9 Wochen und 1 Tag nach der zweiten Brustverkleinerung

Gestern hatte mein Sohn Namenstag und genau an so einem Tag in der Mittagspause habe ich einen Termin bei meinem Chirurgen für die Nachkontrolle bekommen. Es war ziemlich hektisch, mein Mann musste auf die Kinder aufpassen, weil meine Schwiegermutter verreist ist. Nachmittag haben wir den Attila Tag in einem Spielhaus gefeiert. Und ich musste im Wartezimmer 45 Minuten warten – und damit musste mein Mann mit den Kindern auf mich warten und die Arbeit von meinem Mann musste auf meinen Mann warten und das Spielhaus musste auf mich und die Kinder warten 😉

Na gut, egal, weil ich nach 5 Minuten schon fertig war und gehen durfte.

Ärzte unter Zeitdruck – kennt das jemand?

Aus diesen 5 Minuten habe ich auch was wichtiges gelernt: man sollte nicht alles überdramatisieren, alles ist halb so wild, wie man denkt. Speziell denke ich hier an die vielen Löcher, die in meiner Narbe in den letzten Wochen nach und nach entstanden und wieder verheilt sind. Die selbstauflösenden Fäden brauchen 180 Tage, um sich aufzulösen und können in dieser Zeit durchstechen! 6 Monate?! Was ich gedacht habe, dass es Eiter ist, was aus diesen Löchern weiße Flüssigkeit rauskommt, ist nur Fibrin, wird für die Blutgerinnung benötigt. Ich brauche diese kleine Stelle nicht mal abzukleben, kann ein bisschen im BH rumnässen, so heilt es am besten. Als ich Kompresse draufgetan habe, klebte diese in die Wunde und sie wurde aufgerissen, als ich die Kompresse abgenommen habe. Danach habe ich lieber ein Pflaster draufgeklebt. Der Chirurg meinte, Pflaster ist auch ok.

Jetzt darf nichts mehr passieren, auch mit dem Oberkörper darf ich rumwedeln und rumturnen – speziell auch Tischtennis machen. Die Durchblutungsstörung der Brustwarze ist auch Geschichte und erledigte Sache. Ich habe noch ein Rezept für ein Set ScarFx Silikonpflaster bekommen, er hat noch einige Fotos gemacht und als ich wieder angezogen war, meinte er, die Brüste sind gar nicht zu klein, die passen doch zu mir. 😀 Hehe, ich weiß noch, dass er vor der Op meinte: Sie werden zu klein sein, aber SIE wollten es so

Damit wär ich bei ihm fertig und brauche keine Kontrollen mehr. Das schrieb er auch meiner Frauenärztin, bei der ich nächste Woche meine jährliche Kontrolle haben werde.

Zum Abkleben der seitlichen Narben meinte er, er denkt nicht, dass die Narben noch breiter werden. Als ich sagte, dass sie erst 3-5 Monate nach der ersten Op auseinandergegangen sind, hat er sich gewundert. Aus diesem Grund werde ich die Narben seitlich doch abkleben und gucken, ob es was hilft. Zumindest bis zum sechsten Monat post Op. Heute früh habe ich es auch getan, ich nahm diesmal die sterile Opsite Flexigrid Fixierfolie. Ich habe eine 15 x 20 cm Packung (mit 10 Folien) gekauft und eine Folie konnte ich in vier 20 cm Streifen schneiden. Länger brauche ich sie an den Seiten auch nicht. Diese klebt man genauso auf, wie die anderen Folien. Da sie steril ist, kann sie bis zu 14 Tagen auf der Narbe bleiben. Sie soll auch lange drauf bleiben, damit die empfindliche Haut beim Abziehen nicht verletzt wird (wer empfindliche Haut hat). Darunter sollte man die Narbe trotzdem morgens, abends überprüfen.

Damit ist für mich ein Lebensabschnitt abgeschlossen und mein restliches Leben ohne Monsterbrüste kann beginnen! 😀

Einige Ziele habe ich mir auch schon gesetzt: 15 kg abnehmen, Halbmarathon laufen und natürlich einige Tischtennis-Weltmeisterin-Titel gewinnen 😉 Na ja, ob ich alles erreichen kann, wird sich schon zeigen. Ich gebe mir Mühe.

 

 

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