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Gastbeitrag: Sarahs Geschichte

Ich habe die Geschichte von Sarah schon vor vielen Monaten bekommen. Ich war allerdings mit dem Alltag beschäftigt und habe mich nicht mehr im Blog gemeldet.

Ich freue mich aber immer sehr, wenn jemand schreibt, sich bedankt und ihre Geschichte mit mir und sogar mit euch teilt.

Liebe Sarah, ich danke Dir!

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Da ich diese Seite so hilfreich finde und froh war, sie schon vor meiner OP gefunden zu haben, möchte auch gerne meinen Erfahrungsbericht hier einstellen. Ich werde mich nicht groß mit OP- Details aufhalten, zumal ja scheinbar viel von Krankenhaus und Operateur abhängt, sondern mich auf die grundsätzlichen Unterschiede beschränken, die mir aufgefallen sind.

Hier erst einmal meine Daten. Alter: 54, Größe: 165 cm, Gewichte: 67 kg, BH-Größe vor OP: 85F. Nach OP: 85B (eventuell C), entfernt wurde am 18.12.14: 780 gr. von der rechten und 690 gr. von der linken Brust.

Donnerstag Morgen um 7 Uhr in die Klinik, anzeichnen um 8, auf Station um 9, OP um 10, um 4 wieder wach auf Station, Freitag ausruhen, Sonnabend Drainagen ziehen und Mittags mit dem Taxi nach Hause.

Ich habe mich gegen Ärztemarathon und Kampf gegen die Krankenkasse entschieden und bin direkt zum PC gegangen. Gefunden habe ich sie über die Arztsuche der „Deutschen Gesellschaft der Plastischen, Rekonstruktiven und Ästhetischen Chirurgen“. Ich wollte unbedingt einen „richtigen“ plastischen Chirurgen mit Erfahrung bei Brustverkleinerungen, nicht nur einen weitergebildeten Zahnarzt, der sich Schönheitschirurg nennen darf. Gekostet hat mich die OP 6.500.– Euro. Darin enthalten waren neben OP und Nachsorge, zwei Nächte auf der Privatstation eines großen Hamburger Krankenhauses, ein Kompressions-BH, Silikongel zur Narbenpflege und eine Versicherung für ev. Nachkorrekturen. Weil ich die ganze Sache privat bezahlt habe, gab es keinen Krankschreibung für die Zeit nach der OP. Deshalb habe ich die günstig liegenden Feiertage und meinen Resturlaub zusammen gelegt und konnte mich nach der Operation am 18.12.14 drei Wochen lang zu Hause erholen. Da ich alleine lebe und keine Hilfe hatte, habe ich mich vor der OP gut vorbereitet. Vorräte eingekauft, wichtige Sachen oben aus den oberen Küchenschränken runter geholt, beim Friseur gewesen (ich hatte sehr lange Haare) etc., aber im Grunde genommen war das alles kaum nötig.

Bis auf Kreislaufprobleme hatte ich keine Schwierigkeiten, keine Schmerzen oder große Einschränkungen. Nach acht Tagen bin ich schon wieder Auto gefahren. Noch schneller konnte ich einkaufen, kochen, waschen und mich selber um alles kümmern. Natürlich habe ich es nicht übertrieben und alles langsam und mit Pausen dazwischen erledigt.
Ich habe schon nach einer guten Woche wieder auf der Seite schlafen können. Ein bisschen nach der richtigen Stellung muss ich immer suchen, aber dann geht es problemlos.

Meine erste Woche im Büro war zwar sehr anstrengend, das ist sie aber immer, da ich keine Vertretung habe und alle Arbeit liegen bleibt. Mein Rücken schmerzte, als ob die ganze Körperstatik durch die OP, bzw. die 1 ½ Kilo Brustgewebe weniger, verschoben ist. Immer muss ich mich daran erinnern, die Schulter runter zu nehmen und den Rücken gerade zu machen. Aber es ist so ein super Gefühl, aufrecht, mit schwingenden Armen und stolzem Brustbein über den langen Flur im Büro zu gehen. Früher habe ich mich zusammen gekrümmt geschlichen und dachte, alle glotzen mir nur auf meine wabbelnde Oberweite.

Ich hätte die OP viel früher machen sollen, hatte aber lange Jahre einen Partner, der es mochte, diese großen Fleischberge zu kneten und habe mich lieber weiter gequält, als ihm das „Vergnügen“ weg zu nehmen. Wie blöd man doch manchmal sein kann . . .

Meine Narben sehen ähnlich aus, wie die von Leonie, nur das sie nicht hoch gezogen bis unter die Achseln sind, sondern gerade weiter gehen bis auf Höhe der Achselhöhlen. Damit werden sie später problemlos von BH oder Bikini-Oberteil verdeckt. Mein Kompressions-BH ist von Marena. Er reicht bis dicht unter die Achseln und lässt sich mit je drei Hakenreihen sowohl an den Trägern als auch in der Brustmitte verstellen. Jetzt, nach vier Wochen, sind die Brüste so weit abgeschwollen, das ich den BH um eine Hakenreihe enger stellen kann. Damit bleibt hoffentlich der gute Kompressionseffekt noch weiter erhalten und hilft, die Narben schön zu machen. Ich wasche den BH alle paar Tage mit der Hand und legen ihn dann auf die Heizung. Dann kann ich ihn nach einer knappen Stunde schon wieder anziehen. Meine Narben sind auf der linken Seite gerade und glatt, wie mit dem Lineal gezogen und auf der rechten Seite mit Wellen und unschönen Wülsten. Die Brüste sind auch nicht ganz gleich groß geworden, aber das hatte ich auch nicht erwartet. Vorher waren sie auch nicht gleich groß und ich warte erst mal ab, wie es in einem halben Jahr aussieht. Ich hatte ja auch zwei Operateure. Ein Ehepaar; Sie betreibt die Privatpraxis und er ist Chef der plastischen Chirurgie in dem Krankenhaus, in dem ich operiert worden bin. Dadurch war die OP mit zwei Stunden recht kurz, aber die Brüste bzw. Narben tragen jetzt halt zwei unterschiedliche „Handschriften“.
Zur Zeit habe ich zwei nicht ganz trockene Stellen an der rechten Brust, genau da wo sich die Unterbrustnarbe mit der senkrechten trifft und dort, wo die senkrechte auf die Narbe um die Brustwarze herum trifft. Außerdem riecht es unangenehm aus meinem Dekolleté, schon gleich nach der OP war das so und erst jetzt, nach vier Wochen, wird es langsam weniger. Als ich das der Ärztin erzählt habe, hat sie mich angeguckt, als ob ich nicht alle Latten am Zaun habe.

Dank Leonies aufwendiger Recherche bezüglich Narbenpflege, werde ich den BH so lange wie möglich Tag und Nacht tragen. Zur Zeit creme ich morgens mit Panthenol-Salbe (Bepanthen) und abends mit Silikongel ein, habe mir aber gerade die Silikonpflaster bestellt. Ich möchte bald wieder zum Pilates gehen und hoffe, die Pflaster verhindern ein Auseinandergehen der Narben. Im April geht es dann wieder ins Kajak, meinem sportlichen Hobby und vielleicht finde ich ja auch noch Spaß am Joggen, jetzt, wo ich es endlich kann.

 

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Gastbeitrag Brustverkleinerung: Christine

Mein Name ist Christine,  ich bin 44 Jahre alt und 1,68cm gross und wiege ca. 66 kg.
Ich hatte schon immer eine grosse Brust. Als Jugendliche war ich spindeldürr und hatte eine Größe von 75D. Damals gab es kaum BH’s in meiner Größe und ich erntete nur vernichtende Kommentare in Bezug auf meine Brust und meine Figur. Deshalb fing ich schon früh an, das ganze Elend zu verstecken. Da ich so schmal war, ging das gut. Bis heute denken viele, meine Brust wäre nie gross gewesen 🙂
Aber eigentlich ist es sehr traurig, weil mein Leben in dieser Beziehung ein einziges Versteckspiel war. Nicht einmal meine besten Freundinnen haben mich aus diesem Grund nackt gesehen. Ich ging nicht mehr ins Schwimmbad, in keine Sauna und vermied es, mich vor anderen auszuziehen. Und ich hatte keinen Mut mehr, mich vor einem Mann auszuziehen.
Mit Beginn der Wechseljahre wuchs neben meinem Bauch leider auch meine Brust auf 80E und im Winter sogar auf 80F (mit starker Erdanziehungskraft).
Ich litt Höllenqualen und hatte zu allem Elend noch mit einer Gummi Allergie zu kämpfen, die die Wahl der in Frage kommenden BH’s sehr einschränkte.  Ich konnte nur einen ganz leichten BH von Passionata tragen und selbst von diesem bekam ich wunde Stellen am Rücken.
Und wenn mir dann Freundinnen noch den guten Ratschlag gaben, mal in ein richtiges Wäschegeschäft zu gehen, um mir einen BH zu kaufen, mit dem das Ganze nicht so hing, war ich erst Recht den Tränen nahe (Ich weiss, es war nicht böse gemeint, aber sie ahnten ja nicht, dass ich schon immer NUR im Wäschegeschäft einkaufen konnte! Und ein BH mich mindestens 45 Euro kostete, aber sich die Erdanziehungskraft nun auch mal nicht mit einem BH aus dem Wäschegeschäft überlisten liess).
Vor 2 Jahren ging ich auf Drängen einer lieben Freundin ins KH und liess dort Photos für einen Antrag machen.
Ein Jahr liess ich mir Zeit, um alles nochmal zu überdenken, wegen der Narkose und den Risiken.
Letztes Spätjahr reichte ich den Antrag zusammen mit einer handschriftlichen Aufführung meines Leidens und zusammen mit Bestätigungen verschiedener Ärzte (Frauenarzt, Ortophäde, Hausarzt) bei meiner Krankenkasse ein und bekam 5 Tage später die Aufforderung, zum Medizinischen Dienst zu gehen.
Ich wusste, dass der MD die Frauen gerne wieder nach Hause schickt, wenn man zu viel Gewicht hat, mit der Begründung, erst mal abzunehmen, da der Busen dann auch kleiner wird. Da mein Gewicht aber stabil und niedrig war, hatte ich einen Pluspunkt. Sie wog meine Brüste. Die linke wog ca. 1,5 und die rechte 2 Kilo. Als sie am Schluss meinte, es gäbe jedoch Frauen, bei denen eine Brust alleine 4 Kilo wiegen würde und mein Fall grenzwärtig wäre, wurde ich fuchsteufelswild. Ich antwortete ziemlich energisch, dass viele dieser Frauen auch wesentlich mehr auf die Waage bringen würden und ich mich schon mein Leben lang kasteie, um bloss kein Gramm zuzunehmen, damit die Brust nicht noch grösser wird. Mitunter hatte ich sogar gefastet, damit die Brust nicht noch weiter wuchs, denn das tat sie, ohne Rücksicht auf Verluste, mit jedem Gramm mehr.
Im Nachhinein war ich sauer auf mich, dass ich so wütend geantwortet hatte. Und ich rechnete mir keine Chancen auf ein Ja aus.
4 Tage später rief die Krankenkasse an und teilte mir mit, dass mein Antrag bewilligt wurde!
Ich war überglücklich und schwebte auf Wolke sieben.
Dann war es endlich soweit. Links wurde 340g und rechts 480 entnommen, und ich kam von 80E/F auf 80C
Nach dem Aufwachen war mir speiübel von der Narkose und ich musste direkt wieder in den Op, weil ich an der rechten Brust eine schmerzhafte Schwellung aufgrund einer Nachblutung bekam. Zu den 3,5 Stunden Op kam dann nochmal eine 1,5 Stunden Op dazu.
Das hat  mich ziemlich geschlaucht und 4 Tage danach konnte ich nicht mal ein Heft lesen, so geschwächt war ich. 2 Ibuprofen am Tag (je 400mg) reichten, um relativ schmerzfrei zu sein und nach 5 Tagen wurde ich aus dem KH entlassen. Die ersten 3 Wochen fand ich schon sehr hart. Ich hatte Schwellungen und in der rechten Brust ein dauerndes Reissen und Stechen und aus einer Stellt trat unaufhörlich Wundsekret.
5 Wochen danach war ich das erste Mal schmerzfrei aber auch danach hatte ich wieder geschwollene, schmerzhafte Brüste.
Mir wurde als Wundpflege Bepanthen empfohlen, ich fand die Salbe jedoch überhaupt nicht gut und sie tat mir auch nicht gut. Somit wechselte ich auf Soventol Wund- und Heilgel und ich kann sie nur jedem empfehlen. Sie hat alles gut verheilen lassen und auch das übliche Jucken der Narben stellte sich sofort ein. Soventol ist auch gut für die Narben, somit entfällt eine spezielle Narbensalbe. Vom KH bekam ich einen Kompressions BH von Anita in 90B (frontline open) den ich immer noch sehr gerne trage, und der mir grossen Halt und Sicherheit gibt.
Bei der Wahl des KH sollte man auf sein Gefühl hören und abschliessend kann ich sagen, dass ich überglücklich bin mit meinen neuen Brüsten. Ich habe erst mal meinen Kleiderschrank ausgemistet und dreiviertel aller Kleider weggeschmissen. Mir reicht jetzt S/M statt L. Es tat mir überhaupt nicht leid, die ganzen Pullover in L wegzuschmeissen, diese Zelte, die alles an mir verhüllt hatten und ich freue mich darauf, endlich schöne Oberteile kaufen zu können, Tops, trägerlose Shirts und ich würde meine Brust am liebsten jedem zeigen (tue ich natürlich nicht…würde ich aber am liebsten:-) )
Ich kann allen nur Mut machen, diesen Schritt zu gehen, wenn man sich wirklich sicher ist und keinen Kinderwunsch mehr hat. Ich wünschte, ich hätte mich schon früher dazu entschlossen, aber auf der anderen Seite hätte ich mich vielleicht im Nachhinein geärgert, weil die Brüste in den Wechseljahren noch grösser wurden und ich dann wieder eine Riesenbrust gehabt hätte.
Es war alles gut so, wie es war und ich freue mich wahnsinnig darauf, neue Kleider zu kaufen und wieder aktiv am Leben teilzunehmen. Und selbst wenn man die Narben später noch sehen sollte. Damit kann ich gut und gerne leben.

Gastbeitrag Brustverkleinerung: Birgit

Grüße an alle und danke für diese informativen Seiten. Ich hätte mich gefreut, wenn es sowas schon vor meiner OP gegeben hätte…

Meine OP war 2008 und beendete – wie wohl bei allen – eine lange Diskussion mit mir selbst. Natürlich hatte ich unter meiner Oberweite gelitten… 80 G bis H… kein BH sitzt… ständiger Griff in den Rücken um alles zurecht zu zuppeln… Griff nach vorn um alles zu verstauen… Sackoberteile… anzügliche Blicke, gerade im Schwimmbad und häufig auch dumme Kommentare… Omabadeanzüge… Sport nur ohne Hüpfen, Springen, Laufen… kurz und gut: wo immer ich hin wollte… meine Brüste waren schon immer eine halbe Stunde vor mir da.

Andererseits: eine durchaus große OP mit den üblichen Risiken, drohender Verlust der Empfindungs – und Stillfähigkeit, Nekrosen, Verlust der Brustwarzen, Narben und die Angst, an einen unfähigen oder mittelmäßigen PC zu geraten. Ich bin ein Angsthase. Meine Diskussion mit mir selbst dauerte daher mehr als 20 Jahre. Vielleicht braucht alles seine Zeit… Rückwirkend hätte ich mir selbst mehr Entscheidungsfreudigkeit gewünscht. Trotz Schmerzen, Wundheilungsstörungen und nicht gerade geringer Narbenbildung hätte ich das alles viel früher machen sollen. Punkt!

700 und 800 gr wurden entfernt. 80 C… mit Winterspeck auch mal 85 C. Auch nach mehr als 5 Jahren bestehe ich jeden Bleistifttest mit Leichtigkeit. Meine Narben jucken manchmal immer noch und vielleicht gehe ich das irgendwann noch mal an. Aber sie stören mich nicht wirklich. Ich trage sie mit einem gewissen Stolz, denn sie erinnern mich daran, was ich geschafft habe. Männer – überschaubare Anzahl – haben sie noch nie gestört. Die Empfindungsfähigkeit hat nicht ab- sondern zugenommen. Das hat mich überrascht und natürlich auch gefreut. Früher habe ich anderen Frauen neidisch auf die Brust geschaut. Heute hab ich Spass an meiner eigenen. In den letzten Jahren ist sie weicher geworden, aber ich gehe auch stramm auf die 50 zu, also „passt“ das auch. Ihre schöne Form hat sie aber behalten und ich fasse sie gern an. Das war vor der OP anders.

In puncto Sport geht jetzt alles. Und wenn es nicht geht, liegt das an meiner Faulheit und nicht an der Oberweite.

Klamotten!!! Mit Mitte 40 hab ich das erste mal schulterfreie Tops, Bandeaubikinis und Kleider mit Spaghettiträgern getragen. Ohne BH… Ade du dröger Oma-Look!

Meine Gesprächspartner schauen mir zwar auch heute noch auf die Brust… wenn ich das will und entsprechend in Szene setze. Im wesentlichen schauen sie mir aber in die Augen.

Und um zum Schluss noch Ross und Reiter zu benennen:
Nach langer Recherche hatte ich mich für ein konservatives stinknormales Krankenhaus mit angegliedeter plastischer Abteilung entschlossen. Mir war große Erfahrung im Bereich der Brustchirugie wichtig und ich wollte für den Fall möglicher Komplikationen auf die Recourcen eines Krankenhauses nicht verzichten. Für ein Vorgespräch in der Klinik wurden mir 50€ berechnet. Ich konnte alle Fragen mit der PC besprechen, Fotos wurden gemacht. Dann die übliche Rangelei mit der Krankenkasse. Nachdem ich schliesslich die Fotos an die Krankenkasse gemailt hatte, kam postwendend das ok. Die Fotos habe ich heute noch… sie sind schlimm und machen mich jedes mal traurig. In den letzten 5 Jahren hab ich sie mir höchstens 3 mal angesehen.

Meine OP fand im Krankenhaus der Düsseldorfer Kaiserswerther Diakonie statt. Sie war schmerzhaft und ich hatte noch Wochen danach das Gefühl, als wenn man mir den Stöpsel gezogen hätte. Ich hatte während der OP meine Tage und depressive Anwandlungen, zu denen ich ansonsten nicht neige. Der Service im Krankenhaus war zunächst nicht gut. Ich musste mit Drainageflaschen rechts und links über den Flur um mir das Frühstück zu besorgen. Da ich gefüllte Teller bis heute nicht auf dem Kopf balancieren kann, habe ich neben den 1,5 kg Brust in der Klinik ein weiteres Kilo abgenommen… später aber wieder ausgeglichen. Nach dem 3. Tag hab ich mit aufmüpfigem Nörgeln angefangen. Ich war mit meinen Drainagepullen in den 5. Stock geschlurft und hatte dort die brandneuen und extrem schönen Privatzimmer Plastischen Abteilung entdeckt. Das kann man jetzt gut finden oder nicht… wenn es einem nicht gut geht, wird man egoistisch… und ich bin privat versichert…. kurz und gut: der 5. Stock und das „pampern“ durch die Mitarbeiter tat mir gut. Erst recht die ausgiebige Dusche. Und das elektrisch verstellbare Bett. Ich bin Seitenschläfer und hätte mir in der ersten Zeit nach der OP gern oft einen neuen Rücken gewünscht. Zu Hause hab ich mir dann eine dicke Rolle fürs Bett besorgt, die ich dann in der Seitenlage zwischen die Arme genommen hab. Das hat schön entlastet. Am 6. Tag wurde ich entlassen. Schlapp, schlank und mit dem üblichen Sport-BH.
Düsseldorf ist für mich auch nicht um die Ecke… keine Klinik wäre das gewesen. Aber Frau hat Eltern, Partner, Freundinnen oder eine Bahnkarte. Die Entfernung zu der für mich richtigen Klinik wäre nie ein Kriterium gewesen.

Was weitere BHs angeht… Ich setze auf Fachpersonal und die damit verbundene kompetente Beratung. In nahezu jeder Stadt gibt es gute Wäsche- oder Miederfachgeschäfte… altmodisches Wort mit manchmal auch altmodischen Verkäuferinnen. Für diese manchmal in die Jahre gekommenen Lädchen möchte ich aber mal eine Lanze brechen. Lebenserfahrung und Fachverstand. Es gibt in puncto Brust eigentlich nix, was die nicht schon gesehen haben. Heute greif ich auch gern mal im Internet oder am Grabbeltisch zu… in der ersten Zeit nach der OP haben mir diese Damen aber wirklich gut geholfen.

Arbeitsfähig war ich nach ca. 4 Wochen. Das hatte ich unterschätzt. Aber die Power kam nur langsam wieder. Eine offene Stelle unter der Brust wollte sich gar nicht schließen. Irgendwann hatte sich aber auch das erledigt.

Tja… was macht man, wenn man um 2 Uhr nicht mehr schlafen kann? Man stöbert und schreibt was im Netz. Das war also meine OP. 5 Jahre ist das her und in den letzten Stunden hab ich noch mal alles hoch geholt.

Fazit: Machen!

Einen guten Morgen an alle!

Birgit

Gastbeitrag Brustverkleinerung – Ines

 

Ein freundliches Hallo an alle, die wie ich diese so interessante Homepage von Leonie verfolgen!

Ich möchte mich kurz vorstellen. Ich bin Ines, 51 Jahre alt, 1,60 m klein und wiege jetzt seit 5 Jahren 54 kg (vorher zwischen 48 bis 55 kg) und habe zwei erwachsene Söhne. Meine Statur würde ich als zierlich, aber sportlich (weil gut muskulös ausgebildet) bezeichnen.

Meine Brüste waren schon immer größer als das normale Maß, in der Schulzeit wurde ich deswegen viel gehänselt. Obwohl es damals  nur Gr. 75 C-D war. Ich hab es als gegeben hingenommen und hätte früher nie gedacht, welche Entwicklung dies im Verlauf meines Lebens nehmen wird.  Denn mit Beginn der Wechseljahre fingen meine Brüste an zu wachsen – ich hatte am Ende Gr. 75 F und wurde immer unglücklicher damit.

Außerdem stellten sich vor vier Jahren massive Rückenprobleme in der Lendenwirbelsäule ein, ich musste nach anderthalb Jahren starker Schmerzen trotz konservativer Behandlung dann doch operiert werden. Meine  Wirbelsäule hat mehrere Baustellen – u. a. als Schäden durch die ca. 2 kg Brust, die auf Dauer zur Fehlstatik mit Beschwerden (Schulter- Nackenbereich, LWS, BWS usw.) führten.

Als meine Wechseljahre nach Entfernung beider Ovarien vor zwei Jahren schlagartig vorbei waren, stellte sich mir die Frage, ob ich wirklich diese riesigen Brüste nun für den Rest meines Lebens mit mir herumschleppen muss.

Und ob ich die ganzen Einschränkungen und Schmerzen beim Sport beispielsweise so akzeptieren muss … Naja, diese Gedanken kennen alle Betroffenen sicher zur Genüge.

Also ging ich im Februar 2013 zum PC und ließ mir auf eigene Kosten ein Gutachten erstellen. Dann bat ich den mich behandelnden Orthopäden um ein entsprechendes Gutachten und schrieb Ende April 2013 mit diesen Unterlagen einen Antrag auf Kostenübernahme einer Mammareduktionsplatik an meine Krankenkasse (BKK mobil oil).

Dieser wurde umgehend abgelehnt, womit ich aber gerechnet hatte. Dagegen Widerspruch einzulegen, war für mich nur folgerichtig. Also recherchierte ich (und fand u.a. den Erstantrag auf Kostenübernahme, den Leonie hier veröffentlicht hatte) und schrieb insgesamt vier volle Seiten Begründung, warum ich diese OP bei mir für angezeigt halte und warum die KK die Kosten dafür tragen sollte.

Ca. vier Wochen später erhielt ich die Kostenübernahmeerklärung – und zwar für die OP durch genau den PC, der das Gutachten erstellt hat und unter Benennung der Klinik, in der das gemacht werden soll (weil der PC dort Belegbetten hat) ohne mich überhaupt beim Medizinischen Dienst vorstellen zu müssen.

Meine Freude war riesig, denn ich wußte, dass das ein toller Erfolg war …

Also nahm ich die Umsetzung in Angriff.

 

Mein Op-Termin war der 6. Dezember 2013.

Alter: 51 Jahre, BH-Größe vorher: 75 F

Körpergröße 1,60 m, 55 kg

 

Von mir angestrebte Größe: “so klein wie möglich”, wurde noch mal als Ziel definiert. Allerdings sagte der PC ja schon in der Vorbesprechung, dass ein B-C-Körbchen bei mir unrealistisch und nicht machbar ist (Begründung war die Breite des Brustansatzes, den man direkt unter den Achseln misst …)

Es wurden entnommen: rechte Seite 500 g Gewebe (Brust war größer als links), linke Seite nur 400 g, mein PC hat mit der Methode nach Robbins gearbeitet.

 

Ich war 4 Tage im Krankenhaus, am Vortag eingecheckt, 2 Tage post Op durfte ich heim.

Ich bekam einen Kompressions-BH Anita in 75 B/C.

 

Die Schilderung der Tage im Krankenhaus etwas ausführlicher:

 

Op-Tag

  • um 10.00 Uhr wurde ich mit meinem Bett in den OP-Bereich transportiert, dort erfolgte dann nach kurzer Wartezeit das Anzeichnen durch den PC, wir einigten uns nochmals über die Größe und dann kam auch schon die Anästhesistin und es ging auch schon los: kurzes Gespräch mit ihr, nebenbei wurde der Zugang gelegt, EKG angeschlossen und dann bekam ich schon die Lachgasmaske auf
  • um 13.30 Uhr wurde ich im Aufwachraum wach gemacht – und hatte ziemliche Schmerzen in der ganz straff bandagierten Brust aus der unten auf jeder Seite ein Schlauch mit dem daran hängenden Reddon heraus kam
  • ich versuchte zu schlafen, aber das war mir nicht möglich, aber ich war sehr froh, dass mir nicht schlecht war
  • nach einer Stunde ging es aufs Zimmer, wo ich merkte, dass mir auch total die Brustwirbelsäule weh tat vom langen auf dem Rücken liegen
  • ich bekam ein Kissen 80 x 80 cm, was ich mir noch unter legen konnte und es gab eine Antibiotika-Infusion und Ibu-Tabletten (400 mg )
  • obwohl ich so müde war, konnte ich nicht schlafen …
  • 17.30 Uhr kam das Abendessen und ich setzte mich dazu im Bett auf und hab mir auch zugetraut, dann zum Pipi machen zu gehen (langsam, aber es ging), bei der Gelegenheit sah ich mich das erste Mal im Spiegel und war froh über den Anblick, denn oben war quasi alles platt und ich war mir sicher, dass mir viel Last genommen wurde
  • die erste Nacht post OP war nicht schön, Brust und Rücken taten mir weh und meine Zimmernachbarin musste gefühlte 15 mal zum WC, sodass ich nicht viel Schlaf bekam
  • ich hab alle 4 Std. eine 400er Ibu-Tablette genommen und hatte trotzdem nie Schmerzfreiheit

 

1 Tag post Op

  • obwohl ich fürchterlich schlapp und müde war, hab ich das Bett öfter mal kurz verlassen und bin ein wenig im Zimmer herum gegangen, um den Rücken zu entspannen und dem Kreislauf auf die Sprünge zu helfen
  • mittags zum Zeitung Lesen saß ich sogar eine Weile am Tisch
  • um 13.00 Uhr kam mein PC zum Nachschauen, Schläuche entfernen und Verband wechseln und bei der Gelegenheit teilte er mir die Gewebe-Entnahmemengen mit und ich sah meine neue Brust das erste Mal und war sehr froh bei dem Anblick
  • die Brustwarzen hatten sich schon vor dem Check bemerkbar gemacht (ziepten etwas), also auch da alles soweit gut gegangen
  • auch an diesem Tag hatte ich durchgängig Schmerzen trotz Ibu Tabletten, da ich am Abend schon meine Tageshöchstdosis (2400 mg) davon weg hatte, gab mir eine Schwester (glaub ich aus Barmherzigkeit) eine Voltaren für die Nacht, wofür ich sehr dankbar war
  • apropo Nacht: die war wieder sehr unruhig, denn die Zimmernachbarin hat entweder ganz laut geschnarcht oder sie musste zum WC, also an Erholung und Schlaf war nicht wirklich zu denken

 

2 Tage post Op

  • morgens gegen 9.15 Uhr kam schon mein PC zur Kontrolle
  • er nahm den Verband ab und wechselte einige Klammerpflaster-Strips, und danach wurde mir der Kompressions-BH angezogen und der PC gab grünes Licht für die Entlassung,  nach dem Mittagessen hab ich mich dann abholen lassen, vom subjektiven Empfinden her wäre ich gerne noch zwei bis drei Tage im Krankenhaus geblieben, wenn mir das Schlafen möglich gewesen wäre!
  • Die Autofahrt war nicht sehr angenehm weil sich eben jede Unebenheit ziemlich bemerkbar machte
  • zur Entlassung gab es dann noch einen Streifen mit 10 Ibu 400 mg

Immer genau eine Woche nach OP musste ich zur Kontrolle und zum Pflaster Wechseln zum PC. Jedesmal war er zufrieden mit dem Heilungsverlauf.

Schmerztabletten hab ich ab Tag 5 Post OP keine mehr genommen – ich hatte Angst, dass ich sonst nicht rechtzeitig merke, wenn sich was unter den Pflastern entzünden sollte oder sonst was …

 

Die ersten drei Wochen hatte ich neben den üblichen Wundschmerzen durch die Narben und das Pieksen und Brennen in der Brust ziemliche Probleme mit den Schwellungen durch den Lymphstau, der dazu führte, dass nicht nur die Brüste geschwollen waren, sondern auch unterhalb der Rippenbögen und von den seitlichen Narben ausgehend nach hinten alles ziemlich weh tat. Ich habe deshalb über dem  Kompressions-BH noch ein ziemlich gut komprimierendes Hemd an, was ich auch jetzt noch trage. Ein Weglassen des Hemdes hatte ich vor zwei Tage mal für paar Stunden probiert – die Schwellungen nahmen deutlich zu (Lymphstau ?)  … also bin ich gerne bereit, es noch eine Weile zu tragen.

 

Ich habe die Brüste tagsüber öfter mal gekühlt, das hat immer wieder gut getan. In der vierten Woche post OP wurden zum Glück diese brennenden Schmerzen in den Brüsten beim Gehen usw. immer weniger und verschwanden fast ganz. Nur die BW sind irgendwie gereizt dann … aber das geht auszuhalten.

 

Genau vier Wochen Post OP hab ich wieder angefangen mit der Arbeit (Büro).

Außerdem kamen die letzten Pflaster ab und der PC sagte, jetzt geht es los mit der Narbenpflege. Morgens soll ich Keto-Cote Silikongel auftragen, und abends mit Bepanthen massieren.

Da die Narben alle noch Schorf drauf hatten, hab ich zunächst dreimal am Tag Bepanthen einmassiert. Keto-Cote brannte am Anfang noch, deshalb hab ich es erst mal weg gelassen und nun vor zwei Tagen damit angefangen.

 

Die Narben sind teilweise sehr knotig, besonders in der Unterbrustfalte von der Mitte ausgehend nach unten (weil dort nicht genug Kompression da war?) worüber ich sehr erschrocken war. Morgens sind die Narbenschwellungen aber doch deutlich geringer als sie sich abends anfühlen. Ich spüre an einigen Stellen ganz kurze Fadenenden, die herauspieksen. Sie stören ein wenig bei der Massage, aber sie werden schon weg gehen mit der Zeit. Frage mich nur, wie lange das dauern wird…

 

Zum Ergebnis insgesamt:

Meine Messungen haben ergeben, dass ich immernoch ca. 500 g Brustgewebe je Seite habe und so auf eine BH-Größe von 75 D (bis E) komme. UBU ist 77 cm, BU ist 97 cm und oberhalb der Brust direkt unter den Achseln quer gemessen habe ich 92 cm.

 

Insgesamt bin ich mit der neuen Brustform schon zufrieden, mit der Größe muss ich mich arrangieren. Das Gesamtbild passt aber, muss ich sagen. Vielleicht ist ja auch noch nicht alles ganz abgeschwollen, und die Berechnung mit den ca. 500 g pro Seite wird sich noch verifizieren. Naja, wir werden sehen.

 

Nun bin ich aber doch in vielen Fragen noch unsicher, wie ich mich richtig verhalten soll, weil die Erfahrungen einfach fehlen.

  •  Sport habe ich bisher nur für den Unterkörper gemacht, ansonsten viel spazieren gehen, an manchen Tagen zwei mal 3 km (zwei Einheiten). Nun frage ich mich, wann ich wieder mit dem Tanzen (Standard und Latein) anfangen kann. Wenn die Brüste nach dem Spazieren gehen nicht mehr weh tun? Wenn ich die Arme besser heben kann  ohne dass gleich die Narben ziehen?
  • Vielleicht sollte ich auch Folie auf die Narben kleben, beispielsweise tagsüber im Büro? Auch wenn die Arbeit nicht körperlich anstrengend ist, aber die Arme bewegt man immer – und das ziept eben mit der Zeit doch ganz schön.
  • Außerdem steht die BH-Frage an. Den Kompressions-BH möchte ich noch lange tragen (insgesamt vielleicht das erste Jahr lang). Insofern möchte ich gerne Wechselmodelle kaufen. Hat jemand Erfahrungen mit dem Kompressions-BH-Modell von La MichelleBei meiner BH-Suche bin ich auch auf den Z-Bra gestossen. Hat damit vielleicht jemand Erfahrungen gemacht?

 

Ich würde mich sehr über mögliche Antworten zu meinen Fragen freuen. Gleichzeitig bin ich auch gerne bereit, meine Erfahungen weiter zu geben.

Herzliche Grüße,
Ines

Gastbeitrag Brustverkleinerung – Katrin

Liebe Leonie,
ich werde nun doch schon meine Geschichte schreiben, damit anderen Frauen so schnell wie möglich geholfen werden kann mit meinen Tipps. Hoffe ich jedenfalls 🙂
Also:
Bei mir fing es vor etwa 2 Jahren mit argen Spannungskopfschmerzen an, die dann zeitweise sogar zur Migräne ausarteten. 😦 Kam alles vom Nacken. Ich muss dazu sagen, dass ich im Büro arbeite, also Schreibtischarbeit. Später kamen dann arge Rückenschmerzen dazu und wenn ich nackt da stand, konnte man mein Hohlkreuz sehen.
Gott sei Dank gibt es in meiner Firma die Möglichkeit, sich massieren zu lassen. Anfangs tat ich dies 1 mal die Woche, dann musste ich zwei mal pro Woche hin, um etwas Ruhe von den Schmerzen zu bekommen. 25 Minuten Massage kosteten mich jedes mal 20 €, dass war auf die Dauer schon recht teuer, wie sich ja jeder selbst ausrechnen kann.
Irgendwann erwähnte mein Masseur, dass er davon ausgeht, dass die Schmerzen von meinen Brüsten kommen könnten. Na super, dachte ich im ersten Moment. Da es aber gar nicht besser wurde, wurde mir dann von meinem Arbeitgeber ein höhenverstellbarer Tisch zur Verfügung gestellt, was leider auch nicht das gewünschte Ergebnis Linderung brachte. Manchmal ging es mir so schlecht, dass ich mich überhaupt nicht mehr konzentrieren konnte.
Da gar nix mehr half, ging ich zum Orthopäden. Der verschrieb mir erst mal KG. Aber das geht ja auch nicht so oft. Ich bekam 2 Rezepte, dann bin ich zu meiner Hausärztin, da ich zusätzlich noch Schmerzen im linken und später auch rechten Arm bekam. Also wieder KG. Aber auch das half nichts….
Kurz und gut, ich rief bei meiner KK an und fragte, was ich tun muss, um Bewilligung einer BV. Also ich muss sagen, die Frau war super lieb und hat mir viele Tipps gegeben. Dafür danke ich ihr heute noch 🙂
Ich ging also wieder zum Orthopäden, damit er mir ein Schreiben aufsetzt, indem steht, dass eine BV unbedingt nötig ist. Dies tat er dann auch (natürlich gegen Bezahlung, dass war es mir aber wert). Er schrieb sogar rein, dass es auf Dauer mit Massagen und KG teurer käme als diese einmalige BV. (schrieb ich ja oben schon)
Das schickte ich dann mit einem persönlichen Schreiben an meine KK. Dazu sendete ich auch gleich Fotos mit (die verlangen sie sowieso). Bei mir kam auch noch unter der Brust, in der Falte, arger Hautausschlag hinzu. Im Sommer war es am schlimmsten. Aber auch im Herbst oder Winter hatte ich diesen. Davon machte mein Mann auch Bilder und ich sendete diese mit.
Ok soweit so gut. Ich wartete eine Woche, dann kam ein Schreiben meiner KK, dass sie noch folgende Unterlagen benötigen:
Eine Einschätzung vom plastischen Chirurgen (inkl. Bilder und vorgemalter Brust, wie es aussehen sollte), dass kostete mich 60 €, da es eine Privatpraxis war. Aber auch das war es mir wert.
Dann wollten Sie noch ein Schreiben meiner Haus-oder Frauenärztin, dass keine organischen Gründe, für mein Leiden vorlagen. Dies bekam ich dann auch ganz schnell von meiner Frauenärztin.
Dies schickte ich dann alles nochmals mit einem persönlichen Schreiben von mir. Dauerte leider 4 Wochen, da die Unterlagen vom plastischen Chirurgen ewig nicht kamen – nach zehn Anrufen, erhielt ich sie dann… sogar mit einem Entschuldigungsschreiben von seiner Assistentin, was ich ganz toll fand.
Als ich die Unterlagen dann hingesendet hatte (vorab schon per Email, damit es schneller geht), hatte ich wieder eine Woche später ein Schreiben  meiner KK im Briefkasten. Und da stand dann drin, dass ich mich am 22.11.2013  beim MDK vorstellen soll. Oh je dachte ich. Das wird dann gar nix. (Ich las vorher natürlich im Internet darüber, was auf mich zukommen könnte und machte mich dadurch noch verrückter) man liest da ja auch nicht soviel gutes drüber.
Aber ich hatte dann eine wirklich super nette Ärztin, die sogar erlaubte, dass mein Mann mit rein durfte. Sie machte dann auch nochmal Fotos meiner Brüste, ich musste meine Größe und Gewicht angeben und ein paar Fragen beantworten.  Das wars dann schon. Sie sagte, dass sie mir jetzt leider nicht sagen könnte, ob es klappt aber wir merkten ihr an, dass sie hinter meiner Sache stand. Es würde aber am Freitag noch eine Entscheidung fallen und diese wird dann per Fax an meine KK gesendet.
Da ich ja kein Mensch bin, der Geduld hat, rief ich natürlich am Nachmittag bei meiner KK an 🙂 die bekamen aber nichts bis zum Feierabend (ich bat um sofortigen Rückruf).
Am Montag rief ich wieder an, war aber auch noch nix da (ich rief in Wiesbaden an) aber sie schickten es vom MDK direkt nach FFM, was ich dann bei dem endlich erwarteten Anruf mit bekam. Die nette Frau sagte mir, dass meine Anfrage auf die Mammareduktionsplastik bewilligt wurde. Ab diesem Zeitpunkt weiß ich nichts mehr von dem Gespräch, da ich so überglücklich war. Aber ich bedankte mich dann einen Tag später nochmal bei der Dame. Das schriftliche OK bekam  ich ein paar Tage später.
Am Donnerstag, den 05.12.2013 bekam ich dann einen Termin im KH zum Vorstellungsgespräch. Da wurden auch wieder Fotos von der Ärztin gemacht (die übrigens auch super lieb war) und ich musste ein paar Fragen beantworten. Ich bat um einen kurzfristigen OP – Termin, am besten vor Weihnachten. Dies klappte dann auch super, am 10.12.2013, wurde ich operiert. Jetzt vier Wochen später, bin ich immer noch so glücklich, dass alles so reibungslos geklappt hat…. es hat keiner daran geglaubt, inkl. aller Ärzte, mein Mann und mir. Aber manchmal kommt eben alles anders, als man denkt.
Zum Abschluss noch meine Daten vor der OP: Ich bin 1,68 groß, wiege 70 kg und hatte Körbchengröße 75 E obwohl mein Arzt schon eher auf 75 F getippt hatte. (Ja, der BH hatte auch etwas eng gesessen am Ende, also sage ich jetzt mal, dass ich 75 F hatte.
Man hat mir in der rechten Brust 257 gramm und in der linken 400 gramm Gewebe entfernt und dies mit der T-Methode. Jetzt habe ich eine 85 B und das reicht mir auch vollkommen aus. 
Liebe Mädels, ich hoffe, dass ich euch ein wenig helfen konnte.
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.
Liebe Grüße,
Katrin

Almost 8 weeks Post Op Breast Reduction

Etwa 8 Wochen nach der Brustverkleinerung, sie hat ebenfalls Fotos von den Narben gepostet. Super!
Guck bitte auch die anderen Beiträge. Sie schreibt zwar auf Englisch, man kann heutzutage aber schon ganze Webseiten übersetzen lassen.

gotsmallboobies

Hola my SB & BB Chica’s!

So sorry I have been MIA, I have been crazy busy at work. Here I set almost 8 weeks post op & I am feeling pretty darn good.

Started working out a few weeks ago, but yesterday I started Jillian Micheals 30 Day Shred & let me tell first it kicked my ass. Then from doing jumping jacks I really felt like my incisions were being pulled. Bra was to loose I think. So today I bought 3 new Danskin bra’s. Lets see how these girls work. I went for 36C over 38C hoping it will be tighter and give me more support.

The rib pain I have discussed before is essentially gone, Amen to that.

I am finally sleeping much better, side sleep is less painful now. I still have swelling on my sides but I manage.

Otherwise feeling great, best thing ever…

Ursprünglichen Post anzeigen 134 weitere Wörter

Gastbeitrag Brustverkleinerung – Betty

Liebe Betty, ich danke Dir,

dass Du Deine Geschichte mit uns teilst! Es hilft sicherlich vielen Leserinnen!

———————————————–

Meine OP war am 17.10.13. Auch ich hatte bereits als Teenager C-D. Meine beiden Kinder habe ich gestillt (in der leisen Hoffnung, dass dies auch zu einer Reduktion des Volumens führt…) und bin daraus mit einer dauerhaften E-F (85/90) hervorgegangen. In den rd. 13 Jahren danach haben meine Rückenprobleme dafür gesorgt, dass ich zeitweilig Dauergast bei meinem Orthäden war. Dieser und auch mein Gyn haben recht bald die Empfehlung ausgesprochen, dass ich mir die Brüste verkleinern lassen sollte; allein ich konnte mich nicht dazu entschließen. Nach einer Hysterektomie haben bei mir nicht nur schlagartig die Wechseljahre eingesetzt – ach ja, ich bin 53 Jahre alt – sondern meine Brust hat auch noch einmal an Volumen zugelegt. Zeletzt hatte ich 95 G. Ende Januar 2013 habe ich mich dazu durchringen können, mich bei einer Spezialistin wegen eines Gutachtens vorzustellen. Aufgrund dieses Gutachtens hat einer meiner zwei Kostenträger nach Vorlage eines Kostenvoranschlags die Übernahme der Kosten zugesichtert (der andere benötigte hierfür noch die ausführliche Stellungnahme meines Orthopäden).

Wie gesagt, ich wurde am 17.10. operiert. Mir wurde vor der OP deutlich gemacht, dass ich nicht damit rechnen dürfe ein C- oder sogar ein B-Körbchen zu bekommen. Die Brustwarze müsse eine zu große „Strecke“ versetzt werden was das Risiko von dauerhaften Empfindungsstörungen oder im schlimmsten Fall Nekrosen bzw. Absterben der Brustwarze bedeuten könne. Die OP hat beinahe 4 Stunden gedauert. Aus jeder Seite wurden 800 Gramm Gewebe entnommen. Ich wurde wach mit 4 Drainageschläuchen und einem Dekolté, das auf mich den Eindruck „D“ machte. Ich steckte nicht in einem Kompressions-BH, sondern meine Brust war abgepolstert und mit Bandagen gewickelt, die Nähte sind mit Steristrips abgedeckt. Es zeigte sich relativ schnell, dass hinsichtlich meiner BWen alles in Ordnung ist, alles fein durchblutet. So lange ich die Drainagen hatte, wurde ich weiterhin nur bandagiert. Die Drainagen wurden in 2 Etappen gezogen. Sobald die letzten entfernt waren, habe ich einen Sport-BH (Microfaser) angepasst bekommen, der an den Seiten und im Vorderbereich recht hoch geschnitten ist. Er hat übrigens die Größe 100 C und sitzt im BW-Bereich etwas luftig, um diese nicht einzuengen. Den Sport-BH soll ich 4 – 6 Wochen rund um die Uhr tragen. Ich wurde am gleichen Tag entlassen. Jetzt bin ich bereits seit einigen Tagen wieder Zuhause und war schon bei meinem Gyn wg. Arbeitsunfähigkeit usw. Der zierte sich ein wenig, die Steristrips zu wechseln und sagte mir, ich solle das im KH machen lassen, wo ich mich eine Woche nach der Entlassung wieder vorstellen soll. Heute morgen aber sahen die Strips so bäh aus, dass ich gleich direkt zum Wechseln ins KH fahre. Gestern sahen sie noch ganz OK aus, aber ich denke, dass die Nähte im Schlaf doch zu sehr belastet werden… Schmerzen habe ich nicht wirklich. Eher ein wundes Gefühl – als hätte ich mit meiner „natürlichen“ Oberweite sehr lange auf dem Bauch gelegen. Ich nehme aber vor dem Schlafengehen Novo?? Tropfen, um zu verhindern, dass ich bei jeder Bewegung wach werde.

Rückenschmerzen hatte ich seit der OP übrigens nicht mehr – trotz KH-Bett!

Ich beantworte gerne weitere Fragen zu meiner Vorgschichte oder zur OP.
Lieben Gruß von Betty

Bitte, wenn Du Fragen hast, schreib Betty einen Kommentar unten! 

Würdest Du mit Deiner Geschichte auch gerne helfen oder andere Meinungen dazu hören, schreibe mir eine Email!

 

 

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