aus Ungarn zurück war, startete mit einem Laufprogramm von Asics, das ich auf der my.asics Webseite auf mich anpassen konnte: Anfänger, 3x die Woche Laufen, auf 10 km trainieren. Es ist ein 9 Wochen langes Programm und am Ende der 8. Woche (in 9 Tagen) sollte ich ein 10 km Rennen mit der Zeit von 1:17:37 schaffen.

Gestern hatte ich auf dem Plan einen 10 km Probelauf mit der Instruktion „schnell laufen, Zieltempo 8:07-7:50 min/km (7,39-7,66 km/h)“. Mein Durchschnittstempo war laut Asics in der Vorbereitungszeit 7:42 min/km, ich lag also nicht nur gut im Schnitt, ich war sogar schneller, als es vom Plan her vorgesehen war. Asics hat mich zwischendurch mal gefragt, ob ich die Zeitvorgaben anpassen möchte, ich habe es allerdings nicht gemacht. Zumindest nicht zum gestrigen 10 km Probelauf.

Für den Lauf waren die Rahmenbedingungen optimal: Feiertag, Kinder bei Omi abgegeben, schönes sonniges Wetter, angenehme 12 Grad, mein Mann hat eingewilligt, dass er mich mit dem Fahrrad begleitet und es ging diesmal in den Wald. Ich habe in einer Zeitschrift gelesen, man sollte sich so anziehen, als wäre es 10 Grad mehr. So habe ich auch getan, es war aber etwas kühl im Wald, wo es schattig war. Brooks Adrenaline angezogen, bis zum Ende hatte ich niergendwo Probleme.

Es sah so aus: Zu Hause 5-6 Minuten Aufwärmen (in letzter Zeit mache ich dafür dieses Video), 3-4 Minuten Einlaufen, START: 3 km bis zum Wald, knapp 5,5 km im Wald (wir haben uns verlaufen, trotz dass ich einer vorher zusammengestellten Route gefolgt bin), etwas über 1,5 km nach Hause (wieder verlaufen), Runtastic gestoppt, Streching, 2 km Auslaufen bis nach Hause (mein Mann durfte mich hierbei verlassen und im eigenen Tempo nach Hause fahren).

Meine Zeit auf 10 km lag haargenau bei 1:15:00, also knapp über 2,5 Minuten schneller, als es vom Asics-Plan vorgesehen war. Deswegen habe ich nach diesem Lauf den Plan angepasst und sollte in 9 Tagen die 10 km in 1:12:03 laufen.

Asics-Planänderung

 

 

Mit dem Lauf selber war ich sehr zufrieden, eigentlich habe ich alle Parameter sehr ähnlich gebracht, wie in den Läufen davor: 8 km/h, Durchschnittspuls bei 153 bpm, Ruhepuls an dem Morgen bei 50 bpm, Schrittfrequenz: 151 Schritte/min (max 175), und Schrittlänge: 88 cm. Ich hätte nur nie gedacht, dass ich 10 km am Stück je in meinem Leben schaffen könnte! Na gut, 9 Minuten Pause hatte ich insgesamt, ich habe paar Fotos gemacht, die richtige Route gesucht, mich wegen dem Musik-Player geärgert, meinen Mann angerufen, der hinter einer Kurve auf der falschen Strecke verschwunden war.

Nach dem Probelauf hatte ich noch Reserven und so entschied ich mich noch für eine 2 km Strecke bis nach Hause als Auslaufen in einem lockeren Tempo. In einer Zeitschrift habe ich auch gelesen, dass man die 10 km Strecke an der Schwelle läuft, mit dem Puls kommt es bei mir auch genau hin! Jetzt habe ich eine 10 km Zeit, die ich multiplizieren kann, um so auf meine zukünftig mögliche Marathonzeit zu kommen 😀 hehe, ich wäre nach 5 Stunden und 50 Minuten am Ziel. Ähmm… wenn es die Biggest Loser schaffen, würde ich es auch, oder? 😉

10km-3.10.2013

 

G-Wald

 

Ein bisschen Muskelkater habe ich heute, nicht viel, aber ich merke, dass ich mehr gelaufen bin. Es hat mir gut gefallen und ich bin mir sicher, dass ich die Strecke noch wiederholen werde, vielleicht sogar trainiere ich nächstes Jahr auf ein Viertelmarathon und das Jahr darauf schon auf ein Halbmarathon 😉 Nichts ist ausgeschlossen.

Ich wurde mal wieder bestätigt, dass mehr in mir steckt, als was ich vermutet habe und das ich alles schaffen kann, was ich wirklich will! Die Zeiten können sich ändern, ich hätte einen bestimmt für verrückt erklärt, der mir diesen Lauf mit dieser Zeit vor einem Jahr prophezeit hätte!

Du kannst alles schaffen! Willst du es nur genug?

 

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