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6 Monate nach der zweiten Brustverkleinerung

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2 Wochen bis 6 Monate nach der zweiten Brustverkleinerung

Zwischen dem 5. und 6. Monat post Op ging es ein bisschen durcheinander mit der Narbenpflege. Meine Mutter war zwei Wochen lang bei uns zu Besuch und ich konnte in dieser Zeit keine Silikonpflaster benutzen (die Reinigung und das Trocknen war problematisch, da wir nicht in unserem Zimmer geschlafen haben). Dafür habe ich alle Narben mit der Fixierfolie dauerhaft beklebt. In der restlichen Zeit des Monats habe ich keine Folie oder Silikonpflaster benutzt, sondern zweimal am Tag mit Dermatix Silikongel die Narben einmassiert. In der Nacht schlafe ich weiterhin in dem Anita Kompressions-BH, tagsüber trage ich weiterhin Sport-BHs. 2-3 Mal kam es vor, dass ich für paar Stunden keinen BH anhatte.

Meine Narben sind wieder etwas heller geworden. An den Seiten (vor allem rechts) sieht es nicht sehr schön aus, doch breit geworden und wieder ist diese Narbe nach dem dritten Monat auseinander gegangen. Zwar nicht so sehr, wie nach der ersten Op, aber doch hätte ich mir dünnere Narben gewünscht. Das passierte trotz dass ich die Narben mit Fixierfolie abgeklebt habe, damit keine Zugkräfte entstehen. Es hat vielleicht etwas geholfen, aber die Genetik hat sich doch durchgesetzt. Alles klar, ich habe also getan, was in meiner Macht stand – für soviel hat es gereicht. Zufrieden bin ich damit trotzdem und die Narben behindern mich in keiner Weise in irgendetwas.

Dadurch, dass ich jetzt seit zwei Wochen strickt auf meine Ernährung achte, alles in der Kalorienzähler App eintrage (im Durchschnitt esse ich 1700 Kcal am Tag) und 3-4x die Woche Tischtennis spiele, nehme ich endlich ab und nicht zu! 😀 Bis jetzt sind 2,5 kg runter, bis zu meinem Vor-OP2-Gewicht habe ich noch 5 kg vor mir. Reinzukommen ist bekanntlich sehr schwer, wenn man schon drin ist (und nicht hungert), läuft es fast von alleine. Ich bin dadurch motiviert und habe das Ziel vor Augen, in der ersten Etappe mein Vor-OP2-Gewicht zu erreichen.

 

Vor-OP2-Gewicht: 84 kg (1 kg Brustgewebe wurde danach entfernt, also eigentlich 83 kg)

Höchstgewicht nach OP2: 90,7 kg (unglaublich, Ende Sommer kämpfte ich noch gerade mit der 80 kg-Marke)

6 Monate post-OP2-Gewicht: 88,3 kg

Erste Etappe: unter 83 kg

Zweite Etappe: unter 78 kg (mein Tiefstgewicht nach OP1)

Endziel: 19 kg Fett loszuwerden, was ich durch Körperfettmessung überprüfen werde und nicht durch ein bestimmtes Körpergewicht definiere. Mein Zielgewicht hängt davon ab, ob ich in der Zeit Muskelmasse auf- oder abbaue, bzw. halte.

Es wird empfohlen, vor einer Brustverkleinerung das Zielgewicht zu erreichen und mit den neuen Brüsten nicht mehr viel zuzunehmen oder abzunehmen. Die Rede ist von maximal 5 kg in beide Richtungen, sonst leidet das Gewebe darunter und die Brüste hängen schneller. Ich habe es vor der ersten und zweiten Op nicht geschafft, auf mein Wunschgewicht zu kommen und seit der zweiten OP ging mein Gewicht auch schon 7,7 kg höher. Wer mag, kann auf die Auswirkungen auf der Vergleichsfotoreihe achten. Ich hoffe, dass ich dieses Jahr die restlichen 15-20 kg noch abnehmen kann (es wären 3 kg/Monat) und durch dieses Selbstexperiment die Frage beantworten werde: Wie verändern sich meine neuen Brüste, wenn ich nach der Brust-OP viel abnehme?

Vorweg gesagt, für mich ist es nicht wichtig, wie sie sich verändern werden. Sie werden auf keinen Fall so hängen, wie die Originalbrüste vor OP1. Niemand sieht sie (außer natürlich die, die hier lesen und die Fotos angucken werden) oder interessiert sich dafür, wie sie sind und für mich sind sie einfach nur praktisch klein und haben eigentlich keine Bedeutung (wieviel Frau ich durch die Brüste bin, was für Kleider ich anziehen kann). Was für mich wichtig ist, dass ich fit werde, noch lange aktiv und gesund bleibe, konkret: wie lange ich zB. noch Tischtennis spielen und dabei besser werden kann. Und dazu muss ich abnehmen.

Wenn sich die Brüste also durch minus 20 kg verändern, dann bitte schön.

 

 

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5 Monate nach der zweiten Brustverkleinerung

Gestern war der Tag, als meine neuen Brüste 5 Monate alt wurden. Ich habe wieder einige Fotos gemacht, die ich jetzt zeigen möchte.

Im letzten Monat habe ich in der Nacht weiterhin den Anita Kompressions-BH getragen und auf die Narben für die Nacht die ScarFx Silikonpflaster aufgeklebt. Meist waren sie 10 Stunden drauf. Auf den äußeren Narben trug ich Tag und Nacht Opsite Fixierfolie, die ich einmal die Woche gewechselt habe. Tagsüber, als die Silikonpflaster nicht drauf waren, habe ich die Narben einmal mit Dermatix Silikongel eingecremt. Dies natürlich nur dort, wo keine Fixierfolie drauf lag. Tagsüber trug ich im ganzen Monat Sport-BHs, es kam 1-2 mal aber vor, dass ich einen normalen BH ohne Bügel angezogen habe oder für paar Stunden keinen BH anhatte.

Ich habe nicht mehr oder weniger Sport gemacht, einmal war ich laufen und einmal habe ich Krafttraining gemacht, ansonsten hatte ich etwas mehr Tischtennis. Nachdem ich vor paar Tagen mit Fitness Blender anfangen wollte, habe ich mich erkältet, einen Magen-Darm Virus eingefangen, den mein kleiner Sohn danach auch noch gekriegt hat – so musste ich den Start verschieben. Jetzt geht es mir wieder gut genug und kann damit anfangen. Da ich mehr Tischtennis hatte, wurde die Narbe an der rechten Seite mehr beansprucht. Sie war aber außer bei einem Training immer mit Fixierfolie abgeklebt.

5 Monate nach der ersten Brustverkleinerung hatte ich viele Fotos von den Narben gemacht, so hatte ich jetzt für die Narben 5 Monate nach der zweiten Op einen Vergleich. Damals habe ich die Narben nicht behandelt, nicht gecremt, nicht beklebt, nicht massiert, den Kompressions-BH nicht so lange getragen, tagsüber ohne BH rumgelaufen. Diesmal war es anders und ich wollte wissen, ob die Narben mit Pflege besser aussehen werden. Ob es wert ist, Silikonpflaster zu kaufen – da sie ziemlich teuer sind (obwohl die KK sie mir bezahlt hat).

Meine Beobachtungen:

Ich finde die Narben immer noch zu dick im Vergleich zu normal heilenden Narben, aber ich finde sie viel besser, als nach der ersten Op. Die sind zwar noch rot und man sieht sie deutlicher, als um diese Zeit nach der ersten Op. An der Pflege liegt es nicht mehr, wahrscheinlich ist es wegen meiner Genetik, bzw. wegen Scher- und Zugkräfte, warum sie keine feine weiße Linien geworden sind. Ich habe alles für sie getan und mit diesem Ergebnis kann ich auch leben. Die Heilung ist noch nicht abgeschlossen, ab jetzt wird es allerdings nicht mehr schlechter, sondern die Narben werden heller und flacher. Dass sie heller werden, weiss ich von der ersten Op. Dass sie flacher werden, erhoffe ich von der weiteren Anwendung der Silikonpflaster und Fixierfolien.

Frontalansicht 1-3-5 Monaten post Op 1: Die Brüste sind abgeschwollen und haben sich gesenkt.

Frontalansicht 5 Monate post Op1 und Op2: Die Narben sind diesmal noch rot und deutlich zu sehen. Der Größenunterschied ist an der rechten Brust 617 g und an der linken Brust 415 g.

 

 

Ich finde, wo ich die Narben rund um die Uhr mit Fixierfolie abklebe, stehen sie nicht so ab, wie zum Beispiel an den Innenseiten der Brüste (am Dekoletè), wo ich das Silikonpflaster und das Silikongel drauf habe (beide zusammen eigentlich ebenfalls rund um die Uhr). Ich finde noch, dass die Narben überall besser aussehen, als nach der ersten Op, sie sind an den äußeren Seiten und unten nicht so auseinander gegangen, sie sind nicht so dick und zackig und stehen nicht so hervor. Die Narben am Dekoletè der linken Brust sehen alleine etwas schlechter aus, als nach der ersten Op. Mit der kurzen wulstigen Stelle kann ich allerdings leben.

Narben an den äußeren Seiten 5 Monate post Op1 und Op2

Narben an den inneren Seiten 5 Monate post Op1 und Op2

Narben in der T-Linie unten 5 Monate post Op1 und Op2 (links unten bei der aktuellen Lage sieht die Narbe bisschen komisch aus, der BH-Abdruck war etwas stark, so schlimm sieht es nicht aus)

 

An der rechten Brustwarze hatte ich eine Durchblutungsstörung und die obere Schicht ist paar Tage nach der Op schwarz geworden, abgefallen, abgestorben. Darunter blieb eine offene Stelle zurück, die etwa nach 2 Monaten vollständig mit neuer Haut bedeckt war. Unter der linken Brustwarze in der Naht entstand ebenfalls ein etwa 1 cm großes Loch (paar Millimeter tief), als eine Naht durchkam – 6 Wochen nach der Op. Dieses Loch brauchte nur 2 Wochen, bis es zu war. Beide Stellen heilen sehr schön, sie bekommen eine helle Farbe.

Brustwarzen 1-3-5 Monate post Op2: Die Durchblutungsstörung und das Loch sind schön verheilt.

 

Erst 10 Monate nach der ersten Op habe ich von den Narben weitere Fotos gemacht. So werde ich diesmal auch tun und kann sie wieder vergleichen. Zwischen dem 5. und 10. Monat haben sich die Narben nicht so viel verändert, außer dass sie hell wurden und nicht mehr rot waren. Sie sind nicht weiter auseinander gegangen. Trotzdem werde ich die Fixierfolien und Silikonpflaster weiter verwenden. Genauso trage ich den Kompressions-Bh weiterhin in der Nacht. Wie lange, das kann ich jetzt nicht sagen. Zur Zeit komme ich gut zurecht, wenn es aber wärmer wird, kann es sich mal ändern. Mal schauen. Im Kopf geplant habe ich 12 Monate insgesamt.

Der aktuelle Zyklus war der erste, in dem meine Brüste vor der Periode wieder angeschwollen sind und weh tun. Bis jetzt hatte ich damit keine Probleme. Die Narben jucken manchmal und in den Brüsten spüre ich ab und zu noch Sticheleien. Beim Tischtennis spüre ich nichts besonderes, laufen konnte ich auch ohne Probleme, nichts wackelt.

3 Monate nach der zweiten Brustverkleinerung

Ich habe mich lange nicht mehr mit einem Beitrag gemeldet. Ich habe vor 2 Wochen angefangen, wieder zum Tischtennis Training zu gehen, hatte 3 Spiele in der Zeit und war ziemlich kaputt und müde. Da ich sonst kaum was gemacht habe, gab es auch nichts, worüber ich hätte berichten können.

Ich habe die Narben in den letzten 4 Wochen fleißig abgeklebt. An den Seiten mit Fixierfolie, die etwa 5-7 Tage am Stück drauf war. Danach habe ich sie von oben nach unten an der Narbe entlang abgezogen, 24-36 Stunden die Narbe frei gelassen und danach vor dem nächsten Training wieder abgeklebt. Für die Nacht habe ich im letzten Monat konsequent mit dem Silikonpflaster abgeklebt (nur dort, wo keine Folie drauf war) und seit zwei Wochen klebe ich die untere lange Narbe ebenfalls mit Silikon ab (nur wo keine Folie ist). Das mache ich aus dem Grund, weil ich wegen der Folie zwei Stückchen Silikonpflaster nicht benutzt habe und ich wollte diese nicht im Schrank verstauben lassen. Wenn kein Silikon auf der Narbe ist, creme ich die Narben (wo keine Folie ist) mit Dermatix Gel einmal am Tag ein, massiere die Narben damit solange, bis alles trocken ist und der Silikon-Film entsteht. Es ist allerdings kein trockenes Gefühl, dieser Film rutscht irgendwie ein wenig. Die Narben unter der Folie massiere ich ebenfalls jeden Morgen (durch die Folie).

Ich benutze jetzt das ScarFx Silikonpflaster seit etwa 2 Monaten für 12 Stunden pro Tag. Sie sind jetzt nicht mehr so klebrig, wie am Anfang, aber sie halten noch, bis ich den BH anziehe. Ich merke aber, dass sie am oberen Ende unter der Achselhöhle immer runterklappen, sie werden aber vom BH dann noch gehalten. Ich denke mal, ich kann sie nochmal 4 Wochen verwenden, danach muss ich die neue Packungen aufmachen. Mit den Pflastern um die Brustwarzen herum und von dort nach unten habe ich keine Probleme, die sind auch nicht so lang und liegen in einem Bereich, wo die Armbewegungen sie nicht ablösen. Sie werden sicherlich länger halten. Mit den seitlichen Pflastern habe ich auch nur Probleme, wenn ich gerade keine Fixierfolie auf den Narben habe (wie heute wegen den Fotos), und ich die Pflaster anstatt der Folie aufklebe. Es kommt also nicht oft vor, aber es ist mir in diesem Monat schon aufgefallen.

Die neue Packungen Silikonpflaster hat mir der Chirurg nochmal verschrieben und ich habe sie gleich in der Apotheke geholt. Wenn ich diese auch 3 Monate lang verwenden kann, komme ich bis zum 7. Monat post Op. Ich habe geplant, so lange, wie möglich die Pflaster anzuwenden, eventuell bis zu einem Jahr (nur nachts). Ich werde also das dritte Set selber kaufen.

Für die Nacht ziehe ich immer den Anita KompressionsBh an. Tagsüber trug ich in diesem Monat Sport-BHs, Tank-Tops, die meine lange Narbe bedecken.

Ich habe diese Woche mit Hanteltraining angefangen. Kein vorgegebenes Video, sondern nur so einige Übungen, nicht zu viel nach oben strecken. Und ich habe es vor, ab sofort aufs Laufband zu gehen. Regelmäßig (3x pro Woche) in einem lockeren Tempo halbe Stunde durchlaufen. Ich berichte am 4. März, wie es sich für die Brüste angefühlt hat. Bei einem TT-Training haben wir Seilspringen gemacht – dies habe ich nach etwa 500 Sprüngen schon deutlich in einer Brust gespürt und habe aufgehört.

Eigentlich tun die Brüste nicht mehr weh. Ab und zu gibt es hier und da einen Druck oder die Narben ziehen und jucken. Die Nähte haben sich jetzt nicht mehr gemeldet, keine weiteren Löcher sind entstanden. Die Krusten sind alle ab.

Jetzt ändert sich nicht mehr so schnell etwas an den Brüsten, wie am Anfang, deswegen mache ich Fotos immer nur am vierten Tag des Monats, wie auch heute. Jetzt habe ich die zweite Op seit 3 Monaten hinter mir. Nach der ersten Op fingen die seitlichen Narben um diese Zeit an, breiter zu werden. Damals habe ich nichts dagegen unternommen, keine Silikonpflaster, kein Dermatix, keine Fixierfolie, keine Massage. Diesmal probiere ich diese erwähnten Techniken der Narbenpflege. Trotzdem sehe ich einige Veränderungen an meinen Narben. Ich hatte diesmal viele Probleme mit herausstechenden Fäden, Löchern, Durchblutungsstörungen. So sehen die Narben allgemein schlechter aus, als nach der ersten Op. Unten und an den Seiten fangen sie jetzt an, herauszustehen. Sowas habe ich zuletzt erst später beobachtet. Dafür finde ich, dass die Narben jetzt unten dünner sind und nicht so auseinander sind, wie 3 Monate nach der ersten Op. Soweit ich weiß, diese Erhebung der Narbe kann man mit der langfristigen Anwendung des Silikonpflasters wieder verbessern. An der Breite könnte man nichts mehr ändern.

Die Narben sind jetzt noch ziemlich rot, wenn man sie mit Blitz fotografiert. Es ist nicht so dramatisch ohne Blitz. Die seitlichen hypertrophen vom letzten Mal, die mich am meisten interessieren, waren 5 Monate nach der ersten Op immer noch lila. Von der Breite her verschlechterten sie sich zwischen dem 3. und 5. Monat deutlich und hauptsächlich nur in dieser Zeitspanne. Ich habe für die Nacht keinen BH mehr angezogen und tagsüber kam es auch öfters vor, dass ich keinen anhatte. Zwischen dem 5. und 10. Monat habe ich damals keine Fotos von den einzelnen Narben in Detail gemacht. Bis zum 10. Monat sind die seitlichen Narben unwesentlich breiter geworden, ihre Farbe ist heller geworden aber sie standen noch heraus. Mal schauen, wie sie sich jetzt weiterentwickeln. Monat 3 ist der Anfang, von jetzt an wird es interessant sein, ob die Silikonpflaster und die Fixierfolien etwas helfen werden.

 

Und jetzt folgen die Fotos 

1-2-3 Monate nach der zweiten Op: frontales Gesamtbild, seitliche Narben, untere Narben

Vergleichsbilder der 1. und 2. OP nach 3 Monaten: frontales Gesamtbild, seitliche Narbe rechts, links; untere Narbe rechts, links; Brustwarzen

 

 

3 Wochen nach der zweiten Brustverkleinerung

21 Tage nach der Op

Meine Eltern sind wieder abgereist und mein Mann hilft mir jetzt zwei Wochen lang. Da er aber nicht kocht, die Wäsche macht, oder sonst was, das in der Haushalt anfällt, bin ich doch dran. Vormittags waren wir auch oft spazieren, entweder nur so um die Häuser 30-50 Minuten lang, oder shoppen. Bis früh Nachmittag war ich dann jeden Tag fix und fertig und musste mich hinlegen. Mein Mann half mir eher nachmittags mit den Kindern, so konnte ich 1-2 Stunden schlafen und meist den ganzen Nachmittag und Abend entspannen – er beschäftigte währnddessen die Kinder (7 und 4J). Irgendwie war es mir auch oft schwindelig, so schaltete ich am Wochenende einen Gang runter, habe nichts gekocht und nichts weiter gemacht. Meine Schwiegermutter hatte an einem Tag die Kinder und hat uns viel zum Essen mitgegeben.

Ich musste diese Woche oft meinen Mann daran erinnern, dass er mit Umarmungen vorsichtiger sein soll, da ich an den Seiten lange Narben habe, an die er oft rankommt. Beim Fahren, bzw gefahren werden habe ich mit den Kurven ein ähnliches Problem: ich werde an die Seite gedrückt und somit eine seitliche Narbe zum Sitz – entweder rechts oder links. Die Schlaglöcher muss ich nicht erwähnen. Gestern bin ich dann das erste Mal selber gefahren – unsere Damenmannschaft hatte ihr letztes Spiel. Da es ein Heimspiel war, wollte ich unbedingt zugucken. Danach haben wir Sekt getrunken, einiges besprochen und die Vorrunde abgeschlossen. Eine Mannschaftskameradin meinte sofort, als sie mich gesehen hat, ja, die Brüste sind klein, umso größer sieht jetzt der Bauch aus 😉 Sie hat völlig recht, Problemzone Nr 1 ist ab sofort der Bauch. In Planung habe ich genommen, ihn bis zu meinem 41. Geburtstag Ende Mai weitesgehend loszuwerden. Im Februar geht es los mit meinem Sportprogramm, bis dahin achte ich auf die Ernährung.

Das Fahren an sich war gut, wenn die Strasse geradeaus verlief. Bei uns ist auch überall 30-er Zone, ich musste auch nicht scharf bremsen. Nur die Kurven waren nicht angenehm, auch wenn ich sie sehr langsam eingenommen habe. Muss ich nicht jeden Tag haben. Ich habe gerade nachgeguckt, nach der ersten Op bin ich 14 Tage post Op in der Stadt gefahren, jetzt 20 Tage danach.

Diese Woche hatte ich wieder Kontrolle beim Arzt wegen der Durchblutungsstörung der rechten Brustwarze. Das Pflaster wurde darauf gewechselt und der Arzt meinte, ich kann ab sofort mit dem Silikonpflaster und Silikongel anfangen, da alle Wunden zu sind (natürlich ausser der rechten Brustwarze) und ich kaum Krusten habe. So habe ich die ScarFX Pflaster gereinigt und mit der Anwendung angefangen, worüber ich auch Videos gezeigt habe. Ich komme mit beiden sehr gut klar. Ich habe zwei Tuben Contractubex an Eurapon zurückgeschickt und habe als Umtausch um eine 60 ml Tube Dermatix Silikongel dort gebeten. Beim ersten Mal hatte ich die Pflaster 5 Stunden lang an, beim zweiten Mal 9 Stunden. Eigentlich hätte ich nur um 2 Stunden erhöhen sollen, ich war zu dem Zeitpunkt aber nicht zu Hause (war beim TT-Spiel), deswegen ist es später geworden. Man muss sich daran gewöhnen. Nach 9 Stunden wollte ich sie wirklich nur noch runter haben.

Jeden Abend lasse ich auch etwas Luft auf die Narben, indem ich den KompressionsBH ausziehe und oben ohne vor dem Fernseher liege – eine Serie gucke ich so, etwa 45-50 Minuten (danke für den Tipp, liebe A.!). In den letzten Tagen spüre ich die unteren Narben deutlicher, sie ziehen. Das Stechen in der Brust hat aufgehört, im Gewebe tut nichts wirklich weh, manchmal spüre ich doch etwas Unangenehmes in der rechten Brust mit der Durchblutungsstörung. Die Haut von den Brüsten pellt ab, aber weit nicht so schlimm, wie nach der ersten Op, obwohl ich es damals erst 5 Wochen post Op notiert habe. Es kann also sein, dass es jetzt erst der Anfang ist.

Ich schlafe weiterhin auf dem Rücken, bzw. auch mal halb seitlich, aber noch nicht auf der Seite. Nach der ersten Op habe ich 25 Tage später schon normal auf den Seiten schlafen können.

Ab sofort dusche ich normal jeden Tag, ich lasse aber so wenig Wasser auf die Narben, wie möglich. Ich habe ein eigenes Handtuch für die Brüste, für unten und für die Haare, ich wechsele sie jede Woche.

Fotos habe ich natürlich auch:

7-14-21 Tage post Op von vorne. Die Narben sehen immer schöner aus, finde ich 🙂

14-21 Tage post Op Seiten. Ich glaube, die Schwellung um meine Körpermitte, um den Brustkorb herum geht langsam ab. Der Abdruck des KompressionsBHs ist viel schwächer jetzt.

15-21 Tage post Op Brustwarze mit Durchblutungsstörung. ACHTUNG! Offene Wunde zu sehen! Heilte schön in 6 Tagen, wie ich finde.

Narbenpflege und Narbenheilung

Ist eine Narbe blass oder gerötet, juckt oder schmerzt sie, gibt es den Verdacht auf gestörte Narbenheilung (bei frischen Narben alles normal). Ich habe vor der zweiten Op schon über die Narbenheilung recherchiert und hier geschrieben. Wie ich die Datenmenge interpretiert habe, sind für schöne Narben folgende Sachen wichtig:

  • Genetik
  • Kompression
  • Reizungen und Reibungen vermeiden
  • Zugkräfte minimieren
  • mit irgendeiner Creme einmassieren
  • so früh wie möglich mit der Behandlung anfangen

Die genetische Seite ist gegeben, damit kann man nichts anfangen. Kann sein, dass man alles andere für eine unauffällige Narbe tut, trotzdem klappt es nicht, weil man z.B. zu Keloidbildung neigt.

Die Narben brauchen Kompression und ein KompressionsBH in der Kompressionsklasse II (25-30 mm Hg) ist da schon notwendig. Den BH sollte man Tag und Nacht monatelang tragen. Einige Ärzte empfehlen einen Sport-BH. Ich weiss allerdings nicht, ob Sport-BHs eine vernünftige Kompression auf die Narben ausüben – eher nicht, sie dienen einem anderen Zweck. Ich habe beide Male von Anita einen KompressionsBH bekommen, der Preis liegt mit Stuttgarter Gürter um die 200 Euro ohne um 160 Euro. Ich finde diesen BH super, weil er an der Seite sehr hoch ist und meine langen Narben bedeckt. All meine Sport-BHs waren an den Seiten zu niedrig und drückten auf die Narbe. Meist wird aber icht so hoch geschnitten, wie bei mir, kann sehr gut sein, dass bei anderen Verkleinerten auch ein Sport-BH ausreicht. Es gibt auch billigere Alternativen, wie CAROMED Kompressions-Sport-BH für 90 Euro, wenn man auf die Kompressionsklasse achten will.

Ich habe gelesen, dass gegen hypertrophe Narben und Keloide die Kompressionswäsche oder Druckverband sogar 6-12 Monate lang getragen werden sollte! Vom Arzt werden 4-6 Wochen empfohlen, aber nicht wegen den Narben, sondern wegen der Heilung des Brustgewebes, der Brustform und wegen dem Abtransport von Lymphödemen, wegen der Abschwellung der Brust.

Anita KompressionsBH bei Ebay für 137 Euro

 

Der BH reibt bei Bewegungen immer an der Narbe und dies verursacht einen ständigen Reiz. Überschüssiges Gewebe wird produziert und die Wunde geht in die Breite. Dagegen hilft, wenn man die Narbe abklebt, zB. mit Silikonpflaster. Es muss aber kein Silikon sein, es gibt auch Polyurethanfolien (Fixierfolien, Folienverband), die nicht nur die Reibung verhindern, sondern auch gegen Infektionen und Zugkräfte wirken. Vor allem an der seitlichen Narbe unter dem Arm wirken fiese Zugkräfte (vor allem, wenn man Tischtennis spielt, wie ich). Dafür klebt man die Wunde so ab, dass das Pflaster oder die Folie an beiden Seiten mindestens 1 cm über die Narbe geht, evtl. klebt man nicht der Narbe entlang, sondern quer ab. Silikonpflaster enthalten keinen Wirkstoff, der irgendwie in die Narbe zieht, ihre Wirkung ist nur mechanisch, sie halten das Wasser zurück und somit die Narbe weich und hydriert. Da sie ziemlich teuer sind, kann man die günstigere Alternative einer Fixierfolie überlegen, die ebenfalls wasserundurchlässig ist. Mit all diesen Folien darf man auch duschen.

Epiderm Silikonpflaster (wiederverwendbar, alle 12 Stunden waschen)

ScarFx Silikonpflaster (wiederverwendbar, alle 12 Stunden waschen)

Opsite Flexifix Fixierfolie (einweg, kann bis zu 7 Tagen auf der Narbe bleiben)

Es gibt noch einige Silikonfolien-Anbieter, wie ich fand, ziemlich teuer und für mich zu kleine Pflaster (Scarban, Novagel, Dermatix)

Ich habe vom Arzt ScarFx verschrieben bekommen, ausserdem bestellte ich mir eine Rolle Opsite Fixierfolie. Leider hat nur das ScarFx Silikonpflaster die Länge, die meine 42 cm Narbe vollständig bedeckt. Die Fixierfolie ist 10 m lang, ich kann sie mir zurechtschneiden. Die Folien kann man auf die Narben tun, sobald die Krusten abgefallen sind und natürlich die Wunden alle zu sind. Bei mir fielen die letzten Krusten 5 Wochen nach der ersten Op ab. Wie es diesmal sein wird, darüber werde ich berichten. Aus wissenschaftlichen Untersuchungen kommt heraus, dass die Pflaster und Folien 3 bis 6 Monate lang angewendet werden sollten.

 

Eine Kompression zu erzeugen und Reibung&Zugkräfte zu vermeiden sind die wichtigsten Sachen bei der Narbe. Ausserdem kann man sie jeden Tag 2-3 mal mit einer Creme der Naht entlang massieren, um die Narben hydratisiert zu halten. Es kann ein Silikongel (ohne Wirkstoff) oder eine andere Creme mit Wirkstoffen sein. Das Silikon ist wasserundurchlässig und hält die Narbe so hydratisiert und weich. Gute Resonanz hat das Dermatix Silikongel, Contratubex Gel (mit 3 Kombinationswirkstoffen), oder einfach die Bepanthen Wundsalbe. Das Contratubex Gel enthält ein Zwiebelextrakt (abschwellend, entzündungshemmend, antiallergisch und tötet Bakterien ab), Heparin (wachstumshemmend, auflockernd, entzündungshemmend, antiallergisch, fördert die Wasserbindung) und Allantoin (reizmindernd, fördert die Aufnahme der anderen Wirkstoffe). Contractubex wird seit Jahrzehnten für die Narbentherapie verwendet, es ist viel günstiger als zB. Dermatix.

Mit dem Eincremen kann man so früh wie möglich anfangen, nachdem die Fäden gezogen wurden und die Wunden zu sind, also im Normalfall 2-3 Wochen nach der Op. Creme 1-3 mal am Tag dünn auftragen, der Narbe entlang 5 Minuten lang einmassieren, danach paar Minuten trocknen lassen. Bis zu 6 Monaten kann man die Narben ruhig eincremen, es dauert leider ziemlich lange!

Ich habe noch eine kleine 15 g Tube Dermatix vom letzten Mal – damals habe ich es nicht für meine Narben verwendet. Dieses Gel werde ich aufbrauchen. Ich habe mir noch 100 g Contratubex Gel besorgt, das zwar bei meiner Narbenlänge auch nicht sehr lange halten wird, aber für 6 Monate Welten billiger sein wird, als Dermatix.

Dermatix Ultra 60 g Silikongel bei Eurapon jetzt für knapp 80 Euro

Contratubex Gel 100 g bei Eurapon jetzt für knapp 22 Euro

(Einweg Opsite Flexifix Fixierfolie 10 cm x 10 m ebenfalls bei Eurapon jetzt am billigsten für knapp 31 Euro, oder einweg Opsite Flexifix Gentle mit Silikonbeschichtung 10 cm x 5 m bei Eurapon für knapp 67 Euro)

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Natürlich muss nicht jeder so einen Akt aus der Narbenpflege machen! Man sagt auch, weniger ist mehr und wer nicht zur Bildung von wulstigen Narben neigt, braucht gar nichts. So habe ich es auch nach der ersten Brustverkleinerung gehandhabt. Um die Brustwarzen herum und von dort runter sind meine Narben schön geworden, nur an den Seiten wurden sie wulstig. Diese sind auch erst nach dem dritten Monat auseinandergegenagen, als ich wieder angefangen habe, ganz normal Sport zu machen und den KompressionsBH wegzulassen. Wegen diesen Erfahrungen mache ich es jetzt anders. Ich trage den BH länger (geplant ein halbes Jahr, also bis Ende des Frühlings) und versuche den Zugkräften entgegenzuwirken (Folien drauftun und mit Sport später anfangen).

 

Ich habe noch in wissenschaftlichen Artikeln nachgelesen, was die Forschung neulich über diese Silikonpflaster und Cremes rausgefunden hat.

In dieser Studie aus dem Jahr 2013 konnten die Probanden über keine signifikante Verbesserung nach der Verwendung der Silikonpflaster berichten (Narben auf einer Körperhälfte wurden nur behandelt, allerdings nur 3 Monate lang – könnte zu kurz gewesen sein).

In einem anderen Artikel (2013) wurde untersucht, ob Silikongele und stinknormale Feuchtigkeitscreme über ähnliche wasserspendende Wirkung verfügen. Und ja, das ist der Fall. Allerdings hielten Silikonfolien die Feuchtigkeit viel besser in der Narbe zurück, als Silikongele/Feuchtigkeitscreme.

Eine weitere Untersuchung (2009) wollte wissen, was besser ist: Silikonfolien, Silikongels oder Contractubex Gel. Verbrennungsopfer wurden 6 Monate lang behandelt und laut den Auswertungen schnitten die Silikonprodukte besser ab als das Contractubex Gel. Ob Verbrennungsnarben mit unseren Verkleinerten-Narben vergleichbar sind…?

 

Nützliche Infos über die Narbenentwicklung, Gele und Pflaster. Sehr gut verständliche Beschreibung, kann ich nur zum Lesen empfehlen!

Dieses PDF Dokument über pathologische Narben und Narbentherapien habe ich schon früher empfohlen. Vieles über die Kompression, Silikonpads und Gels und andere Methoden steht geschrieben. Sehr empfehlenswert zu lesen!

 

 

 

 

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