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Brustverkleinerung – wie sie abläuft

Mich hat es auch schon vor der Verkleinerung interessiert, wie so eine Op eigentlich aussieht und abläuft. Bei youtube findet man alles, auch Chirurgen nehmen mal OPs auf und stellen es rein.

Wer einen starken Magen hat und interessiert ist, könnte zB. diese Videos abchecken:

Die Brustwarzen werden hier mit einem Stiel versetzt:

  • Brustverkleinerung mit Erklärungen, was wohin versetzt wird. Ein T-Schnitt wird gemacht, die Brustwarzen werden ebenfalls verkleinert. Bei einem T-Schnitt wird die Brust unten schneller rund, man sieht die endgültige Form früher.
  • Die Plastische Chirurgie in Utah stellte mit Erklärungen dieses Video ein, wo einer Frau unter Beruhigungsmittel und örtlicher Betäubung eine Brustverkleinerung verpasst wurde. Sie machen es immer so und nicht unter Narkose, weil so die Komplikationsrate geringer ist. Hmmm… ich weiss nicht, ob ich es so gerne gehabt hätte!
  • In diesem Video wird ein I-Schnitt durchgeführt, wo also in der Unterbrustfalte keine Narbe entsteht, nur um die Brustwarzen herum und von dort nach unten. Weniger Narben, aber dafür kann man auch nur weniger Gewebe entfernen. Die Brustform am Ende sieht etwas komisch aus und es braucht auch länger, bis die Bust unten schön rund wird.
  • Man kann auch nur die Brustwarzen verkleinern lassen, wenn man es so mag, wie es in diesem Video gezeigt wird. Hier wird kein Brustgewebe entnommen, nicht gestrafft.
  • Bei Männern können die Brüste durch Fettabsaugung (Liposuktion) unter örtlicher Beteubung oder durch einen Schnitt unter der Brustwarze und Entfernung des Gewebes durchgeführt werden. Das überschüssige Fett purzelt nur so fast alleine raus durch das Loch.
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Brustverkleinerung – Die ersten 7 Wochen post Op

Op: 1. November 2012

BH-Größe veränderte sich von 85K auf 85E.

Es wurde insgesamt 2500 g Gewebe entfernt.

Unterbrustumfang: 83 cm auf 82 cm (2 Wochen Wert)

Brustumfang: 118 cm auf 106 cm (2 Wochen Wert)

Gewicht: 82,8 kg auf 79 kg (2 Wochen Wert)

Oberteil Größe 46 (knapp), 48 (locker) > 42 (knapp), 44 (locker)

5 Tage im Krankenhaus, am Vortag eingecheckt, 4 Tage post Op durfte ich heim.

Mein Mann ist danach noch 7 Tage zu Hause geblieben, viel Hilfe war aber nicht nötig. Er wollte ursprünglich 14 Tage zu Hause beiben, nach einer Woche ist er aber wieder arbeiten gegangen. Morgens und abends hat er mir aber noch weiterhin mit den Kindern geholfen (6,5 und 3 Jahre alt).

2 Tage post Op
Haare gewaschen, ich beuge mich nach vorne in die Dusche, es geht gut mit den Armen. Ich kann mich vorsichtig anziehen. Ich bewege mich vorsichtig auf dem Flur und hole mir Wasser und Kaffee. Das Gefühl in der rechten Brustwarze ist schon zurückt und es ist angenehm. Links spüre ich noch nichts.

4 Tage post Op
Wieder zu Hause. Mein Mann fährt mich, wir gehen kurz einkaufen. Viel schaffe ich nicht zu laufen, schleppen darf ich nicht. Eine Tütensuppe kann ich kochen.

5 Tage post Op
Voll geduscht, dabei lasse ich so wenig Wasser auf die Brüste, wie möglich, das Wasser kommt eher auf meinen Rücken.

5-11 Tage post Op
Mein Mann zieht aus dem Schlafzimmer vorübergehend aus, ich brauche meine Ruhe, ich habe Angst, dass er im Schlaf zufällig meine Brüste trifft. Ich schlafe jeden Nachmittag ein wenig.

  • Foto: 6 Tage post Op von der Seite. Die Löcher unter der Narbe markieren die Stelle, wo die Drainage drin steckte und festgenäht war. Die Stria auf den Brüsten sind trotz Staffung geblieben, sie laufen jetzt nur anders runter. Die kann man durch die Op nicht entfernen!

8 Tage post Op
Die Fäden um die Brustwarzen herum werden gezogen, die anderen werden gekürzt. Erstere spüre ich kaum, letztere mehr. Davor werden die durchsichtigen Tapes von der Narbe entfernt. Mein Mann fährt mich hin und wartet mit den Kindern im Café. Danach gehen wir noch bisschen spazieren. Das Gefühl in der linken Brustwarze ist zurück, es tut weh.

9 Tage post Op
Schlafen in halb seitlicher Position mit Stillkissen hinter dem Rücken ist möglich, auf der Seite noch nicht. Ich habe Kissen an beiden Seiten und unter den Knien.
Ich bekomme das erste Mal nach der Op meine Tage – macht aber keine Probleme, ich kann alles machen und richten, wie gewohnt. Im Gegensatz zu früher, habe ich keine schmerzende Brüste als PMS.

10 Tage post Op
Mein Mann hat Geburtstag und ich habe diesmal kein Geschenk für ihn – ausser den eingepackten neuen Brüsten 😉

12 Tage post Op
Das erste mal shoppen gewesen, den ersten Bh probiert: Größe 42 Oberteile, 85D in Bh (knapp) – die Brüste sind eher flach und gehen in die Breite, es ist schwer, überhaupt einen passenden BH zu finden. Gekauft habe ich nichts, es ist noch zu früh und ich muss eh noch wochenlang den Kompressions-BH tragen.
Mein Mann schläft wieder im gemeinsamen Bett, ich fühle mich mit den Kissen in Sicherheit.

13 Tage post Op
Staub gesaugt, aufgewischt – nur obere Etage. Mein Mann arbeitet wieder, ich bin vormittags alleine zu Hause und kann mich ausruhen.
Nachmittag kurz auf der rechten Seite geschlafen – dabei der linke Arm eingeschlafen. Tat an der Narbe nur kurz weh, danach war das Ziehen weg.

14 Tage post Op
Auto gefahren in der Stadt (ging gut, würde aber nicht jeden Tag machen), Friseurbesuch, Einkauf alleine – die Sachen habe ich einzeln reingetragen.
Voll duschen nur wenn die Haare gewaschen werden müssen (alle 3 Tage), sonst nur duschen unten und Katzenwäsche oben. Möglichst wenig Wasser auf die Brüste gelassen.

15 Tage post Op
Spielplatz mit den Kindern zu Fuß, hat aber nicht gut getan, Magen schlecht, erschöpft – er ist nur 400 m von uns entfernt.

16 Tage post Op
Geherzelt im Bh, ich konnte mich aber nicht entspannen, musste ständig an die Brüste denken.
In der Nacht länger auf der Lieblingsseite (rechts) geschlafen.

18 Tage post Op
In eine andere Stadt gefahren (15 Minuten hin, dann zurück)
3 Stunden lang war ich ohne Stutti unterwegs und fühlte mich dabei verletztlicher, weniger geschützt, weniger kompakt
Mein Bauch ist immer noch aufgebläht und hat 4-5 cm mehr Umfang, als vor der Op.

In der letzten Woche brennen die Brüste viel. Beim Liegen tut nichts weh. Beim Stehen spüre ich die Narben, die ziehen. Oft habe ich auch einen „Krampf“ in der Brust, der in einem Bereich rechts auf 13 Uhr auftritt, kommt und geht.

20 Tage post Op
Quickie ging ohne Bh ohne Probleme
Shoppen gefahren: im Triumph-Laden habe ich mich beraten lassen: 85D, 80E momentan. Der Bh war sehr groß, hat alles bedeckt, hatte ich früher bei 80J nicht, da quoll noch alles raus. Ich habe keinen BH gekauft. Bügel-BH geht überhaupt nicht wegen den Narben.

22 Tage post Op
Eine Stelle unter der linken Bw hat eine Kruste, die nicht verschwinden will. Ist es eine Nekrose? Dem PC habe ich eine Email geschickt mit Fotos. Er antwortete innerhalb von 15 Minuten und meinte, es ist keine, sieht prima aus.

  • Foto: BW mit der kleinen Kruste, wo die Nähte zusammenlaufen. Es ist nichts, wie es sich auch später bestätigt. Die Kruste fällt später von alleine ab.

25 Tage post Op
Fahren ging viel besser, fast wie vor der Op.
Schlafen auf beiden Seiten geht wie vor der Op. Die Knie muß aber auf ein Kissen, damit ich mich nicht zufällig auf die Brüste drehe.

27 Tage post Op
Mit meiner Tochter im Schwimmbad gewesen. Sie hatte Schwimmkurs, ich habe zugeguckt. 2 Stunden im Badeanzug, nicht ins Wasser gegangen.

28 Tage post Op
Erkältet, Halsschmerzen

30 Tage Post Op
Die Brüste sind ein Monat alt. Sie brennen nicht mehr, keine Krämpfe. Nur die Narben ziehen leicht. Der Bauch ist wieder normal groß (zu groß). Meine Tochter ist krank.

5 Wochen post Op
Ich habe mit „Sport“ angefangen: 15 Minuten ‚Walk at Home‘ mit Leslie Sansone – da ohne hüpfen, ohne Arme, nur walken an der Stelle, es geht super! Zwei Tage später nochmal 10 Minuten walken und 15 Minuten Fahrrad-Ergometer.
Einige Male zum Sport-Bh (Triumph High Performance) gewechselt, dabei kam rechts ein „dog ear“ raus, weil der Bh nicht hoch genug ist. Nachts Kompressionsbh mit Stutti. Die Brüste pellen ab, die Haut geht ab, ich habe sie 1-2 Mal eingeschmiert, danach aber gelassen, das Problem hat sich gelöst. Die Narbe unten juckt sehr.
Die Krusten sind weitestgehend abgefallen.
Ich habe schon 2 kg zugenommen und ich habe wieder meine Tage.

  • Foto: Dog ear am Ende der Narbe, wölb sich raus, wenn der BH an der Seite nicht die ganze Narbe bedeckt. Es ist aber später von alleine verschwunden, der Kompressions-Bh war da besser, als der Sport-BH. Soweit ich weiss, ist ein dog ear bei langen Narben normal, kommt daher, dass an den Seiten nicht so viel gestrafft wird. Es kann auch bei örtlicher Beteubung korrigiert werden, wenn man es mag. Man sieht noch, dass es nur noch wenige Krusten gibt und dass die Haut abpellt.

6 Wochen post Op
Vorsorge bei meiner Frauenärztin. Sie macht auch Ultraschall: eine Zyste blieb drin, die untypische andere Zyste wurde rausgenommen. Sie meinte auch, dass die Brüste an der Seite noch hätten kleiner werden können. Fettgewebe ist vorhanden, durch Abnahme könnten sie noch etwas kleiner werden. Sie werden noch weiter abschwellen, aber nicht bis kleines C. Sonst riesen Unterschied, sie hat mich auf der Flur kaum erkannt. Ich habe auch eine andere Haarfarbe. 😉 Ich bin die einzige Patientin von ihr, die eine Kostenübernahme bekommen hat.

Nach dem Termin habe ich mich im plastischen Chirurgie Forum beschwert, dass ich die Größe nicht gut finde, mir passt immer noch der 75I Bh von früher. Auch wenn der Unterschied enorm ist, sind die Brüste einfach zu groß geblieben. Mein Badeanzug passt mir auch perfekt. Die Verkleinerten haben es verstanden, die Vergrösserten haben mich angekackt: Wieso will ich mit fast 40 ohne Bh rumlaufen, dafür soll die Krankenkasse nochmal bezahlen? Ich soll selber die Korrektur finanzieren, wenn ich die Brüste immer noch groß finde.

Ich habe kurz auf dem Bauch geschlafen im Kompressions-Bh mit Stutti, war aber nicht bequem.

Knapp 7 Wochen post Op: Kontrolle beim plastischen Chirurgen

Ich kam rechtzeitig, musste jedoch trotz Termin wieder eine Stunde warten. Im Sprechzimmer wurde ich dann in 5-6 Minuten abgefertigt, so dass dabei auch noch eine Schwester wegen einer Unterschrift störte. Ich habe mich zuerst bedankt, und für die zwei behandelnde Ärzte eine Schachtel Lindt Pralinen übergeben. Die Ärztin war auf Urlaub, der PC hat für sie eine Nachricht von mir notiert. Ich musste mich danach sofort ausziehen und der PC hat die Brüste betrachtet. Er meinte, sie haben eine schöne Form. Ich sagte ja, aber sie sind viel zu groß geblieben. Die Hälfte hätte gereicht, ob man da was noch tun könnte. Er holte erst aus dem Nachbarzimmer die Kamera, um Fotos zu machen. Dabei erklärte er mir, dass man durchaus noch was machen kann. Aber die Brüste sind noch voll mit Lymphödem, was ich daran sehe, dass der Bh Abdrücke hinterläßt und in der Brust Verhärtungen sind. Vor allem an den Innenseiten wäre noch viel, er schätzt es auf 200 ml pro Brust. So viel?? – fragte ich. Ja ja! – war die Antwort. Sie werden noch kleiner. Aber sie werden nie im Leben B – sagte ich. Hier holte er die Kamera und machte von vorne und von beiden Seiten Fotos. Danach durfte ich mich anziehen und er sagte, ich darf alles wieder machen, auch schwimmen. Ich fragte noch konkret nach Tischtennis. Er fragte, ob ich im Verein spiele, ich sagte ja. Im Kompressionsbh mit Stutti darf ich es auch spielen.

Ich habe vergessen zu fragen, wie lange ich noch Sport-Bh tragen soll.

Er sagte noch, wir sehen uns das nächste mal im Juni und wenn ich die Brüste immer noch zu groß finde, können wir entweder wieder schneiden oder absaugen. Das können wir das nächste mal besprechen. Aber er denkt, bis dahin werde ich mit der Größe zufrieden sein und sie würden zu mir passen. Dabei störte die Schwester und er musste was unterschreiben. Ich war fertig und durfte gehen.

Ich finde, alles war zu schnell und hektisch. Im Sommer werde ich es nicht so laufen lassen. Die Schwester habe ich noch gefragt, wann ich den Termin für Juni ausmachen soll, sie sagte 6 Wochen vorher. (Ich habe dann 2 Monate vorher den Termin ausgemacht und da war schon alles für Juni voll. Am Ende habe ich einen Termin für 11. Juni 2013 bekommen.) Ich musste noch eine Überweisung von meiner Frauenärztin besorgen, was ich am nächsten Tag gemacht habe und per Post zugeschickt habe. Es war die letzte Woche vor Weihnachten.

  • 6 Wochen und 6 Monate Vergleichswerte: der PC meinte zu mir bei der Kontrolle, die Brüste werden noch abschwellen und im Sommer, nach 6-7 Monaten werde ich schon mit der Größe zufrieden sein. So ist es aber nicht geworden. Die Brüste sind jetzt 6 Monate alt und sie haben nur die Form geändert, wurden aber nicht wesentlich kleiner:
  • Gewicht: 81,3 kg > 80 kg
  • Entfernung der Brustwarze zum Schlüsselbein: 24 cm > 24 cm
  • Brustumfang: 106 cm > 105 cm
  • Unterbrustumfang: 83 cm > 83 cm

Am nächsten Tag hatte meine Tochter wieder Schwimmkurs. Sie fragte immer, wann ich endlich mit ihr reingehe. Im großen Becken sind um die Zeit die Wasserspiele runtergelassen, wie Dino, Polyp, Ente, Matten. Sie wollte früher rein und mit diesen spielen. Mein Sohn wollte natürlich auch rein. Jetzt konnte ich auch mit den beiden rein. Schwimmen war ja nicht möglich, aber im Wasser war ich drin. Am selben Abend habe ich das erste Mal (und das letzte Mal im Jahr 2012) wieder Tischtennis gespielt. Eine andere Dame aus unserer Mannschaft war auch da, wir haben und verabredet – sie wurde ebenfalls im November operiert, nur an der linken Hand. Sie fing auch erst wieder mit dem Training an. Die erste halbe Stunde waren wir beide vorsichtig und haben nicht besonders gut gespielt. Nach und nach habe ich bemerkt, dass mir die Brüste auch nicht weh tun, wenn ich energischer draufhaue. Es lief super, so blieb ich bis zum Ende, 2.5 Stunden lang habe ich gespielt. Ich war sehr glücklich und zufrieden, ich habe nichts verlernt.

Ich habe im Internet viele vorher-nachher Fotos von Verkleierten angesehen und einige auf dem Laptop gespeichert: Diese haben mir von der Größe her gefallen, diese wollte ich ja selber haben, Körbchengröße B(C) eben. ich habe eine Montage gemacht, das Kuckucksei auf einem Foto zeigen meine Brüste. Ich werde die Montage im Sommer dem PC zeigen. Er soll mir diese Größe zaubern:

Montage

Ich habe die Montage im Forum gezeigt, alle wussten sofort, welche ich bin. Meinen Freundinen habe ich sie auch geschickt, sie haben meine anhand meiner Schilderung auch erkannt. Ich habe die Form von den Brüsten gar nicht beachtet, nur die Größe. Ich glaube, die Form hinzukriegen ist ziemlich schwierig.

Genau 2 Monate nach der Brustverkleinerung bin ich mit meinen Kindern nach Ungarn geflogen. Es war überhaupt kein Problem, nichts hat weh getan, ich konnte auch die Koffer vom Band ziehen. Schleppen musste ich eigentlich nichts.

In 7 Wochen habe ich also die Kontrolle beim Chirurgen und werde eine erneute Op als Größenkorrektur ansprechen. Eigentlich ist nicht die Op fraglich, sondern wer diese finanzieren wird.

 

Brustverkleinerung – Narbenentwicklung

Einige haben mehr Glück mit den Narben, andere weniger. Man kann es leider nicht im Voraus wissen. Es wird empfohlen, dass man in den ersten paar Wochen kein Wasser auf die Narben lassen soll, man kann irgendwelche Tapes draufkleben, eincremen, Kompression drauflegen, damit der Schweiss die Narbe nicht aufweicht (aus diesem Grund auch möglichst nicht im Sommer operieren lassen). Mir wurde im Krankenhaus gesagt, dass ich nach dem Fädenziehen (8 Tage post Op) wieder duschen kann, baden erst nach 6 Wochen. Und ich soll mit den Narben so wenig wie möglich machen, natürlich wäre besser. So habe ich es auch gemacht. Ich habe geduscht, nicht zu heiß, nicht zu lang und nach 7 Wochen war ich im Schwimmbad. Ich habe nichts abgeklebt und nichts draufgeschmiert. Ich finde, die Narben vorne sind sehr schön geworden, nur an der einen Seite ist die Narbe wulstig.

Ich hatte schon zwei Kaiserschnitte und die Narben entwickelten sich dabei unterschiedlich. Beim ersten Mal hatte ich unter der Narbe mehrere Hämatome und die Narbe war auch wulstig. Beim zweiten Kaiserschnitt wurde diese Narbe nochmal aufgeschnitten, das wulstige Teil wurde entfernt. Bei der zweiten Narbe hatte ich keine Störungen und sie sieht auch sehr gut aus, eine feine weiße Linie nur.

Fotos:

Narben um die linke Brustwarze herum und runter – 8 Tage – 1 Monat – 3 Monate – 5 Monate post Op

  • ich glaube, man kann gut sehen, dass sich die Brust nach paar Monaten gesenkt hat, runder wurde. Die Form der Brustwarze hat sich nicht sehr viel verändert

Narben um die linke Brustwarze herum – 9 Tage – 5 Monate post Op

  • zum besseren Vergleich die zwei Fotos nebeneinander

Narben in der Unterbrustfalte bei der rechten Brust – 9 Tage – 5 Monate post Op

  • diese Narben sind dicker, aber man sieht sie nicht und sie sind ebenfalls hell und nicht rot

Wulstige Narbe an der rechten Seite – 9 Tage – 5 Monate post Op

  • ein Teil der Narbe steht raus, ist dick und rötlich. Kann korrigiert werden, sowohl mit Laser, als auch mit Skalpell – da ich nach 12 Monaten eine neue Op habe, werden die Narben alle entfernt und neu gemacht

Narbenentwicklung an der rechten Seite in mehr Detail – 1 Monat – 3 Monate – 5 Monate – 10 Monate – 12 Monate post Op

  • Nach 7 Wochen habe ich wieder mit Tischtennis angefangen, ich denke wegen den Zugkräften ist diese Narbe so auseinandergegangen.

Gesamtbild von vorne – 2 Wochen – 5 Monate post Op

  • die rechte Brust war schon vor der Op größer und hier wurde auch 200 g mehr Gewebe entfernt. Die Brust blieb immer noch größer als die andere und deswegen senkte sie sich auch mehr in den 5 Monaten. Insgesamt finde ich sie doppelt so groß, wie sie sein sollten, deswegen möchte ich noch eine Größenkorrektur

Brustverkleinerung – die Zeit im Krankenhaus

 

Über die Brustverkleinerung selber habe ich in einem früheren Post geschrieben. Nach der Op blieb ich noch 4 Nächte im Krankenhaus und Montag Vormittag durfte ich heim.

1. Post-Op-Tag
2. November, Freitag

Um 6 Uhr bin ich aufgewacht, es war der erste Tag nach der Brustverkleinerung. Die Schwester kam noch vor 7 Uhr, sie hat den Blutdruck gemessen, der wieder ziemlich niedrig war (100 zu 60). Die Temperatur lag unter der Zunge bei 37 Grad. Nach dem Frühstück (1 Brötchen mit Magerquark und Pflaumenmus – ich habe es hier kennengelernt und seitdem esse ich es sehr gerne) habe ich mich am Bett gewaschen. Die Schwester hätte es auch getan, war aber nicht nötig, mir taten die Wunden nicht weh. Sie hat mir etwas Wasser und einweg Handschuhe gebracht. Die Ärztin kam um 10:30, sie hat mich angeguckt und die Pflaster entfernt. Die Narben selber blieben mit einem Tape bedeckt und kamen erst 8 Tage nach der Op beim ersten Kontrolltermin ab, als die Fäden gezogen wurden. Ich hatte nur irgendein Stoffschlaufe an den Brüsten, die ich mir noch vor der Op anziehen musste. Ich habe die Ärztin gebeten, mich mit meinem Handy zu fotografieren. Das war das erste Foto von den neuen Brüsten. Beim Liegen gingen die Brüste noch ziemlich in die Seiten. Danach hat die Ärztin noch für den Hb-Wert Blut abgenommen. Sie war auch bei der Op dabei und sie war sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Wie ich es später erfuhr, lag der Hb Wert bei 8.9 – im September war er auch schon unter der Grenze mit 11.8, daraufhin nahm ich zu Hause Ferro Sanol duodenal. Gegen Verstopfungen hat das Brötchen mit Magerquark und Pflaumenmus sehr gut geholfen.

Von diesem Tag an war ich schrecklich aufgebläht. Ich hätte den ganzen Tag auf dem Klo verbringen können, aber der Kreislauf spielte noch nicht mit.

Um 13 Uhr war eine Frau vom Sanitätshaus da, hat mich angeguckt und gemeint, ich bräuchte einen Kompressions-Bh in Größe 90 D/E!! Das war für mich der erste Schock. 90 könnte ich noch verstehen, aber Körbchengröße D/E?! Wieso? Wir haben doch besprochen, dass ich ein B Körbchen kriege, aber mit einem C wäre ich auch noch zufrieden gewesen. Ein Kompressions-Bh sollte auch fest sitzen, kann nicht zu weit sein. Habe ich wirklich immer noch so eine große Größe?? Die Frau meinte, sie kann auch B/C mitbringen, wenn ich es meine. Hat sie dann auch getan, aber wir haben die Anprobe doch mit D/E angefangen. Man würde denken, es ist eine große Op, die schon mal 3,5 Stunden lang dauern kann und große Wunden hinterlässt. Aber die Hautareale sind an der Brust anscheinend nicht so empfindlich. Beim Ausziehen der Stoffschlaufe und Anziehen des Kompressions-Bhs hatte ich weiterhin keine große Schmerzen. Allein den Stellen, wo die Drainagen an den Seiten aus der Brust kamen, drückte der Bh unangenehm. Die Schläuche kamen raus und gingen in zwei kleine Flaschen, wo sich das Wundsekret sammelte. Solange was nachkam, blieben sie drin. Sobald die Drainagen gezogen werden können, darf ich auch nach Hause gehen. Dadurch, dass die Krankenkasse bezahlt hat, habe ich zwei Kompressions-Bhs bezahlt bekommen (dies ändert sich vom Bundesstaat zu Bundesstaat). Auf der Rechnung stand 195 Euro/Stück. Später haben wir die Rechnung über den Eigenanteil bekommen, zwei BHs kosteten mir 20 Euro, den Rest übernahm die TKK. Ich habe einen BH in Schwarz und einen in Weiss bekommen, den schwarzen Bh hat mir die Frau gleich angezogen. Am ersten Tag kam durch die Drainagen 80 ml Flüssigkeit raus. Wenn es unter 20 ml ist, dürfen sie raus.

Ein Paracetamol 500 habe ich genommen, bevor der Bh angezogen wurde. Und später noch ein Schmerzmittel zum Schlafen. Weh tat mir allerdings kaum was. Manchmal drückte die Drainage. Meine Familie kam Nachmittag. Meine Tochter hatte Angst vor der Nachbarin, die nur ein Bein hatte, so ist sie gar nicht in unsere Nähe gekommen. Sie hat mir ein Geschenk überreicht, wo drauf stand, dass sie mich mag. Sie waren dann schnell weg, aber meine Schwiegermutter ist noch ein drittes mal gekommen. Also… Das fand ich schon ein bisschen übertrieben. Ich habe ihr sagen müssen, dass ich am nächsten Tag keinen Besuch empfangen möchte. Die Kinder kommen auch nicht, bevor ich mobiler werde. Ich musste meine Tochter woanders treffen, wie im Tagesraum nebenan, wo die Nachbarin nicht dabei war. Dazu musste ich laufen können.

Nachmittag habe ich der Schwester gesagt, dass ich ins Bad muss. Sie soll bitte zur Sicherheit im Zimmer bleiben, ich möchte es jedoch alleine versuchen. Es ging auch gut, trotz dass es mir schwindelig war. So ging ich am Abend und dann auch die Nacht alleine ins Bad. Das war der erste Erfolg!

2. Post-Op-Tag
3. November, Samstag

An diesem Tag war ich schon mobiler. Ich bin um 5 aufgestanden, nachdem ich ganz gut geschlafen habe. Ich habe mich bisschen sauber gemacht, die Zähne geputzt. Zu Hause habe ich noch überlegt, ob ich es werde tun können: meinen Arm mit der Zahnbürste hin und her zu bewegen oder soll ich mir eine elektrische Zahnbürste besorgen. Die Sorgen waren unbegründet, alles lief super. Ich konnte mich auch auf einen Stuhl hinsetzen, wenn es mir zu schwindelig war. Um 8 Uhr kam das Frühstück (ich wählte jeden Tag Quark mit Pflaumenmus auf Brötchen) und danach ein Arzt, der die Brüste angeguckt hat. Kompressions-Bh aufzumachen hat nicht weh getan. Er war zufrieden und zuversichtlich. Ich hoffte auch, dass ich in 2 Tagen heim darf. Flüssigkeit links 140 ml, rechts 150 ml insgesamt. Nach dem Essen war ich mehrmals auf dem Flur, habe Wasser und Kaffee geholt. Dazu musste ich vielleicht 20 m hin und 20 m zurück laufen. Es ging langsam, ich wollte ja auch nicht rennen. Ich musste dabei die zwei Drainagenfläschchen in der Hand halten, so musste ich Kaffee und Wasser nacheinander holen. Ich wollte mich auch bewegen, damit ich bloß keine Thrombose kriege. Andere Frauen, die sich in einer Privatklinik operieren lassen, sind nur eine Nacht in der Klinik, danach müssen sie meist nach Hause, sie würden also auch schon rumlaufen. Mir war noch etwas schwindelig und ich war schwach und müde, ich blieb nicht lange vom Zimmer weg und ich habe tagsüber entweder auf dem Handy Filme geguckt oder geschlafen. Nach dem Mittagessen habe ich ein Abführmittel bekommen, da ich bis dahin kein großes Geschäft hatte, nur aufgebläht war – ich muss echt sagen, die Blähungen und die Thrombosespritze waren schlimmer, als die Brustschmerzen. Lefax habe ich auch bekommen. Ich hatte sowohl Eisentabletten, als auch Lefax dabei, durfte sie aber nicht nehmen, ich musste der Schwester Bescheid sagen und von ihr habe ich die Medis nehmen müssen. Ich habe mich in Klamotten fotografiert, mich umgezogen. Mich umzuziehen war kein Problem, ich kam mit den Armen gut ins Oberteil rein, die Hose konnte ich auch anziehen. Wegen dem niedrigen Hb Wert nahm ich von da an 2 Eisentabletten am Tag. Mein Blutdruck war wieder 100 zu 60, Temperatur 37,1 unter der Zunge. Das Abführmittel hat bis Abend schön geholfen, die Schwester konnte endlich einen Haken in meine Akte setzen.

An diesem Tag hatte ich keinen Besuch, ich habe nur mit meinem Mann gechattet. Es war sehr schön, ich habe niemanden vermisst, ich war entspannt und konnte mich erholen.

3. Post-Op-Tag
4. November, Sonntag

Ich habe im Krankenhaus erstaunlich gut geschlafen. Ich habe im Vorfeld oft gelesen, dass man schnell Rückenschmerzen bekommt, bei mir war es aber nicht so. Ich habe die Rückenlehne und das Fußteil des Bettes nach oben gefahren, es war sehr bequem. Das Stillkissen habe ich nicht gebraucht, war nur im Weg. Wenn ich nicht mehr auf dem Rücken liegen konnte, habe ich mein Po ein wenig zur Seite gedreht. Sitzen war auch bequem, dabei hat nur ab und zu die Drainage gedrückt. Einmal war ich in der Nacht im Bad, ohne Vorfälle und um 7 Uhr bin ich aufgestanden. Ich konnte mir ohne weiteres die Haare waschen, so dass nur der Kopf nass wurde. Ich beugte mich in der Dusche nach vorne, so dass ich draussen stehen blieb. Duschen durfte ich noch nicht, ich habe mich nur abgewaschen – diesmal am Waschbecken, nicht im Bett. Nichts tat dabei weh.

Die Schwester kam, Blutdruck besserte sich mit 110 zu 70 (Kaffee!!), Temperatur 36.8. Auf der rechten Seite ist seit gestern keine Flüßigkeit mehr nachgelaufen, die Schwester meinte, da kommt bestimmt die Drainage raus. Links kamen 40 ml, da bleibt sie noch drin. Allerdings lief links den ganzen Tag nichts mehr nach. Die Ärztin kam Nachmittag und meinte, wir lassen zur Sicherheit die Drainagen an beiden Seiten bis morgen früh drin. Weil eben sehr viel Flüssigkeit rauskam, die Wunde groß ist, viel entfernt wurde, sicher ist sicher. Morgen früh können wir dann beide Seiten ziehen und ich darf auch heim. Den Bh soll ich jetzt 4 bis 6 Wochen lang Tag und Nacht tragen und am 18. Dezember – nach knapp 7 Wochen – ist dann die erste Kontrolle beim PC.

Nach 15 Uhr war meine Familie zu Besuch. Meine Tochter (6,5 J)meinte, sie vermisst mich nicht. Mein Sohn (3 J) sagte, ich soll heute mit ihm nach Hause. Er hat aber schnell akzeptiert, dass ich erst morgen komme, wenn er aus dem Kindergarten nach Hause kommt. Ich war so mobil, dass wir uns draussen im Tagesraum und auf dem Flur aufhalten konnten. An diesem Abend habe ich mir im Bad den Bh aufgemacht und mir alles angeguckt. Die Brüste waren eher flach und gingen sehr in die Breite. Die Brüste fand ich ganz ok, ich hatte noch keine Vorstellung von der Größe, was ich zu Hause anziehen kann, welche Klammotten passen werden. Mir ist nur aufgefallen, dass mein Bauch riesen groß war. Ich war aufgebläht und wie ich es öfters gelesen habe, kommt es nach einer Op oft vor, dass der Bauch so groß ist. Bei mir blieb er auch noch wochenlang so.

4. Post-Op-Tag
5. November, Montag

Blutdruck 105 zu 80 und 36,6 Grad kurz vor 7 Uhr. Hmmm… Ich sollte meine Tage zwei Tage später, Mittwoch kriegen, aber es sah nicht danach aus – kein PMS in Sicht. Hehe, ich hatte vor der Periode immer Brustschmerzen, die waren nicht vorhanden. 😉 Ich war gespannt, wie es mit dem Zyklus weitergeht. (Meine Tage habe ich dann mit 3 Tagen Verspätung, Samstag bekommen. Es war wie immer, keine Einschränkungen, keine Schmerzen diesbezüglich.)

Ich habe zwar gut geschlafen, aber mit großen Hinterkopf-Schmerzen aufgewacht, deswegen habe ich ein Paracetamol genommen. Zeit nach Hause zu gehen. Rechts habe ich 160 ml, links 170 ml Flüßigkeit im Fläschchen. Ich hoffe, das wird noch durchgehen. Etwas nach 9 Uhr kam die Ärztin, die auch bei der Op dabei war. Sie hat gleich damit angefangen, dass ich heute entlassen werde. Da war ich schon sehr glücklich! Sie gab mir einen Brief mit dem Bericht mit. Daraus habe ich erfahren, dass neben dem PC noch zwei Ärztinnen assistiert haben. Sie hat für mich zwei Termine ausgemacht: 8 Tage nach der Op für Fädenziehen und 7 Wochen nach der Op für die erste Kontrolle. Danach waren die Drainagen dran. In den Foren liest man immer, wie sehr Verkleinerte vor dem Ziehen der Drainagen Angst haben. Es soll fürchterlich weh tun 😉 Die es schon hinter sich haben, können nur erzählen, man kann es kaum spüren. Und es war auch wirklich so. Erstmal wurden die Fäden um die Drainagen herum gekürzt – das hat etwas weh getan. Danach musste ich tief Luft holen und dabei wurde die Drainage gezogen – dies empfand ich viel weniger schlimm. Das Loch wurde mit einem Pflaster abgeklebt. Ich durfte es beim ersten Duschen abzupfen. Die Pflaster auf den Narben waren wasserfest, ich durfte ab da an duschen. Die Ärztin meinte, ich soll den Kompressions-Bh 4-6 Wochen lang Tag und Nacht tragen. Ich soll Eisen weiter nehmen.

Um halb 10 habe ich meinen Mann benachrichtigt und habe meine Sachen gepackt. Die Schwester haben zwei große Packungen Lindt Schokolade bekommen. Danach haben wir im Café noch was getrunken und kurz einkaufen gefahren. Kurz vor 12 sind wir zu Hause angekommen, mein Sohn musste abgeholt werden. Das hat mein Mann erledigt, in der Zeit habe ich eine Tütensuppe gekocht, den Koffer ausgepackt. Nachmittag habe ich Filme geguckt, während mein Mann die Kinder zum Englisch fuhr. Sie waren 2,5 Stunden lang weg. Als sie zurück kamen, war es abenteuerlich: meine Tochter legte sich vorsichtig auf mich, sie wurf etwas auf mich und dann schlug sie mir auch noch auf eine Brust. Da bin ich aufgestanden und mich im Schlafzimmer eingesperrt. Eine Stunde später sind die Kinder ins Bett gegangen, die Vorbereitungen liefen da gut. Wir haben von der Uroma einen Liegestuhl besorgt, es war sehr bequem – hatte die selbe Form, wie das Bett im Krankenhaus. Nur leider hatte unser Kater was dagegen und hat in der Nacht draufgepinkelt. So wurde mein Vorhaben, mich auf dem Liegestuhl zu erholen, gleich zunichte gemacht. 😉

Damit fing die Zeit zu Hause an..

 

Brustverkleinerung: die Op

 

1. November 2012, Donnerstag

Ich habe sehr gut geschlafen, trotz dass ich kein Kissen bekommen habe. Ich habe am Morgen danach gefragt und sofort eins bekommen. Die Schwester meinte, meins hatte wohl meine Nachbarin ausgeliehen. Ich hatte mein eigenes Stillkissen dabei, ich habe es im Krankenhaus aber eigentlich nicht gebraucht, das Bett umzustellen hat gereicht, um Rückenschmerzen vorzubeugen. Um 5:43 bin ich alleine vor dem Wecker auf dem Handy aufgewacht. Ich habe geduscht und mir nochmal die Haare gewaschen. Ich wasche mir die Haare sonst jeden zweiten Tag, deswegen war ich in Sorge, wie es nach der Op funktionieren wird. Ich weiß noch, dass ich geträumt habe, dass ich ein Stück Schokolade gegessen habe und ich es wegen der Narkose nicht hätte tun dürfen. Im Traum hatte ich Angst, dass die Op deswegen verschoben werden muss. 😉

6:20
Ich war fertig im Bad und konnte glücklicherweise auch das große Geschäft erledigen. Es wurde ja jeden Tag nach der Op gefragt, ob man es schon geschafft hat. Irgendwie ist es echt peinlich, jeden Tag mit einem Fremden darüber zu sprechen, es ist aber auch wichtig. Da ich seit meinem niedrigen Hb-Wert schon seit Wochen Eisentabletten genommen habe, was den Stuhl fester macht, habe ich mich gefreut, dass ich es vor der Op hinter mir hatte.

Um 7:15 musste ich in das benachbarte Gebäude zum Anzeichnen gehen. Ich war schon etwas früher dort, habe geklingelt, aber niemand war da. Ich musste auf den Chirurgen eine halbe Stunde warten. Ich hatte Zeit zum Nachdenken, mich zu freuen.. und alle 3 Minuten den Lichtschalter zu drücken. Dann kam der PC und wir gingen in die Praxis. Er hat mir erzählt, dass ich als Zweite gegen 10 Uhr rankomme, ich werde in meinem Zimmer abgeholt. Bei der Mammographie 2  Monate davor wurden bei mir zwei Zysten in der linken Brust gefunden. Eine war atypisch. Ich habe den PC gefragt, ob er die auch mitentfernen wird. Er wollte es mit Ultraschall überprüfen und meinte bei der Untersuchung, dass die zysten gut aussehen, er kann sie aber entfernen, weil sie dahin fallen, wo er das Gewebe wegschneiden wird. Er hat die Stellen auch nicht markiert. Wochen nach der Op stellte sich allerding bei meiner Frauenärztin heraus, dass eine Zyste drin geblieben ist. Der PC nahm einen Marker in die Hand und hat die Linien auf den Brüsten eingezeichnet, wo er schneiden wollte. Zumindest hat er es versucht, ich war aber so nervös, dass ich geschwitzt habe und der Stift funktionierte erst, wenn er die Stelle abgewischt hat. Na, das war aber auch wieder peinlich.. für mich. Für ihn wohl nicht, wahrscheinlich war ich nicht die Erste, bei der es so gelaufen ist. Die untere Hälfte der Brust wird ganz weggehen, die waagerechte Linien ergeben die zukünftige Unterbrustfalte und die senkrechte Linien die senkrechte Narbe runter von den Brustwarzen. Die Brustwarzen werden auf einem Gewebestiel nach oben versetzt (15 cm höher auf die Entfernung von 21 cm von dem Schüsselbein), die Stelle wurde auch markiert. Ich habe dabei dem Arzt noch einmal gesagt, dass ich kleine Brüste mit B Körbchen haben möchte. Er sagte, er hat es verstanden, aber eine gewisse Größe müssen sie haben. 10 Minuten später war ich fertig.

Ich bin wieder auf die Station in mein Zimmer gegangen und habe Fernseh geguckt. Um halb 10 kam mein Mann und hat mir einige Sachen gebracht (Handtuch, Wecker und Nachtlicht). Wir haben geredet und darauf gewartet, dass mir jemand Bescheid sagt, wann ich mich umziehen soll. Die Kompressionsstrümpfe, ein Netzslip mit Einlage, ein Stoffteil für die Brüste später und ein Kittel (hinten geöffnet) waren schon hingestellt. Um 10:20 kamen zwei Schwestern und haben sich gewundert, wieso ich noch nicht umgezogen bin. Ich habe mich gewundert, wieso mir niemand Bescheid sagte. Sie haben draussen gewartet, bis ich fertig war, ich habe mich dann auch von meinem Mann verabschiedet. Mit meinem Bett fuhren wir runter in den Op-Vorbereitungssaal. Im Vorraum musste ich mich selbsständig von meinem Bett auf das Op-Bett rübersteigen. Da es dort schon sehr kalt war, habe ich eine Wärmedecke bekommen, meine Arme und Hände waren aber frei und haben später sehr gefroren. Es kann aber auch sein, dass ich es auch wegen der Narkose so empfunden habe. Mit diesem Op-Bett wurde ich ins Vorbereitungsraum geschoben, was eigentlich ein Durchgang war. Eine Schwester und ein Pfleger waren bei mir und haben den Zugang gelegt. Sie haben mit mir auch geredet, haben dies und das über meinen Beruf gefragt (ich bin Genetikerin). Danach habe ich eine Maske mit Sauerstoff auf den Mund und Nase bekommen. Da dachte ich noch, ich halte es in dieser Kälte keine Minute länger mehr aus, habe die Finger bewegt, sie sind mir schon fast abgefroren. Ich habe noch überlegt, wonach dieses Gas riecht und in der nächsten Sekunde war ich schon weg. Ich habe schnell noch auf die Wanduhr geguckt: 10:40

14:20
Im Aufwachraum bin ich wach geworden, ich wurde gerade vom Op-Bett auf mein Bett bewegt, ich habe gespürt, dass ich hochgehoben und aufs andere Bett gelegt werde. Eine Stunde lang war ich im Aufwachraum neben dem Op-Saal. Dort gab es auch eine Wanduhr, auf der ich gesehen habe, wie spät es schon ist. Ich war benebelt, mir war es schwindelig, es war mir aber nicht übel. Ich bin immer wieder eingedöst und wenn ich wach war, habe ich gehört, wie Zwei rechts von mir am Tisch geflüstert haben. Sie haben mir den Rücken zugedreht. Danach habe ich mit ihnen noch geredet. Mir tat eigentlich nichts weh, ich war nur sehr müde und hätte am liebsten noch weitergeschlafen. Im Mund hatte ich ein Geschmack von der Narkose, war ekelhaft. Nach einer Stunde kam eine Schwester rein und fragte, ob hier jemand von der C1 liegt. Da die zwei Männer es abgestritten haben, habe ich mich gemeldet, ja, da bin ich und es war zwar schön hier, aber jetzt ist es Zeit für mich, auf die Station zurückzugehen. Wenn man betäubt ist, wird man lustig. 😉 Ich kann mich noch erinnern, dass meine linke Seite von der Schwester angeguckt wurde und ich habe dort geblutet – das habe ich dort aber noch nicht mitgekriegt, erst später, als es auf meinem Zimmer turbulenter wurde. Die Schwester schob mich zurück ins Zimmer. Meine Nachbarin war auch schon dort. Eine andere Schwester kam mit uns rein, sie hatte ein Telefon am Ohr, hat nochmal meine linke Seite angeguckt, wo ich geblutet habe. Sie redete mit dem PC. Kurz darauf kam sofort eine Ärztin und hat es sich angeguckt: wo die Drainage in der linken Brust steckte, blutete es etwas aus dem Loch. Später, als ich schon aufstehen konnte, habe ich den handgroßen Blutfleck auf dem Bettlaken gesehen. Ich habe Kühlakkus und Sandsack auf die Brüste gelegt bekommen, es wurde regelmässig angeguckt und es wurde festgestellt, dass die Blutung immer weniger wird, dabei blieb die Brust weich, also kein Grund zur Sorge, das regelt sich schon alleine.

16 Uhr
Meine Schwiegermutter kam mich zu besuchen, die in der selben Stadt wohnt. Ich habe sie eigentlich gebeten, am Tag der Op nicht zu kommen, meine Kinder und mein Mann kamen auch nicht. Ich war noch sehr schwach, sehr müde, konnte die Augen kaum offen halten. Das hat sie nicht gestört, sie hat geredet ;-) Ich habe ab und zu genickt und etwas geantwortet. Was sie mir da erzählt hat, war aber nicht ganz passend. Zwei Wochen vorher ist nämlich ihre Schwiegermutter gestorben, die sie gepflegt hat und sie musste mir gerade jetzt erzählen, wie sie gestorben ist. Ich durfte in der Zwischenzeit meinen Mund mehrmals mit Wasser ausspülen, es schmeckte ekelhaft. Trinken war noch nicht drin. Die Zitronenstäbchen waren leider alle, die hätte ich gerne gehabt.

18 Uhr
Der PC guckte kurz rein und erzählte, dass 1350 Gramm pro Brust entnommen wurde. Er hat alles nochmal überprüft, die Brüste waren weich, die Blutung hörte auf, sammelte sich also nicht drin. Viel geplaudert haben wir nicht, ich war immer noch benebelt. Als er ging, kam die Schwester und brachte mich ins Bad, wo ich Pii machen durfte. Die Tür blieb offen, die Schwester hat mir zugeguckt, was auch gut war, weil ich es schon beim Sitzen spürte, wie mich die Kraft verlässt. Es wurde mir sehr schwindelig und schlecht. Ich sagte zu ihr auch, mir ist schwindelig, muss zurück ins Bett! Schweissausbrüche, ganz kalte Beine inklusive. Ich stand auf, hab nicht mal versucht zu spülen, habe mich am Türrahmen festgehalten. Dann musste ich nur noch 3 Schritte bis zum Bett machen, die Schwester hielt mich fest. Es waren nur wenige Schritte, aber so schlecht war es mir noch nie in meinem Leben. Es hat aber nichts weh getan, die Brüste habe ich nicht gespürt. Als die Füsse wieder hoch lagen, ging es mir schlagartig besser – Kreislauf halt. Ich durfte dann bisschen was essen (halbe Scheibe Brot mit Margarine und Käse – wurde von einem schnuckeligen Pfleger fertig gemacht – zum Glück war er nicht, der mir beim Pinkeln zugeguckt hat) Trinken durfte ich auch. Dabei wurde mir ab und zu übel im Magen, ich habe dann aber etwas gewartet und dann erst weitergegessen. Bis Mitternacht habe ich auch gut geschlafen. Danach musste ich Pipi, habe auf die Schwester gewartet. Sie kam um halb 3 und begleitete mich ins Bad. Sie hat sich noch überlegt, dass sie alleine auf der Station ist, ob wir es riskieren sollen, aber dann durfte ich doch aufstehen. Auf dem Klo ist es mir wieder schwindelig geworden. Ich habe ihr gesagt.. ohoo, ich muss jetzt schnell zurück ins Bett. Ich denke mal, ich hätte nicht unbedingt spülen sollen, dann hätte ich es vielleicht auch geschafft. Aber so kam ich nur bis zur Tür. Ich merkte nicht mal, dass alles schwarz wird, ich war einfach weg. Als ich die Augen aufgemacht habe, lag ich auf dem kalten Boden im Bad, die Schwester sass bei mir und hat mich beobachtet. Sie hat ernst geguckt, nicht geschmunzelt. Es war ein sehr komisches Gefühl, hatte auch noch nie in meinem Leben. Genau wie bei der Op, man verpasst etwas, die Zeit vergeht und man weiss nichts davon. Als wir darüber schon lachen konnten, habe ich die Schwester gefragt, ob sie es gesehen hat oder mir gerade den Rücken zugedreht hat (weil sie vor mir aus dem Bad rausging). Sie hat es gesehen, aber nichts tun können, weil ich es „verdammt eilig mit der Ohnmacht hatte“ – ihre Worte. Das fand ich sehr lustig, auch wenn es nicht lustig war. Ich habe meinen Kopf auch irgendwo aufgeschlagen, war aber nicht schlimm, nur eine kleine Beule. Die Brüste sind heil geblieben, ich bin nicht auf sie gefallen, sondern nach hinten.

So lief also der Tag ab, war lang und aufregend, letztendlich ist aber alles gut gelaufen. Ich war noch 3 Tage im Krankenhaus, darüber schreibe ich im nächsten Beitrag. Die neuen Brüste habe ich erst am nächsten Tag gesehen, da fand ich sie natürlich noch klein genug, ich war ja an eine andere Größe gewohnt. Aber der erste Schock kam auch schon, als mir der Kompressions-Bh angezogen wurde.

Später zeige ich noch Fotos von der Narbenentwicklung, jetzt soll hier ein vorher-nachher Foto stehen, wie die Brüste beim Anzeichnen, 6 Tage post Op (noch mit abgeklebten Narben) und 5 Monate post Op ausgesehen haben.

 

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