Meine niedrigen Hb-Werte haben mich nicht in Ruhe gelassen. Ich ging zu meiner Frauenärztin und habe meine Ergebnisse bei der Arzthelferin gelassen. Die Ärztin soll bitte draufgucken und sagen, ob eine Eisentransfusion nötig wäre. Ich habe dazu noch erzählt, dass ich von den Tabeletten Hämmorhoiden gekriegt habe. Ich sollte am nächsten Tag nach 17 Uhr anrufen. Ich habe auch so getan, in der Praxis ging aber niemand ran. Am nächsten Tag habe ich dann tagsüber angerufen. Die Arzthelferin meinte, die Ärztin würde mir die Eiseninfusion geben, ich soll aber vorher mit meiner Krankenkasse reden und fragen, wie sie das abrechnen soll. Sie haben bis jetzt Eiseninfusionen eigentlich nur Schwangeren gegeben, eventuell müsste ich halt dann die Infusion von meiner Hausärztin geben lassen. Wohl bemerkt – meine Hausärztin guckte meine Ergebnisse auf dem Flur an und meinte, es ist nicht nötig, etwas zu unternehmen. Also diese Möglichkeit war schon ausgeschlossen.

Ich habe sofort bei der Techniker angerufen, wo mir gesagt wurde, wenn die Frauenärztin mir die Infusion nur empfiehlt, dann muss ich es selber bezahlen. Wenn sie meint, dass es medizinisch indiziert ist, dann kann sie es auch abrechnen und sie sollte wissen, auf welcher Weise. Na toll, jetzt bin ich aber viel klüger! Ich habe sofort wieder in der Praxis angerufen und der selben Arzthelferin alles erzählt. Sie war ratlos, sie meinte das selbe, wie die Ärztin, dass sie damit keine Erfahrung haben, da sie „Normalos“ noch keine Eiseninfusion verabreichen mussten. (Ich wusste schon immer, dass ich ein Fall für mich (oder sich?) bin 😀 ) Aber sie gibt es der Ärztin weiter und ich soll am nächsten Tag nach 17 Uhr wieder anrufen. Jaja… bestimmt, damit ich wieder niemanden erreichen kann. Ich bin also lieber hingefahren und zufällig kam auch gleich meine Ärztin aus dem Behandlungszimmer raus und ich konnte sie auf dem Flur abfangen.

Da kam ein nettes 5-6 minütiges Gespräch zustande, in der sie gleich damit angefangen hat, dass ich mir keine Gedanken machen soll, wir haben von der TKK grünes Licht bekommen und ich bekomme in der Praxis drei Eiseninfusionen. (Ich habe nicht nachgefragt, ob sie danach noch mit der Krankenkasse geredet hat.) Ich habe erzählt, dass mein Wert vor der ersten Op auch in einem ähnlichen Bereich lag (11,6), jetzt ist er bei 11,4. Der Hb-Wert fiel nach der Op auf 8,x und ich habe um die erste Op herum etwa 6 Monate lang Ferro Sanol duodenal genommen und mein Wert kam nach einem Jahr jetzt trotzdem noch nicht in dem normalen Bereich an. Das fand sie schon besorgniserregender, sie meinte, das sollte nicht so sein und wir sollten auch rausfinden, wo ich Eisen verliere. Wir kamen darauf, dass ich 3 Myomen und starke Regelblutungen habe, die auch noch häufiger kommen (25-26 Tage Zyklen), dies könnte ein Grund sein. Sie hat noch über das Präparat und über Nebenwirkungen gesprochen und wir haben drei Termine ausgemacht. Eine Infusion pro Woche, in den letzten 3 Wochen vor der Op. Wir gucken den Hb-Wert auch nach der Op an und eventuell bekomme ich auch nach der Op Eiseninfusionen.

Bevor sie ging, habe ich ihr noch gesagt, dass die zweite Op auch von der TKK übernommen wurde. Das wusste sie natürlich schon, ich wollte aber ihr Gesicht sehen, wie sie darauf reagiert. Sie hat mir nämlich damals erzählt, dass bis dato keine Patientin von ihr eine Kostenübernahme erhalten hat (das selbe hat mir damals sowohl mein Hautarzt, als auch mein Orthopäde gesagt). Sie hat gestrahlt, gelacht und flüsterte mir zu, Ja, sie war auch baff, als sie im Sommer den Bescheid gelesen hat, sie darf es niemandem weitererzählen, niemand würde es ihr glauben. Und wer ist diese tolle Sachbearbeiterin nochmal? Ich sagte noch, dass es eigentlich kein Neuantrag war, sondern ein Folgeantrag, eine Ergänzung, da es nicht möglich war, in einem Schritt die nötige Menge zu entfernen. Und dass mir die Sachbearbeiterin gesagt hat, dass es bei anderen Eingriffen oft vorkommt, dass mehrere Schritte nötig wären, sie hatte so einen Fall allerdings noch nicht bei einer Brustverkleinerung (erwähnte ich schon, dass ich ein Fall für sich oder mich bin? 😉 )

Dabei sind wir also geblieben, die erste Infusion bekomme ich also schon in einer Woche und bald ist es auch soweit und ich liege wieder auf dem Op-Tisch!

Diese Woche bin ich beim Laufen und beim Tischtennis weitergekommen. Das erste Mal bin ich 10 km gelaufen und ich hatte ein TT-Turnier (ein Spiel gewonnen, eins verloren, +8 Punkte = 1079, juhuuu!). Wir haben unsere neuen Trikots bekommen, in der wir in den nächsten 2-3 Jahren spielen werden. Großes Mannschaftsfoto und Einzelfotos wurden auch gemacht, ich habe mich auch selber fotografiert – gutes Vergleichsbild für später. Es ist aber erschreckend, wie klein die Tischtennisklamotten für Frauen sind! Ich brauche oben und unten Größe XL (größere gibt es gar nicht mehr!).. und ich habe mich schon so gut an Größe 42 gewöhnt 😉

Neue TT-Klamotten

Neue TT-Klamotten

 

Werde ich endlich die 10 kg los, die ich noch weg haben will, wird es perfekt aussehen. Momentan finde ich den Rock etwas zu eng und die Hose darunter zu knapp und kurz. Beugt man sich nach vorne am Tisch, kann man nur hoffen, dass niemand hinter einem auf der Bank sitzt und hinguckt 😉 Diese Gefahr besteht nur selten, da zu unseren Spielen kaum jemand oder sogar gar niemand kommt. Soll mich das jetzt freuen oder nicht? 😉

 

In der Zwischenzeit sind 11 Monate seit der ersten Op vergangen. Ich habe wieder Fotos von den Brüsten gemacht und eine kleine animierte Bilddatei zusammengestellt, wie sich meine Brüste zwischen dem ersten und elften Monat nach der Op verändert haben:

1 Monat > 11 Monate post Op (10er Schleife)

1 Monat > 11 Monate post Op (10er Schleife)

Fotos nach einem Jahr werde ich wahrscheinlich auch noch machen, wann ich sie allerdings posten kann, ist fraglich, da ich gerade wieder operiert werde. Zuletzt hatte ich mein Handy mit im Krankenhaus und habe im Forum auch gepostet, nur Fotos sind etwas schwieriger.

 

 

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