Gesten habe ich sehr gut geschlafen, hatte keine Rückenschmerzen. Das große Kissen war gestern voll mit Blut, es wurde mir weggenommen, ich habe so nur mein kleines Kissen gehabt, es hat aber gereicht. Mein Stillkissen lag weit weg auf dem Stuhl. Bei verkleinerten blutet immer was nach, sie müssen engmaschig kontrolliert werden – hat die Schwester zu der Schülerin gemeint. In der linken Flasche habe ich heute früh nur etwa 20 ml Flüssigkeit drin, rechts allerdings 140 ml! Und das finde ich ordentlich! Bei der letzten Op hatte ich bei der Entlassung 170 ml 4 Tage post Op. Dafür sind die 20 ml recht wenig.

Zweimal wurde ich von der Schwester geweckt, die Blutdruck gemessen hat und die Wunden angeguckt hat. Bis 5:15 habe ich geschlafen, da kam die Schwester und begleitete mich auf die Toilette. Es war mir schwindelig, es ging aber einigermaßen, ich habe mich beeilt, wieder schnell ins Bett zu kommen. Danach habe ich die Nachrichten in Fernseher angeguckt und schließlich weiter geschlafen. Um 7 kam eine andere Schwester, ich habe prophylaktisch Antibiotika bekommen – das dritte und letzte mal. Der Zugang wurde sicherheitshalber noch drin gelassen, auch wenn ich nichts mehr bekomme.

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Später habe ich gefrühstückt (ein Brötchen mit Quark und Marmelade). Der Kaffee war mir viel zu stark, gut dass ich Cappuccino dabei habe! Mitten im Frühstück kam eine Ärztin, die bei der Op dabei war und hat mir Blut abgenommen. Sie sagte, dass der Chef auch gleich kommt und mich bei der Visite untersucht.

Die Thrombosestrümpfe sind gut, ich brauche keine Socken, mir ist unter der Decke immer warm. Umgezogen habe ich mich noch nicht. Die Schmerzen erinnern mich in den Brüsten an Muskelkater und an der unteren Narbe spüre ich ein Drücken, wenn ich gerade nicht liege.

Nach dem Frühstück kam die Visite mit 6 Leuten. Der Chirurg bestätigte, dass 20 ml ungewöhnlich wenig sind, er würde die Menge in der anderen Flasche erwarten. Wir lassen deswegen die Drainage drin, vielleicht kommt noch was nach. Er hat noch gesagt, dass er die beiden Brüste von der Größe her ausgeglichen hat, von der kleineren hat er etwas über 400, von der größeren über 600 g weggenommen. Ich glaube, das wird schon passen.

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Ich habe mich danach im Bad am Waschbecken gewaschen, eine Schwester war dabei, und ich konnte die Brüste unter der Bandage betrachten. Ist noch alles gelb vom Jod und unter der Pflaster blutig, aber klein genug. Da ab und zu noch Blutungen da sind, werde ich rum herum mit Binden ausgepolstert. Ich durfte meine eigenen Klamotten anziehen, Zähne putzen. Heute früh geht es mir schon viel viel besser!

Meine Eltern sind gekommen, sie kommen mit den Kindern gut zurecht und fanden Weg überall hin, wo sie hin mussten. Wir haben besprochen, dass sie die Kinder nur bringen, wenn die Kinder es so wollen. Meine Tochter kam letztes Jahr nicht gerne, sie hatte Angst.

Ich habe Muskelkater in den Brüsten, habe Blähungen, sonst alles Ok! Nach dem Mittagessen habe ich sogar das große Geschäft geschafft – danach wird jeden Tag gefragt.

Und ich habe im Bad die ersten Fotos geschossen:

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Im alten Sommertop, das ich noch vor der Abnahme getragen habe. Darunter habe ich momentan eine Bandage, heute frisch gewechselt, und darunter die Pflaster. Die Schläuche gehen rechts und links aus der Brust raus. Ich sollte eigentlich heute den KompressionsBH bekommen, mal schauen wann.

Nachmittag kommt noch meine Schwiegermutter, am Abend mein Mann. Mehr passiert heute nicht. Ich kann gut laufen, mein Kreislauf ist in Ordnung. Alles gut 🙂

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