In den letzten 7 Wochen hatte ich einfach keine Lust, mich im Keller zum Laptop zu setzen und Beiträge zu verfassen. Die Diät halten wir weiterhin mit meinem Mann. Bei ihm läuft es hervorragend, ich sündige ab und zu, mein Gewicht ist momentan stabil zwischen 84 und 85 kg, heute 84,9 kg. In den 7 Wochen hat sich bei mir also nichts verändert. Ich müsste mir verkneifen, dass ich zwischendurch dies und das noch außer Salat und Fisch esse. An manchen Tagen läuft es sehr leicht, an anderen kann ich nicht widerstehen. Vor allem, wenn ich Stress mit den Kindern habe, merke ich, dass ich gleich in die Küche gehe, um etwas zu essen. Das wiederum stresst mich zusätzlich, so habe ich in letzter Zeit keine so gute Laune.

Impressionen aus der Küche

fisch-salat

 

Kettlebell habe ich in den 7 Wochen auch nur dreimal gemacht und einmal war ich 5 km laufen. Ich habe bei den Workouts den 10 kg Kugel genommen und wo ich es zu schwer empfunden habe, habe ich zum 6 kg gewechselt. Ich war zweimal für eine Woche erkältet und hatte, wie immer, viel Tischtennis. Ich musste bei unseren ersten Damenmannschaft dreimal und bei der fünften Herrenmannschaft einmal aushelfen, zusätzlich zu unseren eigenen Spielen. Darüber hinaus gab es noch die Kreiseinzelmeisterschaften (KEM) und die Bezirkseinzelmeisterschaften (BEM). Bei den KEM startete ich in 3 Konkurrenzen an 3 Tagen (Ü40 – in Einzel; bis 1250 Punkten – in Einzel und Doppel und bis 1400 Punkten – in Einzel und Doppel) und holte im Einzel zweimal Bronze und in Doppel einmal Gold und einmal Silber. Nur wer an BEM (egal mit welchem Ergebnis) teilnahm, durfte paar Wochen später bei den KEM starten. Hier nahm ich in zwei Konkurrenzen teil: in meiner eigenen Kategorie bis TTR 1250 und in der nächststärkeren Klasse bis 1400 Punkten. Ich hatte selber 1081 Punkte. Bei den KEM wurde ich in meiner eigenen Klasse dritte von 12 Teilnehmerinnen und kam damit weiter zum weiterführenden Turnier, wo sich im Mai die ersten 32 besten Spielerinnen in jeder Konkurrenz unseres Bundeslandes treffen und messen werden. In der höheren Konkurrenz habe ich alle Spiele verloren, womit ich aber gerechnet habe. Ich finde es überhaupt nicht schlimm, Spiele zu verlieren. Ich kämpfe, wie ich kann, es macht Spaß und ich liebe die Atmosphäre der Turniere, in der Halle zu sein, unter dieser Spannung zu stehen und die selbe Spannung bei anderen zu beobachten. Auch wenn ich verliere, lerne ich eine Menge daraus, wo ich mich noch entwickeln kann und vor allem habe ich die Chance gegen unbekannte Spielweisen zu agieren.

Ich hatte also in den letzten 8 Wochen schon 37 Einzel und 12 Doppelspiele, was im Durchschnitt mehr als 6 Spiele pro Woche bedeutet (zusätzlich zu meinen drei Trainingseinheiten). Jetzt wo ich diese Zahlen vor mir sehe, kein Wunder, dass ich schon ziemlich müde bin und keine Lust auf zusätzliche Sporteinheiten habe. Ich bin aber Woche für Woche besser, ich habe sehr schön Punkte gesammelt. Aus 1081 wurden 1171 und momentan stehe ich bei 1163. Die zwei OPs hatte ich immer am Ende der Vorrunde und war bis zur Rückrunde wieder fit. In der aktuellen Vorrunde werden wir noch 4 Spiele haben und zweimal muss ich noch bei den Herren aushelfen. Das bedeutet noch etwa weitere 18 Spiele bis Weihnachten.

TT

 

Ich habe weiterhin Podcasts gehört, während ich Haus- und Gartenarbeit gemacht habe, vor allem die Half Size Me Show, die ich im letzten Beitrag schon empfohlen habe. In einer Episode wurde ein Interview mit Marianne geführt, die unter Arthritis leidet und abgenommen hat. Sie wurde Fitness Trainerin und stellt auf ihrer Seite (myomy.tv) Kettlebell Workouts zur Verfügung. Ich werde diese Workouts demnächst probieren und über sie berichten. Ich bin schon sehr gespannt! Ich finde zwar die Kettlebell Workouts von Jillian Michaels und Bob Harper auch gut, aber ich brauche Abwechselung. Es ist so schwer, gute Workouts zu finden und ich denke, jemand, die den selben Weg mit Abnehmen und fitter werden schon bestritten hat, könnte für mich interessante und motivierende Workouts zeigen.

Vor paar Wochen haben wir ein Samsung Gear 2 Uhr gekauft. Mein Mann wird demnächst Bereitschaftsdienst machen. In diesen Wochen muss er eventuell auch spät am Abend oder in der Nacht in die Firma fahren und wenn ich beim TT-Training bin, muss er mich irgendwie erreichen können, damit ich früher nach Hause komme. Die Uhr kann man über Bluetooth mit dem Handy verbinden und damit kann ich auch Anrufe (und Benachrichtigungen) entgegennehmen. Wir haben es bei einem Training auch schon probiert und es funktioniert super. Es ist auch eine Sportuhr, kann darauf zB. Runtastic oder Endomondo laufen, es gibt aber auch ein standard Trainingsapp, die ebenfalls sehr gut zu sein scheint. Ich war mit der Uhr einmal 5 km laufen und habe die normale Trainingsapp benutzt. Diese ist eigenständig, das Handy muss nicht verbunden sein, aber nicht besonders genau, was die Entfernung angeht (kein GPS, die Entfernung wird über die Schrittlänge errechnet). Parallel habe ich Runtastic laufen lassen, die mit GPS 4,66 km angezeigt hat, als die Trainingsapp schon bei 5 km war. Was ich aber trotzdem toll fand, dass ich das Handy aus der Tasche nicht ständig herausnehmen musste, wenn ich die Daten abchecken wollte, sondern nur die Uhr angucken musste. Zusätzlich kam eine Benachrichtigung von der App, wenn ich 50, 90 und 100% des ausgewählten Zieles (5 km) erreicht habe. Als Ziel kann man auch eine bestimmte Zeit oder Kalorienzahl angeben, wie lange man laufen oder wieviel Kalorien man verbrennen möchte. Wie genau die Kalorienangabe ist, kann man sich vorstellen – obwohl man im Profil einstellen muss, wie groß und schwer man ist, oder welches Geschlecht man hat. Ausserdem misst die Uhr über dem Handgelenk auch den Puls und zeigt den Durchschnitt und den Maximalpuls an. Dies ist jedoch auch nicht so genau meiner Meinung nach, wie eine Brustgurt, weil sie mir als Max 180 angezeigt hat (ohne dass ich mich ausgepowert hätte) und mit der Brustgurt kam ich bis jetzt bei voller Belastung nur bis 174 bpm. Trotzdem, wenn man die Daten der Uhr nur untereinander vergleicht, nicht aber mit denen des Handys, dann bekommt man schon ein zuverlässiges Bild über eventuelle Veränderungen im Fitnesslevel. Leider habe ich immer wieder Probleme mit der Verbindung zwischen Handy (Runtastic) und der Brustgurt, meine Pulsdaten sind nicht mehr auszuwerten. Deswegen habe ich mich gefreut, dass diese Gear 2 Trainingsapp und auch die Gear 2 Endomondo App den Puls über die Uhr aufzeichnet, auch wenn keine detaillierte Statistik erstellt wird, was ich bei der Handy Runtastic App so sehr mag. Schade!

Das selbe Lauf-Workout mit der standard Trainingsapp von Gear 2 und mit der Handy Runtastic App aufgezeichnet (die 1113 Schritte gehören nicht zum Workout, einfach ein Beispiel):

gear2

Schrittzähler und die standard Trainingsapp auf Gear 2

runtastic

Handy Runtastic App

 

Ich habe die Gear 2 Runtastic App auch kurz getestet. Die Uhr war dabei mit dem Handy verbunden, die Handy Runtastic App musste laufen und die Daten wurden auf die Uhr live übertragen. Das hat schon mal gut funktioniert. Nur die Pulsdaten waren nicht immer aufgezeichnet, da war aber die Brustgurt und die Runtastic App zusammen schuld. Vielleicht ging es auch nicht so toll, weil sowohl die Gurt, als auch die Uhr über BT verbunden war? Keine Ahnung.

Mit der Gear 2 Uhr kann man in der Nacht auch den eigenen Schlaf aufzeichnen. Sie bemerkt, wann man sich bewegt und wenn man die Aufzeichnung am Morgen stoppt, sieht man, wie viel Prozent man unbewegt gelegen hat. Dies soll die Schlafqualität beschreiben. Ich hatte sie zwischen 93 und 98%, meist bewege ich mich pro Nacht 20-30 Minuten insgesamt. Ein nettes Spielzeug, muss man aber nicht unbedingt haben 😉

Was ich noch gerne angucke, ist der Schrittzähler. Eingestellt ist die empfohlene Anzahl an Schritten, 10.000 pro Tag. Dies erreiche ich nur, wenn ich Tischtennis habe. Bei 5.000 und 10.000 kommt eine Benachrichtigung. Das meiste war 13.564, was ich an einem Tag geschafft habe, laut der Uhr knapp 10 km und 600 kcal. Kellnerinnen, Briefträger und Mütter mit kleinen Kindern schaffen laut einem Artikel 12.000-18.000 Schritte am Tag. Was ich am Anfang nicht wusste, dass ich den Schrittzähler abends nicht zurücksetzen muss, weil dann die Daten gelöscht werden. Die Uhr macht es schon alleine um Mitternacht und fängt auch gleich den nächsten Tag an, die Daten bleiben gespeichert.

Soviel zu meinem Alltag, im nächsten Beitrag zeige ich Fotos, wie meine Narben ein Jahr nach der zweiten Brustverkleinerung aussehen und wie es mir mit ihnen geht, welche Auswirkungen meine Zu- und Abnahme (+7 kg und -6 kg seit der zweiten OP) auf die Form der Brüste hatten.