Vier Tage nach der Op durfte ich nach Hause fahren. Heute bin ich 7 Tage post Op und wollte über die Geschehnisse der ersten Woche Bilanz ziehen.

Beide Male durfte ich 4 Tage nach der Op heim, nachdem die Drainagen gezogen wurden.

Bei der Op wurden links 415, rechts 617 g Gewebe entfernt und somit wurden die zwei Seiten in der Größe ausgeglichen.

In den zwei OPs verlor ich also insgesamt links 1550 g und rechts 1950 g an den Brüsten. Schon Wahnsinn, oder? Sobald ich darf, werde ich mal probieren, 3.5 kg Pasta mit mir auf den Armen rumzutragen! Oder noch besser: Probier es mal zu Hause selber 😉

400 g  Grössenunterschied zwischen den Brüsten bedeutete etwa 2 Körbengrössen. Sowas fällt bei einer J/K Brust nicht so auf, wie es bei einer B und D Körbchen auffällt. Mein Mann hat es zum Beispiel nicht gesehen, ich habe es natürlich an den BHs gemerkt.

Im KH habe ich in den paar Tagen noch zusätzlich 500 g abgenommen. Bei der ersten Op waren es 700 g.

KompressionsBHs habe ich 2 Tage nach der Op bekommen. Bei der ersten BV 1 Tag post Op. Beide Male eins in Schwarz und eins in Weiß. Größe 85B/C diesmal und 90D/E bei der ersten Verkleinerung.

Die Drainagen haben links 120 ml und rechts 210 ml Wundflüssigkeit gefördert. Nach der ersten Op waren es links 170 ml, rechts 160 ml.

Blutdruck war am niedrigsten 90 zu 60 am Morgen der Entlassung. Zuletzt 100 zu 60 an mehreren Tagen.

Ich habe diesmal keine Schmerzmittel genommen, zuletzt einen zum Schlafen wegen Kopfschmerzen. Beide Male hatte ich Kopfschmerzen. Rückenschmerzen hatte ich nur nach der zweiten Op. Nur nach der zweiten Op habe ich mich erbrochen. Nur nach der ersten Op wurde ich ohnmächtig.

Ich wurde 2 Tage vor dem Eisprung operiert, wegen den Umständen hat sich allerdings mein Eisprung im Vergleich zu den vorherigen Monaten um 4 Tage nach hinten verschoben. Die erste Op wurde 4 Tage nach dem Eisprung durchgeführt. Dort kam meine Periode mit zwei Tagen Verspätung.

Die rechte Brustwarze spüre ich schon die erste Woche, die linke nicht, genauso war es auch nach der ersten Op. Diesmal macht aber vielleicht die rechte BW probleme, ihre Farbe ist dunkler – Durchblutungsstörung (hoffentlich entwickelt daraus keine Nekrose).

Beide Male habe ich das erste mal 2 Tage post Op die Haare gewaschen.

Mein Kreislauf war etwa 24 Stunden nach der Op wieder in Ordnung und ich konnte alleine rumlaufen, ohne umzukippen. Nach der ersten Op war mir allerdings in den 4 Tagen im Krankenhaus die ganze Zeit schwindelig.

Die Steristrips von den Narben musste ich 5 Tage post Op selber abziehen (nur unten). Die waren auch ganz schön versifft, so kriege ich zumindest keine Infektion davon. Um die Brustwarzen herum stehen die Nähte raus und kleben am Pflaster, da wage ich mich nicht ran, das soll dann wirklich die Ärztin machen. Nach der ersten Op wurden die Strips beim Fädenziehen von der Ärztin abgemacht.

Die Fäden werden diesmal nach 10 Tagen gezogen, nach der ersten Op wurden sie nach 8 Tagen entfernt.

Bei den größeren post-Op-Brüsten nach der ersten Op zogen die Narben unten viel mehr, wenn ich aufgestanden bin, als jetzt bei den kleinen Brüsten.

Und jetzt zu den Fotos:

Unter den Steristrips sieht die Narbe sehr schön aus. Die Stips sind blutig und versifft mit wundflüßigkeit, einfach nur eklig.

Vorher-Nachher Vergleich: oben vor und 7 Tage nach der ersten Op, unten vor und 7 Tage nach der zweiten Op

Die zwei Brustwarzen, die rechte hat einen dunklen Fleck, Durchblutungsstörung. Ich mache ab und zu mal Wärmeflasche drauf, die soll die Blutgefäße erweitern und die Blutversorgung verbessern. Ob es hilft, bleibt abzuwarten. Ich glaube, Donnerstag beim Fädenziehen werde ich darüber mehr erfahren.

Mein Mann hat das Rezept für die ScarFx Pflaster und fürs Silikongel in der Apotheke abgegeben. Natürlich mussten sie die Sachen beim Großhändler erfragen und der sagte, in ganz Deutschland sind sie nicht lieferbar. Heute hat die Apotheke angerufen, dass sie die Pflaster direkt beim Hersteller bestellen konnten und er schickt mir auch Proben vom Silikongel – dies wird nämlich nicht von der KK bezahlt und kostet eine 60 ml Flasche 89 Euro. Ich kann erstmal probieren und wenn ich damit zurecht komme, selber bestellen. Und stimmt, als ich bei der TKK angerufen habe, habe ich nur namentlich nach ScarFx Silikonpflaster, aber nicht nach dem Gel gefragt. Es ist laut der Apotheke tatsächlich so, dass die TKK die Kosten fürs Pflaster übernimmt und ich bekomme sie diese Woche, wenn sie mit der Post ankommen – ich muss sie dann in der Apo abholen. Ob bis Donnerstag, das ist unsicher. Donnerstag kommen die Fäden raus und wenn alle Narben zu sind, könnte ich schon mit den Pflastern anfangen. Gestern abend gab es noch eine Stelle unten, die genässt hat.

Die Brüste brennen seit 1-2 Tagen, als hätte ich Muskelkater drin, sie tun aber nicht weh. Ich könnte auch duschen, wenn ich wollte, ich möchte aber noch nicht, ich mache meinen Oberkörper mit einem Lappen immer sauber.

Wie ich mein Gesamtbild im Spiegel jeden morgen angucke, sehe ich, dass es stimmig ist, die Brüste passen genau zu mir, sie sind nicht zu klein und ich empfinde sie auch nicht zu groß. Sie sind genau richtig 🙂 Ich habe immer noch Sanduhrfigur (mit Speck). Ich lege mich oft hin, so ist es wegen den Nähten am bequemsten. Morgens stehe ich allerdings früh auf, weil ich einfach nicht so lange auf dem Rücken liegen kann. Dann döse ich halt tagsüber ein-zwei Stunden und gehe spät Abends ins Bett. Spazieren war ich fast jeden Tag, seitdem ich zu Hause bin. Eine kleine Runde kann ich drehen, danach bin ich aber müde und lege mich auf meine Schaukel-Liege, die ich von der Oma meines Mannes geerbt habe. Fuessteil und Rückenlehne kann man verstellen, schaukelt schön und ich habe meine Ruhe (haha, eigentlich gar nicht, weil meine Kinder mich immer belagern).

liege

Im Bett polstere ich mich mit Kissen aus. Unter den Knien liegt mein Stillkissen, rechts und links an den Seiten ein 80×40-er Kissen. Sie verhindern, dass ich mich auf die Seite drehe. Momentan schläft mein Mann nicht mit im Bett, damit ich genug Platz habe. Da ich nicht so lange auf dem Rücken liegen kann, drehe ich ab und zu mal meinen Unterkörper etwas auf die Seite, die Knie kippen dabei auch auf die Seite, während ich immer noch auf dem Rücken liege. Das seitliche Kissen ziehe ich ran und liege mit dem Po halb drauf. Das entlastet schon mal ein wenig.

Das nächste mal melde ich mich Donnerstag und erzähle, wie es beim Fädenziehen war, was die Ärztin oder der Chirurg zu der dunklen Brustwarze sagt und was die Pflaster machen. 🙂

 

 

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