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Die Drainagen sind raus

Es ging heute früh alles ganz schnell, ich habe mich kaum umgeguckt, war ich schon entlassen. Vor der Visite hat die Schwester den Flüssigkeitsstand in den Flaschen abgelesen und gesagt, dass links 20 ml und rechts nichts nachgelaufen ist! Insgesamt waren links 120 ml und rechts 210 ml Wundsekret in den Flaschen. Was natürlich nicht alles gleichzeitig in den Brüsten war, sondern nach und nach ausgesondert wurde. Unter 20 ml können die Drainagen gezogen werden und man kann heim. Ich wundere mich immer wieder, wie Patientinnen aus Privatkliniken schon am nächsten Tag nach Hause geschickt werden können?

120 ml und 210 ml sind schon ein großer Unterschied und beim Ziehen der Drainage stellte sich auch heraus, wieso. Die Ärztin hat zuerst die Fäden durchgetrennt, dann musste ich tief Luft holen und zur selben Zeit zog sie den Schlauch heraus. Sie sagte gleich zu der Schwester neben ihr Ups, schnell Druckverband! Da spürte ich schon, dass mir was an der Seite runterläuft. Es war ein Schwall von Wundsekret, der mit dem Schlauch zusammen rausschoss. Die Ärztin meinte, der Schlauch musste verstopft sein und die Flüssigkeit konnte nicht abfließen. Sie hat noch bisschen auf die Brust gedrückt, da lief nochmal und nochmal was nach, danach wurde das Loch abgeklebt. Beim Ziehen habe ich schon was gespürt, aber an der anderen Seite war es danach noch deutlicher. Der Schlauch steckte ziemlich tief drin, von der Seite unten bis unter der Brustwarze auf der anderen Seite, bestimmt 8–10 cm. Es war ein Gefühl, als würde etwas unter den Klamotten auf der Haut krabbeln, nur eine Etage tiefer. Weh hat es dort nicht getan, am Loch selber war es eher unangenehm. Ich weiss, dass ich nach der ersten Brustverkleinerung die Schläuche unter der Haut nicht gespürt habe. Ich weiss nicht, wie üblich es ist, sie so weit reinzuschieben.

Ich soll das Pflaster morgen selber entfernen und die Steristrips von den Wunden. Ähm, na klar! Es wäre besser für die Nähte, wenn sie nicht im Wundsekret aufweichen. Hmmm…  zuletzt musste ich es nicht machen, beim Fädenziehen wurde es entfernt, 9 Tage post Op. Na mal schauen, ich frage nochmal im Forum nach.

Die Ärztin hat noch gesagt, dass sie bei der Op dabei war und sie findet dieses Ergebnis viel schöner, als das vorherige. Sie fragte mich, ob ich zufrieden damit bin. Das konnte ich nur bejahen 🙂 Sie las mir noch aus dem Op Bericht vor, dass links 415 und rechts 617 gramm entfernt wurden und die histologischen Ergebnisse negativ waren. Ich habe noch das Rezept für die Silikonpflaster und das Gel, den Entlassungsbrief, den Op Bericht und den histologischen Befund bekommen und damit wurde ich entlassen. Termin fürs Fädenziehen habe ich für 10 Tage post Op bekommen und den Termin für 6 Wochen post Op soll ich später vereinbaren.

Bis dahin habe ich schon fast alles gepackt, habe meine Eltern angerufen, die mich bald darauf abgeholt haben. Meine Mutter hat Pralinen mitgebracht, die ich im Schwesterzimmer als Dankeschön abgegeben habe.

Meine Kinder waren noch nicht Zuhause, zuerst kam meine Grosse (7), sie wagte sich kaum sich an mich zu kuscheln und brauchte ein bisschen Zeit. Mein Kleiner (4) stürmte dagegen rein und hat mich laut begrüßt, er hat mich sehr vermisst und hat oft gesagt, dass es so schön ist, dass ich wieder daheim bin und zu Hause schlafe. Sie haben mich im Krankenhaus nicht besucht, meine Tochter hatte Angst wegen der Zimmergenossin beim letzten mal, die nur ein Bein hatte. Ich habe ihnen aber 2 Fotos von mir geschickt, die haben gesehen, dass es mir gut geht und sie waren durch meine Eltern gut abgelenkt. Es hat gut funktioniert.

Dies alles passierte 4 Tage nach der Brustverkleinerung.

Die Pflaster sind ab

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Allgemein ist bei mir alles in Ordnung, die Brüste tun nicht weh, KompressionsBHs sitzt, ich kann mich unten abduschen, oben mit Waschlappen sauber machen, Zähne putzen geht mit einer normalen Zahnbürste, Rückenschmerzen sind nicht mehr geworden, sind auszuhalten, ich schlafe gut, ich kann längere Zeit rumlaufen, Kreislauf ist wie immer – 3 Tage nach der zweiten Brustverkleinerung.

Heute früh kam die Ärztin zusammen mit dem Frühstück, ziemlich früh 😉 Da links 40, rechts 30 ml Wundflüssigkeit nachgelaufen sind, müssen die Drainagen noch drin bleiben. Dafür hat sie aber die Pflaster von den Nähten abgemacht, nur die Steristrips sind drauf geblieben. Ein bisschen hat es geziept, so schlimm war es aber nicht. Sie meinte, die rechte Brustwarze scheint etwas weniger gut durchblutet zu sein (wie ich sehe, ist sie etwas dunkler?), ist aber noch ok und wird beobachtet. Als wir fertig waren, flitzte ich ins Bad und habe meine Neuen begutachtet.

Die Größe gefällt mir sehr gut, sie werden vielleicht noch eine halbes Cup kleiner, wenn sie abschwellen und dann sind sie perfekt für mich. Wie der Arzt mich im Vorfeld gewarnt hat, sind sie doch etwas flach. Da sie aber weniger breit sind, wie vorher, ist für mich kein Problem. Wie ich sehe, werde ich noch trotzdem ein Dekolleté haben 😉 mehr brauche ich nicht, ganz im Gegenteil.

 

Da es hier schon um frische Narben geht, stelle ich die Fotos nur über den Link ein. Sorry wegen der Qualität, von Zuhause gibt es dann bessere Aufnahmen:
Gesamtbild von vorne und halb seitlich
Rechte und linke Brust aus der Nähe
6 Tage post 1.Op (oben) und 3 Tage post 2.Op (unten)

Heute bekomme ich wieder Besuch von meinen Eltern und wir gehen rüber ins Sanitätshaus, um für meine Mutter geeignete BHs zu finden. Wenn nicht dort, dann weiß ich nicht, wo sie welche findet.

Und ich hoffe, dass ich morgen schon von Zuhause schreiben kann. 🙂

Alle, die die Op noch vor sich haben, wünsche ich eine entspannte Wartezeit! Es wird halb so schlimm sein, wie ihr es euch vorstellt. Und ein zwei Wochen nach der Op fängt euer neues Leben an! 🙂

Zweiter Tag nach der Op

Nachtrag zum ersten Tag post Op

Ich habe es nicht erwähnt, aber jeden Abend bekomme ich eine unangenehm brennende Thrombosespritze in den Oberschenkel. Und morgens wird Blutdruck, Temperatur und Puls gemessen. Mein Kreislauf hat sich diesmal sehr schnell stabilisiert, gestern früh war es mir noch schwindelig, mittags nicht mehr. Mein niedrigster Blutdruck lag bei 100/50 und ich hatte nie erhöhte Temperatur. Nach der ersten Op war ich öfters über 37 Grad, jetzt nicht. Vielleicht geht es mir diesmal schneller besser, weil nicht so viel Gewebe entnommen wurde oder ich war fitter oder die Eiseninfusionen konnten auch geholfen sein.

Gestern Abend habe ich mich von unten abgeduscht, es ging sehr gut, nur der Zugang auf dem rechten Handrücken hat gestört. Da er aber nicht mehr gebraucht wird, wurde er heute früh gleich entfernt und ich konnte meine Haare waschen. Zuletzt habe ich sie auch 2 Tage post Op gewaschen, da war es mir aber noch schwindelig. Diesmal geht alles ein bisschen leichter. Auch der Stuhlgang, wonach die Schwestern immer fragen. Die Hämorrhoiden sind irgendwie ganz weg und die waren meine größte Sorge, nachdem ich mich vor der Op noch rechtzeitig von der Darminfektion zu Hause erholt habe. Die Haare habe ich so gewaschen, dass ich mich nach vorne gebeugt habe und nur den Kopf nass gemacht habe. Mit einem Waschlappen habe ich mich auch oben sauber gemacht.

Die Schwester hat heute früh um 7 Uhr überprüft, wieviel Flüssigkeit durch die Drainagen gelaufen ist. Von der Menge hängt es ab, wann ich nach Hause darf. Läuft weniger als 20 ml am Tag nach, dürfen die Drainagen gezogen werden. Heute hat sie links 40 ml (insgesamt 60 ml), rechts 30 ml (insgesamt 180 ml) notiert. Sie hat noch meine alte BH Größe aufgeschrieben (85E) und heute mittag kommt jemand vom Sanitätshaus und bringt meine KompressionsBHs mit.

In der Nacht hatte ich im oberen Rücken schon Rückenschmerzen, als wäre mein Bett viel zu hart. Ich schlafe sonst nie auf dem Rücken. Ich muss zwischendurch aufstehen, draußen auf dem Flur eine Runde drehen, danach geht es vielleicht wieder. Letzte Nacht musste ich gegen 2 Uhr aufs Klo und als ich zurück war, fand ich meine verwirrte 75 jährige Zimmergenossin auf. Sie hatte ihren Wecker falsch rum auf dem Kopf und dachte, es wäre schon halb 8 und wollte aufstehen. Sie hat das Licht angemacht, dabei alle möglichen Knöpfe gedrückt, so dass auch die Nachtschwester alarmiert war und kam. Wir haben ihr beide erklärt, dass sie noch ruhig weiterschlafen kann. Ich war aber damit geweckt und habe noch im Dunkeln eine Serie geguckt. 😉

Und heute früh hatte ich auch bisschen Kopfschmerzen. Wahrscheinlich noch von der Narkose, ich muss mehr Wasser trinken. Der Kaffee ist mir hier viel zu stark und es gibt leider keine Milch dazu, nur mini Kaffeesahne.

Heiße Schokolade aus dem Automaten – 1,50 Euro

Die Ärztin hat meine Wunde um halb 9 angeguckt. Sie ließ die Pflaster heute noch drauf. Die Schläuche bleiben noch drin, es sieht aber ganz gut aus, es könnte klappen, dass ich Freitag nach Hause darf. Als sie ins Zimmer kam und meine nassen Haare gesehen hat, hat sie verwundert gefragt, Haben Sie geduscht? Als ich erzählt habe, dass ich nur die Haare gewaschen habe, war sie beruhigt. In meinem Zustand dürfte ich noch nicht duschen. Kurz darauf kam eine andere Schwester rein, blieb plötzlich an der Tür stehen, hat mich ebenfalls erstaunt angeguckt und gefragt, ob ich geduscht hätte. Da musste ich echt schon lachen 😀

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Ich habe noch vor der Op behauptet, meinen Eisprung gehabt zu haben, es war aber nur ein Anlauf. Jetzt habe ich eindeutige Hinweise darauf, dass ich ihn noch im Krankenhaus haben werde. Das ist schön, so habe ich mehr Zeit für die Erholung vor der ersten Periode.

Heute habe ich nichts zu tun, es geht mir gut, vielleicht kommen meine Kinder zu Besuch, vielleicht aber auch nicht. Ich habe bis jetzt Filme und Serien geguckt: Vampire Diaries, The Originals, Being Human – jaaa, irgendwie jetzt alles mit Vampiren und Blutvergießen 😉 Von den Hörbüchern hatte ich noch keine angehört, da ich mit dem Stillkissen das Handy gut platzieren kann, muss es nicht halten und kann gut Filme gucken.

Mittagessen wird immer um 12 und Abendessen um 17 Uhr serviert – für mich viel zu früh. Ich habe erstmal die geerbten Zeitschriften durchgelesen, danach wollte ich mit dem Essen anfangen. Ich habe vegetarische Kost bestellt, bin zwar keine Vegetarierin. Gestern hatte ich Grießbrei mit Beerenkompott und Zimt-Zucker, was sehr lecker war. Heute stand etwas weniger süßes und erfreuliches auf dem Teller. Na ja, einmal kann man es essen.

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Was dafür toll war, dass die Frau aus dem Sanitätshaus gekommen ist. Erstmal wollte sie nur messen (UBU 88 cm mit den Schläuchen zusammen), wir haben besprochen, dass sie mir sowohl 85 als auch 90 B/C von Anita bringt und wir probieren. Ich habe ihr erzählt, dass ich zuletzt 90-er bekommen habe und der war mir nicht eng genug. Als sie zurückkam, habe ich zuerst 85 in Schwarz anprobiert und er saß, konnte auch gleich bleiben. Sie ließ mir noch einen BH in Weiß da. Zuletzt hat die Krankenkasse auch zwei Stück bezahlt, mein Eigenanteil war 20 Euro. Die Rechnung bekomme ich nach Hause. Diesmal habe ich dazu allerdings keinen Stuttgarter Gurt bekommen. Die Frau meinte, stimmt, sie hatten einige Fälle, wo der Arzt bei Verkleinerten den Stutti angeordnet hat und sie sich gewundert haben, wieso. Den kriegen eigentlich nur Vergrößerte, damit das Implantat nicht hochrutscht. Gut, ich brauche ihn also nicht und wenn doch, habe ich ja noch die zwei zu Hause.

 

Den BH anzuziehen war nicht so schlimm. Der ist aber wirklich viel enger, als damals der 90-er war und wie ich sehe, gucken an den Seiten die Narben raus. Ich muss ihn in aller Ruhe noch richtig einstellen. Diesmal tut die Stelle nicht so weh, wo die Schläuche rauskommen, aber insgesamt kriege ich nicht so viel Luft. Da die Brüste noch angeschwollen sind und ich wirklich Kompression für die Narbenheilung brauche, wird es genau passen – hoffe ich mal.

Heute soll nichts mehr großartig passieren. Mein Mann kommt nach der Arbeit zu mir, dann bin ich morgen früh gespannt, wieviel Flüssigkeit ich verliere und ob die Drainagen gezogen werden können.

Brustverkleinerung – Die ersten 7 Wochen post Op

Op: 1. November 2012

BH-Größe veränderte sich von 85K auf 85E.

Es wurde insgesamt 2500 g Gewebe entfernt.

Unterbrustumfang: 83 cm auf 82 cm (2 Wochen Wert)

Brustumfang: 118 cm auf 106 cm (2 Wochen Wert)

Gewicht: 82,8 kg auf 79 kg (2 Wochen Wert)

Oberteil Größe 46 (knapp), 48 (locker) > 42 (knapp), 44 (locker)

5 Tage im Krankenhaus, am Vortag eingecheckt, 4 Tage post Op durfte ich heim.

Mein Mann ist danach noch 7 Tage zu Hause geblieben, viel Hilfe war aber nicht nötig. Er wollte ursprünglich 14 Tage zu Hause beiben, nach einer Woche ist er aber wieder arbeiten gegangen. Morgens und abends hat er mir aber noch weiterhin mit den Kindern geholfen (6,5 und 3 Jahre alt).

2 Tage post Op
Haare gewaschen, ich beuge mich nach vorne in die Dusche, es geht gut mit den Armen. Ich kann mich vorsichtig anziehen. Ich bewege mich vorsichtig auf dem Flur und hole mir Wasser und Kaffee. Das Gefühl in der rechten Brustwarze ist schon zurückt und es ist angenehm. Links spüre ich noch nichts.

4 Tage post Op
Wieder zu Hause. Mein Mann fährt mich, wir gehen kurz einkaufen. Viel schaffe ich nicht zu laufen, schleppen darf ich nicht. Eine Tütensuppe kann ich kochen.

5 Tage post Op
Voll geduscht, dabei lasse ich so wenig Wasser auf die Brüste, wie möglich, das Wasser kommt eher auf meinen Rücken.

5-11 Tage post Op
Mein Mann zieht aus dem Schlafzimmer vorübergehend aus, ich brauche meine Ruhe, ich habe Angst, dass er im Schlaf zufällig meine Brüste trifft. Ich schlafe jeden Nachmittag ein wenig.

  • Foto: 6 Tage post Op von der Seite. Die Löcher unter der Narbe markieren die Stelle, wo die Drainage drin steckte und festgenäht war. Die Stria auf den Brüsten sind trotz Staffung geblieben, sie laufen jetzt nur anders runter. Die kann man durch die Op nicht entfernen!

8 Tage post Op
Die Fäden um die Brustwarzen herum werden gezogen, die anderen werden gekürzt. Erstere spüre ich kaum, letztere mehr. Davor werden die durchsichtigen Tapes von der Narbe entfernt. Mein Mann fährt mich hin und wartet mit den Kindern im Café. Danach gehen wir noch bisschen spazieren. Das Gefühl in der linken Brustwarze ist zurück, es tut weh.

9 Tage post Op
Schlafen in halb seitlicher Position mit Stillkissen hinter dem Rücken ist möglich, auf der Seite noch nicht. Ich habe Kissen an beiden Seiten und unter den Knien.
Ich bekomme das erste Mal nach der Op meine Tage – macht aber keine Probleme, ich kann alles machen und richten, wie gewohnt. Im Gegensatz zu früher, habe ich keine schmerzende Brüste als PMS.

10 Tage post Op
Mein Mann hat Geburtstag und ich habe diesmal kein Geschenk für ihn – ausser den eingepackten neuen Brüsten 😉

12 Tage post Op
Das erste mal shoppen gewesen, den ersten Bh probiert: Größe 42 Oberteile, 85D in Bh (knapp) – die Brüste sind eher flach und gehen in die Breite, es ist schwer, überhaupt einen passenden BH zu finden. Gekauft habe ich nichts, es ist noch zu früh und ich muss eh noch wochenlang den Kompressions-BH tragen.
Mein Mann schläft wieder im gemeinsamen Bett, ich fühle mich mit den Kissen in Sicherheit.

13 Tage post Op
Staub gesaugt, aufgewischt – nur obere Etage. Mein Mann arbeitet wieder, ich bin vormittags alleine zu Hause und kann mich ausruhen.
Nachmittag kurz auf der rechten Seite geschlafen – dabei der linke Arm eingeschlafen. Tat an der Narbe nur kurz weh, danach war das Ziehen weg.

14 Tage post Op
Auto gefahren in der Stadt (ging gut, würde aber nicht jeden Tag machen), Friseurbesuch, Einkauf alleine – die Sachen habe ich einzeln reingetragen.
Voll duschen nur wenn die Haare gewaschen werden müssen (alle 3 Tage), sonst nur duschen unten und Katzenwäsche oben. Möglichst wenig Wasser auf die Brüste gelassen.

15 Tage post Op
Spielplatz mit den Kindern zu Fuß, hat aber nicht gut getan, Magen schlecht, erschöpft – er ist nur 400 m von uns entfernt.

16 Tage post Op
Geherzelt im Bh, ich konnte mich aber nicht entspannen, musste ständig an die Brüste denken.
In der Nacht länger auf der Lieblingsseite (rechts) geschlafen.

18 Tage post Op
In eine andere Stadt gefahren (15 Minuten hin, dann zurück)
3 Stunden lang war ich ohne Stutti unterwegs und fühlte mich dabei verletztlicher, weniger geschützt, weniger kompakt
Mein Bauch ist immer noch aufgebläht und hat 4-5 cm mehr Umfang, als vor der Op.

In der letzten Woche brennen die Brüste viel. Beim Liegen tut nichts weh. Beim Stehen spüre ich die Narben, die ziehen. Oft habe ich auch einen „Krampf“ in der Brust, der in einem Bereich rechts auf 13 Uhr auftritt, kommt und geht.

20 Tage post Op
Quickie ging ohne Bh ohne Probleme
Shoppen gefahren: im Triumph-Laden habe ich mich beraten lassen: 85D, 80E momentan. Der Bh war sehr groß, hat alles bedeckt, hatte ich früher bei 80J nicht, da quoll noch alles raus. Ich habe keinen BH gekauft. Bügel-BH geht überhaupt nicht wegen den Narben.

22 Tage post Op
Eine Stelle unter der linken Bw hat eine Kruste, die nicht verschwinden will. Ist es eine Nekrose? Dem PC habe ich eine Email geschickt mit Fotos. Er antwortete innerhalb von 15 Minuten und meinte, es ist keine, sieht prima aus.

  • Foto: BW mit der kleinen Kruste, wo die Nähte zusammenlaufen. Es ist nichts, wie es sich auch später bestätigt. Die Kruste fällt später von alleine ab.

25 Tage post Op
Fahren ging viel besser, fast wie vor der Op.
Schlafen auf beiden Seiten geht wie vor der Op. Die Knie muß aber auf ein Kissen, damit ich mich nicht zufällig auf die Brüste drehe.

27 Tage post Op
Mit meiner Tochter im Schwimmbad gewesen. Sie hatte Schwimmkurs, ich habe zugeguckt. 2 Stunden im Badeanzug, nicht ins Wasser gegangen.

28 Tage post Op
Erkältet, Halsschmerzen

30 Tage Post Op
Die Brüste sind ein Monat alt. Sie brennen nicht mehr, keine Krämpfe. Nur die Narben ziehen leicht. Der Bauch ist wieder normal groß (zu groß). Meine Tochter ist krank.

5 Wochen post Op
Ich habe mit „Sport“ angefangen: 15 Minuten ‚Walk at Home‘ mit Leslie Sansone – da ohne hüpfen, ohne Arme, nur walken an der Stelle, es geht super! Zwei Tage später nochmal 10 Minuten walken und 15 Minuten Fahrrad-Ergometer.
Einige Male zum Sport-Bh (Triumph High Performance) gewechselt, dabei kam rechts ein „dog ear“ raus, weil der Bh nicht hoch genug ist. Nachts Kompressionsbh mit Stutti. Die Brüste pellen ab, die Haut geht ab, ich habe sie 1-2 Mal eingeschmiert, danach aber gelassen, das Problem hat sich gelöst. Die Narbe unten juckt sehr.
Die Krusten sind weitestgehend abgefallen.
Ich habe schon 2 kg zugenommen und ich habe wieder meine Tage.

  • Foto: Dog ear am Ende der Narbe, wölb sich raus, wenn der BH an der Seite nicht die ganze Narbe bedeckt. Es ist aber später von alleine verschwunden, der Kompressions-Bh war da besser, als der Sport-BH. Soweit ich weiss, ist ein dog ear bei langen Narben normal, kommt daher, dass an den Seiten nicht so viel gestrafft wird. Es kann auch bei örtlicher Beteubung korrigiert werden, wenn man es mag. Man sieht noch, dass es nur noch wenige Krusten gibt und dass die Haut abpellt.

6 Wochen post Op
Vorsorge bei meiner Frauenärztin. Sie macht auch Ultraschall: eine Zyste blieb drin, die untypische andere Zyste wurde rausgenommen. Sie meinte auch, dass die Brüste an der Seite noch hätten kleiner werden können. Fettgewebe ist vorhanden, durch Abnahme könnten sie noch etwas kleiner werden. Sie werden noch weiter abschwellen, aber nicht bis kleines C. Sonst riesen Unterschied, sie hat mich auf der Flur kaum erkannt. Ich habe auch eine andere Haarfarbe. 😉 Ich bin die einzige Patientin von ihr, die eine Kostenübernahme bekommen hat.

Nach dem Termin habe ich mich im plastischen Chirurgie Forum beschwert, dass ich die Größe nicht gut finde, mir passt immer noch der 75I Bh von früher. Auch wenn der Unterschied enorm ist, sind die Brüste einfach zu groß geblieben. Mein Badeanzug passt mir auch perfekt. Die Verkleinerten haben es verstanden, die Vergrösserten haben mich angekackt: Wieso will ich mit fast 40 ohne Bh rumlaufen, dafür soll die Krankenkasse nochmal bezahlen? Ich soll selber die Korrektur finanzieren, wenn ich die Brüste immer noch groß finde.

Ich habe kurz auf dem Bauch geschlafen im Kompressions-Bh mit Stutti, war aber nicht bequem.

Knapp 7 Wochen post Op: Kontrolle beim plastischen Chirurgen

Ich kam rechtzeitig, musste jedoch trotz Termin wieder eine Stunde warten. Im Sprechzimmer wurde ich dann in 5-6 Minuten abgefertigt, so dass dabei auch noch eine Schwester wegen einer Unterschrift störte. Ich habe mich zuerst bedankt, und für die zwei behandelnde Ärzte eine Schachtel Lindt Pralinen übergeben. Die Ärztin war auf Urlaub, der PC hat für sie eine Nachricht von mir notiert. Ich musste mich danach sofort ausziehen und der PC hat die Brüste betrachtet. Er meinte, sie haben eine schöne Form. Ich sagte ja, aber sie sind viel zu groß geblieben. Die Hälfte hätte gereicht, ob man da was noch tun könnte. Er holte erst aus dem Nachbarzimmer die Kamera, um Fotos zu machen. Dabei erklärte er mir, dass man durchaus noch was machen kann. Aber die Brüste sind noch voll mit Lymphödem, was ich daran sehe, dass der Bh Abdrücke hinterläßt und in der Brust Verhärtungen sind. Vor allem an den Innenseiten wäre noch viel, er schätzt es auf 200 ml pro Brust. So viel?? – fragte ich. Ja ja! – war die Antwort. Sie werden noch kleiner. Aber sie werden nie im Leben B – sagte ich. Hier holte er die Kamera und machte von vorne und von beiden Seiten Fotos. Danach durfte ich mich anziehen und er sagte, ich darf alles wieder machen, auch schwimmen. Ich fragte noch konkret nach Tischtennis. Er fragte, ob ich im Verein spiele, ich sagte ja. Im Kompressionsbh mit Stutti darf ich es auch spielen.

Ich habe vergessen zu fragen, wie lange ich noch Sport-Bh tragen soll.

Er sagte noch, wir sehen uns das nächste mal im Juni und wenn ich die Brüste immer noch zu groß finde, können wir entweder wieder schneiden oder absaugen. Das können wir das nächste mal besprechen. Aber er denkt, bis dahin werde ich mit der Größe zufrieden sein und sie würden zu mir passen. Dabei störte die Schwester und er musste was unterschreiben. Ich war fertig und durfte gehen.

Ich finde, alles war zu schnell und hektisch. Im Sommer werde ich es nicht so laufen lassen. Die Schwester habe ich noch gefragt, wann ich den Termin für Juni ausmachen soll, sie sagte 6 Wochen vorher. (Ich habe dann 2 Monate vorher den Termin ausgemacht und da war schon alles für Juni voll. Am Ende habe ich einen Termin für 11. Juni 2013 bekommen.) Ich musste noch eine Überweisung von meiner Frauenärztin besorgen, was ich am nächsten Tag gemacht habe und per Post zugeschickt habe. Es war die letzte Woche vor Weihnachten.

  • 6 Wochen und 6 Monate Vergleichswerte: der PC meinte zu mir bei der Kontrolle, die Brüste werden noch abschwellen und im Sommer, nach 6-7 Monaten werde ich schon mit der Größe zufrieden sein. So ist es aber nicht geworden. Die Brüste sind jetzt 6 Monate alt und sie haben nur die Form geändert, wurden aber nicht wesentlich kleiner:
  • Gewicht: 81,3 kg > 80 kg
  • Entfernung der Brustwarze zum Schlüsselbein: 24 cm > 24 cm
  • Brustumfang: 106 cm > 105 cm
  • Unterbrustumfang: 83 cm > 83 cm

Am nächsten Tag hatte meine Tochter wieder Schwimmkurs. Sie fragte immer, wann ich endlich mit ihr reingehe. Im großen Becken sind um die Zeit die Wasserspiele runtergelassen, wie Dino, Polyp, Ente, Matten. Sie wollte früher rein und mit diesen spielen. Mein Sohn wollte natürlich auch rein. Jetzt konnte ich auch mit den beiden rein. Schwimmen war ja nicht möglich, aber im Wasser war ich drin. Am selben Abend habe ich das erste Mal (und das letzte Mal im Jahr 2012) wieder Tischtennis gespielt. Eine andere Dame aus unserer Mannschaft war auch da, wir haben und verabredet – sie wurde ebenfalls im November operiert, nur an der linken Hand. Sie fing auch erst wieder mit dem Training an. Die erste halbe Stunde waren wir beide vorsichtig und haben nicht besonders gut gespielt. Nach und nach habe ich bemerkt, dass mir die Brüste auch nicht weh tun, wenn ich energischer draufhaue. Es lief super, so blieb ich bis zum Ende, 2.5 Stunden lang habe ich gespielt. Ich war sehr glücklich und zufrieden, ich habe nichts verlernt.

Ich habe im Internet viele vorher-nachher Fotos von Verkleierten angesehen und einige auf dem Laptop gespeichert: Diese haben mir von der Größe her gefallen, diese wollte ich ja selber haben, Körbchengröße B(C) eben. ich habe eine Montage gemacht, das Kuckucksei auf einem Foto zeigen meine Brüste. Ich werde die Montage im Sommer dem PC zeigen. Er soll mir diese Größe zaubern:

Montage

Ich habe die Montage im Forum gezeigt, alle wussten sofort, welche ich bin. Meinen Freundinen habe ich sie auch geschickt, sie haben meine anhand meiner Schilderung auch erkannt. Ich habe die Form von den Brüsten gar nicht beachtet, nur die Größe. Ich glaube, die Form hinzukriegen ist ziemlich schwierig.

Genau 2 Monate nach der Brustverkleinerung bin ich mit meinen Kindern nach Ungarn geflogen. Es war überhaupt kein Problem, nichts hat weh getan, ich konnte auch die Koffer vom Band ziehen. Schleppen musste ich eigentlich nichts.

In 7 Wochen habe ich also die Kontrolle beim Chirurgen und werde eine erneute Op als Größenkorrektur ansprechen. Eigentlich ist nicht die Op fraglich, sondern wer diese finanzieren wird.

 

Brustverkleinerung – die Zeit im Krankenhaus

 

Über die Brustverkleinerung selber habe ich in einem früheren Post geschrieben. Nach der Op blieb ich noch 4 Nächte im Krankenhaus und Montag Vormittag durfte ich heim.

1. Post-Op-Tag
2. November, Freitag

Um 6 Uhr bin ich aufgewacht, es war der erste Tag nach der Brustverkleinerung. Die Schwester kam noch vor 7 Uhr, sie hat den Blutdruck gemessen, der wieder ziemlich niedrig war (100 zu 60). Die Temperatur lag unter der Zunge bei 37 Grad. Nach dem Frühstück (1 Brötchen mit Magerquark und Pflaumenmus – ich habe es hier kennengelernt und seitdem esse ich es sehr gerne) habe ich mich am Bett gewaschen. Die Schwester hätte es auch getan, war aber nicht nötig, mir taten die Wunden nicht weh. Sie hat mir etwas Wasser und einweg Handschuhe gebracht. Die Ärztin kam um 10:30, sie hat mich angeguckt und die Pflaster entfernt. Die Narben selber blieben mit einem Tape bedeckt und kamen erst 8 Tage nach der Op beim ersten Kontrolltermin ab, als die Fäden gezogen wurden. Ich hatte nur irgendein Stoffschlaufe an den Brüsten, die ich mir noch vor der Op anziehen musste. Ich habe die Ärztin gebeten, mich mit meinem Handy zu fotografieren. Das war das erste Foto von den neuen Brüsten. Beim Liegen gingen die Brüste noch ziemlich in die Seiten. Danach hat die Ärztin noch für den Hb-Wert Blut abgenommen. Sie war auch bei der Op dabei und sie war sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Wie ich es später erfuhr, lag der Hb Wert bei 8.9 – im September war er auch schon unter der Grenze mit 11.8, daraufhin nahm ich zu Hause Ferro Sanol duodenal. Gegen Verstopfungen hat das Brötchen mit Magerquark und Pflaumenmus sehr gut geholfen.

Von diesem Tag an war ich schrecklich aufgebläht. Ich hätte den ganzen Tag auf dem Klo verbringen können, aber der Kreislauf spielte noch nicht mit.

Um 13 Uhr war eine Frau vom Sanitätshaus da, hat mich angeguckt und gemeint, ich bräuchte einen Kompressions-Bh in Größe 90 D/E!! Das war für mich der erste Schock. 90 könnte ich noch verstehen, aber Körbchengröße D/E?! Wieso? Wir haben doch besprochen, dass ich ein B Körbchen kriege, aber mit einem C wäre ich auch noch zufrieden gewesen. Ein Kompressions-Bh sollte auch fest sitzen, kann nicht zu weit sein. Habe ich wirklich immer noch so eine große Größe?? Die Frau meinte, sie kann auch B/C mitbringen, wenn ich es meine. Hat sie dann auch getan, aber wir haben die Anprobe doch mit D/E angefangen. Man würde denken, es ist eine große Op, die schon mal 3,5 Stunden lang dauern kann und große Wunden hinterlässt. Aber die Hautareale sind an der Brust anscheinend nicht so empfindlich. Beim Ausziehen der Stoffschlaufe und Anziehen des Kompressions-Bhs hatte ich weiterhin keine große Schmerzen. Allein den Stellen, wo die Drainagen an den Seiten aus der Brust kamen, drückte der Bh unangenehm. Die Schläuche kamen raus und gingen in zwei kleine Flaschen, wo sich das Wundsekret sammelte. Solange was nachkam, blieben sie drin. Sobald die Drainagen gezogen werden können, darf ich auch nach Hause gehen. Dadurch, dass die Krankenkasse bezahlt hat, habe ich zwei Kompressions-Bhs bezahlt bekommen (dies ändert sich vom Bundesstaat zu Bundesstaat). Auf der Rechnung stand 195 Euro/Stück. Später haben wir die Rechnung über den Eigenanteil bekommen, zwei BHs kosteten mir 20 Euro, den Rest übernahm die TKK. Ich habe einen BH in Schwarz und einen in Weiss bekommen, den schwarzen Bh hat mir die Frau gleich angezogen. Am ersten Tag kam durch die Drainagen 80 ml Flüssigkeit raus. Wenn es unter 20 ml ist, dürfen sie raus.

Ein Paracetamol 500 habe ich genommen, bevor der Bh angezogen wurde. Und später noch ein Schmerzmittel zum Schlafen. Weh tat mir allerdings kaum was. Manchmal drückte die Drainage. Meine Familie kam Nachmittag. Meine Tochter hatte Angst vor der Nachbarin, die nur ein Bein hatte, so ist sie gar nicht in unsere Nähe gekommen. Sie hat mir ein Geschenk überreicht, wo drauf stand, dass sie mich mag. Sie waren dann schnell weg, aber meine Schwiegermutter ist noch ein drittes mal gekommen. Also… Das fand ich schon ein bisschen übertrieben. Ich habe ihr sagen müssen, dass ich am nächsten Tag keinen Besuch empfangen möchte. Die Kinder kommen auch nicht, bevor ich mobiler werde. Ich musste meine Tochter woanders treffen, wie im Tagesraum nebenan, wo die Nachbarin nicht dabei war. Dazu musste ich laufen können.

Nachmittag habe ich der Schwester gesagt, dass ich ins Bad muss. Sie soll bitte zur Sicherheit im Zimmer bleiben, ich möchte es jedoch alleine versuchen. Es ging auch gut, trotz dass es mir schwindelig war. So ging ich am Abend und dann auch die Nacht alleine ins Bad. Das war der erste Erfolg!

2. Post-Op-Tag
3. November, Samstag

An diesem Tag war ich schon mobiler. Ich bin um 5 aufgestanden, nachdem ich ganz gut geschlafen habe. Ich habe mich bisschen sauber gemacht, die Zähne geputzt. Zu Hause habe ich noch überlegt, ob ich es werde tun können: meinen Arm mit der Zahnbürste hin und her zu bewegen oder soll ich mir eine elektrische Zahnbürste besorgen. Die Sorgen waren unbegründet, alles lief super. Ich konnte mich auch auf einen Stuhl hinsetzen, wenn es mir zu schwindelig war. Um 8 Uhr kam das Frühstück (ich wählte jeden Tag Quark mit Pflaumenmus auf Brötchen) und danach ein Arzt, der die Brüste angeguckt hat. Kompressions-Bh aufzumachen hat nicht weh getan. Er war zufrieden und zuversichtlich. Ich hoffte auch, dass ich in 2 Tagen heim darf. Flüssigkeit links 140 ml, rechts 150 ml insgesamt. Nach dem Essen war ich mehrmals auf dem Flur, habe Wasser und Kaffee geholt. Dazu musste ich vielleicht 20 m hin und 20 m zurück laufen. Es ging langsam, ich wollte ja auch nicht rennen. Ich musste dabei die zwei Drainagenfläschchen in der Hand halten, so musste ich Kaffee und Wasser nacheinander holen. Ich wollte mich auch bewegen, damit ich bloß keine Thrombose kriege. Andere Frauen, die sich in einer Privatklinik operieren lassen, sind nur eine Nacht in der Klinik, danach müssen sie meist nach Hause, sie würden also auch schon rumlaufen. Mir war noch etwas schwindelig und ich war schwach und müde, ich blieb nicht lange vom Zimmer weg und ich habe tagsüber entweder auf dem Handy Filme geguckt oder geschlafen. Nach dem Mittagessen habe ich ein Abführmittel bekommen, da ich bis dahin kein großes Geschäft hatte, nur aufgebläht war – ich muss echt sagen, die Blähungen und die Thrombosespritze waren schlimmer, als die Brustschmerzen. Lefax habe ich auch bekommen. Ich hatte sowohl Eisentabletten, als auch Lefax dabei, durfte sie aber nicht nehmen, ich musste der Schwester Bescheid sagen und von ihr habe ich die Medis nehmen müssen. Ich habe mich in Klamotten fotografiert, mich umgezogen. Mich umzuziehen war kein Problem, ich kam mit den Armen gut ins Oberteil rein, die Hose konnte ich auch anziehen. Wegen dem niedrigen Hb Wert nahm ich von da an 2 Eisentabletten am Tag. Mein Blutdruck war wieder 100 zu 60, Temperatur 37,1 unter der Zunge. Das Abführmittel hat bis Abend schön geholfen, die Schwester konnte endlich einen Haken in meine Akte setzen.

An diesem Tag hatte ich keinen Besuch, ich habe nur mit meinem Mann gechattet. Es war sehr schön, ich habe niemanden vermisst, ich war entspannt und konnte mich erholen.

3. Post-Op-Tag
4. November, Sonntag

Ich habe im Krankenhaus erstaunlich gut geschlafen. Ich habe im Vorfeld oft gelesen, dass man schnell Rückenschmerzen bekommt, bei mir war es aber nicht so. Ich habe die Rückenlehne und das Fußteil des Bettes nach oben gefahren, es war sehr bequem. Das Stillkissen habe ich nicht gebraucht, war nur im Weg. Wenn ich nicht mehr auf dem Rücken liegen konnte, habe ich mein Po ein wenig zur Seite gedreht. Sitzen war auch bequem, dabei hat nur ab und zu die Drainage gedrückt. Einmal war ich in der Nacht im Bad, ohne Vorfälle und um 7 Uhr bin ich aufgestanden. Ich konnte mir ohne weiteres die Haare waschen, so dass nur der Kopf nass wurde. Ich beugte mich in der Dusche nach vorne, so dass ich draussen stehen blieb. Duschen durfte ich noch nicht, ich habe mich nur abgewaschen – diesmal am Waschbecken, nicht im Bett. Nichts tat dabei weh.

Die Schwester kam, Blutdruck besserte sich mit 110 zu 70 (Kaffee!!), Temperatur 36.8. Auf der rechten Seite ist seit gestern keine Flüßigkeit mehr nachgelaufen, die Schwester meinte, da kommt bestimmt die Drainage raus. Links kamen 40 ml, da bleibt sie noch drin. Allerdings lief links den ganzen Tag nichts mehr nach. Die Ärztin kam Nachmittag und meinte, wir lassen zur Sicherheit die Drainagen an beiden Seiten bis morgen früh drin. Weil eben sehr viel Flüssigkeit rauskam, die Wunde groß ist, viel entfernt wurde, sicher ist sicher. Morgen früh können wir dann beide Seiten ziehen und ich darf auch heim. Den Bh soll ich jetzt 4 bis 6 Wochen lang Tag und Nacht tragen und am 18. Dezember – nach knapp 7 Wochen – ist dann die erste Kontrolle beim PC.

Nach 15 Uhr war meine Familie zu Besuch. Meine Tochter (6,5 J)meinte, sie vermisst mich nicht. Mein Sohn (3 J) sagte, ich soll heute mit ihm nach Hause. Er hat aber schnell akzeptiert, dass ich erst morgen komme, wenn er aus dem Kindergarten nach Hause kommt. Ich war so mobil, dass wir uns draussen im Tagesraum und auf dem Flur aufhalten konnten. An diesem Abend habe ich mir im Bad den Bh aufgemacht und mir alles angeguckt. Die Brüste waren eher flach und gingen sehr in die Breite. Die Brüste fand ich ganz ok, ich hatte noch keine Vorstellung von der Größe, was ich zu Hause anziehen kann, welche Klammotten passen werden. Mir ist nur aufgefallen, dass mein Bauch riesen groß war. Ich war aufgebläht und wie ich es öfters gelesen habe, kommt es nach einer Op oft vor, dass der Bauch so groß ist. Bei mir blieb er auch noch wochenlang so.

4. Post-Op-Tag
5. November, Montag

Blutdruck 105 zu 80 und 36,6 Grad kurz vor 7 Uhr. Hmmm… Ich sollte meine Tage zwei Tage später, Mittwoch kriegen, aber es sah nicht danach aus – kein PMS in Sicht. Hehe, ich hatte vor der Periode immer Brustschmerzen, die waren nicht vorhanden. 😉 Ich war gespannt, wie es mit dem Zyklus weitergeht. (Meine Tage habe ich dann mit 3 Tagen Verspätung, Samstag bekommen. Es war wie immer, keine Einschränkungen, keine Schmerzen diesbezüglich.)

Ich habe zwar gut geschlafen, aber mit großen Hinterkopf-Schmerzen aufgewacht, deswegen habe ich ein Paracetamol genommen. Zeit nach Hause zu gehen. Rechts habe ich 160 ml, links 170 ml Flüßigkeit im Fläschchen. Ich hoffe, das wird noch durchgehen. Etwas nach 9 Uhr kam die Ärztin, die auch bei der Op dabei war. Sie hat gleich damit angefangen, dass ich heute entlassen werde. Da war ich schon sehr glücklich! Sie gab mir einen Brief mit dem Bericht mit. Daraus habe ich erfahren, dass neben dem PC noch zwei Ärztinnen assistiert haben. Sie hat für mich zwei Termine ausgemacht: 8 Tage nach der Op für Fädenziehen und 7 Wochen nach der Op für die erste Kontrolle. Danach waren die Drainagen dran. In den Foren liest man immer, wie sehr Verkleinerte vor dem Ziehen der Drainagen Angst haben. Es soll fürchterlich weh tun 😉 Die es schon hinter sich haben, können nur erzählen, man kann es kaum spüren. Und es war auch wirklich so. Erstmal wurden die Fäden um die Drainagen herum gekürzt – das hat etwas weh getan. Danach musste ich tief Luft holen und dabei wurde die Drainage gezogen – dies empfand ich viel weniger schlimm. Das Loch wurde mit einem Pflaster abgeklebt. Ich durfte es beim ersten Duschen abzupfen. Die Pflaster auf den Narben waren wasserfest, ich durfte ab da an duschen. Die Ärztin meinte, ich soll den Kompressions-Bh 4-6 Wochen lang Tag und Nacht tragen. Ich soll Eisen weiter nehmen.

Um halb 10 habe ich meinen Mann benachrichtigt und habe meine Sachen gepackt. Die Schwester haben zwei große Packungen Lindt Schokolade bekommen. Danach haben wir im Café noch was getrunken und kurz einkaufen gefahren. Kurz vor 12 sind wir zu Hause angekommen, mein Sohn musste abgeholt werden. Das hat mein Mann erledigt, in der Zeit habe ich eine Tütensuppe gekocht, den Koffer ausgepackt. Nachmittag habe ich Filme geguckt, während mein Mann die Kinder zum Englisch fuhr. Sie waren 2,5 Stunden lang weg. Als sie zurück kamen, war es abenteuerlich: meine Tochter legte sich vorsichtig auf mich, sie wurf etwas auf mich und dann schlug sie mir auch noch auf eine Brust. Da bin ich aufgestanden und mich im Schlafzimmer eingesperrt. Eine Stunde später sind die Kinder ins Bett gegangen, die Vorbereitungen liefen da gut. Wir haben von der Uroma einen Liegestuhl besorgt, es war sehr bequem – hatte die selbe Form, wie das Bett im Krankenhaus. Nur leider hatte unser Kater was dagegen und hat in der Nacht draufgepinkelt. So wurde mein Vorhaben, mich auf dem Liegestuhl zu erholen, gleich zunichte gemacht. 😉

Damit fing die Zeit zu Hause an..

 

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