Liebe Leonie,
ich werde nun doch schon meine Geschichte schreiben, damit anderen Frauen so schnell wie möglich geholfen werden kann mit meinen Tipps. Hoffe ich jedenfalls 🙂
Also:
Bei mir fing es vor etwa 2 Jahren mit argen Spannungskopfschmerzen an, die dann zeitweise sogar zur Migräne ausarteten. 😦 Kam alles vom Nacken. Ich muss dazu sagen, dass ich im Büro arbeite, also Schreibtischarbeit. Später kamen dann arge Rückenschmerzen dazu und wenn ich nackt da stand, konnte man mein Hohlkreuz sehen.
Gott sei Dank gibt es in meiner Firma die Möglichkeit, sich massieren zu lassen. Anfangs tat ich dies 1 mal die Woche, dann musste ich zwei mal pro Woche hin, um etwas Ruhe von den Schmerzen zu bekommen. 25 Minuten Massage kosteten mich jedes mal 20 €, dass war auf die Dauer schon recht teuer, wie sich ja jeder selbst ausrechnen kann.
Irgendwann erwähnte mein Masseur, dass er davon ausgeht, dass die Schmerzen von meinen Brüsten kommen könnten. Na super, dachte ich im ersten Moment. Da es aber gar nicht besser wurde, wurde mir dann von meinem Arbeitgeber ein höhenverstellbarer Tisch zur Verfügung gestellt, was leider auch nicht das gewünschte Ergebnis Linderung brachte. Manchmal ging es mir so schlecht, dass ich mich überhaupt nicht mehr konzentrieren konnte.
Da gar nix mehr half, ging ich zum Orthopäden. Der verschrieb mir erst mal KG. Aber das geht ja auch nicht so oft. Ich bekam 2 Rezepte, dann bin ich zu meiner Hausärztin, da ich zusätzlich noch Schmerzen im linken und später auch rechten Arm bekam. Also wieder KG. Aber auch das half nichts….
Kurz und gut, ich rief bei meiner KK an und fragte, was ich tun muss, um Bewilligung einer BV. Also ich muss sagen, die Frau war super lieb und hat mir viele Tipps gegeben. Dafür danke ich ihr heute noch 🙂
Ich ging also wieder zum Orthopäden, damit er mir ein Schreiben aufsetzt, indem steht, dass eine BV unbedingt nötig ist. Dies tat er dann auch (natürlich gegen Bezahlung, dass war es mir aber wert). Er schrieb sogar rein, dass es auf Dauer mit Massagen und KG teurer käme als diese einmalige BV. (schrieb ich ja oben schon)
Das schickte ich dann mit einem persönlichen Schreiben an meine KK. Dazu sendete ich auch gleich Fotos mit (die verlangen sie sowieso). Bei mir kam auch noch unter der Brust, in der Falte, arger Hautausschlag hinzu. Im Sommer war es am schlimmsten. Aber auch im Herbst oder Winter hatte ich diesen. Davon machte mein Mann auch Bilder und ich sendete diese mit.
Ok soweit so gut. Ich wartete eine Woche, dann kam ein Schreiben meiner KK, dass sie noch folgende Unterlagen benötigen:
Eine Einschätzung vom plastischen Chirurgen (inkl. Bilder und vorgemalter Brust, wie es aussehen sollte), dass kostete mich 60 €, da es eine Privatpraxis war. Aber auch das war es mir wert.
Dann wollten Sie noch ein Schreiben meiner Haus-oder Frauenärztin, dass keine organischen Gründe, für mein Leiden vorlagen. Dies bekam ich dann auch ganz schnell von meiner Frauenärztin.
Dies schickte ich dann alles nochmals mit einem persönlichen Schreiben von mir. Dauerte leider 4 Wochen, da die Unterlagen vom plastischen Chirurgen ewig nicht kamen – nach zehn Anrufen, erhielt ich sie dann… sogar mit einem Entschuldigungsschreiben von seiner Assistentin, was ich ganz toll fand.
Als ich die Unterlagen dann hingesendet hatte (vorab schon per Email, damit es schneller geht), hatte ich wieder eine Woche später ein Schreiben  meiner KK im Briefkasten. Und da stand dann drin, dass ich mich am 22.11.2013  beim MDK vorstellen soll. Oh je dachte ich. Das wird dann gar nix. (Ich las vorher natürlich im Internet darüber, was auf mich zukommen könnte und machte mich dadurch noch verrückter) man liest da ja auch nicht soviel gutes drüber.
Aber ich hatte dann eine wirklich super nette Ärztin, die sogar erlaubte, dass mein Mann mit rein durfte. Sie machte dann auch nochmal Fotos meiner Brüste, ich musste meine Größe und Gewicht angeben und ein paar Fragen beantworten.  Das wars dann schon. Sie sagte, dass sie mir jetzt leider nicht sagen könnte, ob es klappt aber wir merkten ihr an, dass sie hinter meiner Sache stand. Es würde aber am Freitag noch eine Entscheidung fallen und diese wird dann per Fax an meine KK gesendet.
Da ich ja kein Mensch bin, der Geduld hat, rief ich natürlich am Nachmittag bei meiner KK an 🙂 die bekamen aber nichts bis zum Feierabend (ich bat um sofortigen Rückruf).
Am Montag rief ich wieder an, war aber auch noch nix da (ich rief in Wiesbaden an) aber sie schickten es vom MDK direkt nach FFM, was ich dann bei dem endlich erwarteten Anruf mit bekam. Die nette Frau sagte mir, dass meine Anfrage auf die Mammareduktionsplastik bewilligt wurde. Ab diesem Zeitpunkt weiß ich nichts mehr von dem Gespräch, da ich so überglücklich war. Aber ich bedankte mich dann einen Tag später nochmal bei der Dame. Das schriftliche OK bekam  ich ein paar Tage später.
Am Donnerstag, den 05.12.2013 bekam ich dann einen Termin im KH zum Vorstellungsgespräch. Da wurden auch wieder Fotos von der Ärztin gemacht (die übrigens auch super lieb war) und ich musste ein paar Fragen beantworten. Ich bat um einen kurzfristigen OP – Termin, am besten vor Weihnachten. Dies klappte dann auch super, am 10.12.2013, wurde ich operiert. Jetzt vier Wochen später, bin ich immer noch so glücklich, dass alles so reibungslos geklappt hat…. es hat keiner daran geglaubt, inkl. aller Ärzte, mein Mann und mir. Aber manchmal kommt eben alles anders, als man denkt.
Zum Abschluss noch meine Daten vor der OP: Ich bin 1,68 groß, wiege 70 kg und hatte Körbchengröße 75 E obwohl mein Arzt schon eher auf 75 F getippt hatte. (Ja, der BH hatte auch etwas eng gesessen am Ende, also sage ich jetzt mal, dass ich 75 F hatte.
Man hat mir in der rechten Brust 257 gramm und in der linken 400 gramm Gewebe entfernt und dies mit der T-Methode. Jetzt habe ich eine 85 B und das reicht mir auch vollkommen aus. 
Liebe Mädels, ich hoffe, dass ich euch ein wenig helfen konnte.
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Liebe Grüße,
Katrin
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