Posts tagged ‘Techniker Krankenkasse’

Brustverkleinerung 2 – Antrag, Attest und Bescheid

Im Juni 2013 war es soweit, ich hatte einen Kontrolltermin bei meinem Chirurgen, der die erste Brustverkleinerung durchgeführt hat. 7,5 Monate sind seitdem vergangen und meine Brüste sind durchs Abschwellen kaum kleiner geworden. An der Form änderte sich viel, die Brüste waren am Anfang breit, nach 7 Monaten haben sie etwas von der Breite verloren, sie senkten sich dafür, unten hingen sie durch, wurden runder. Normalerweise sieht es dann schön aus, wenn nicht mehr viel Gewebe vorhanden ist. Meine waren aber immer noch ziemlich groß (85 E) und ich glaube, man nennt es in diesem Fall „bottoming out“.

Mein Chirurg fand sie natürlich schön und meinte, sie sind zwar größer als bei anderen Frauen, aber sie würden immer noch zu mir passen. Ich wollte aber viel viel kleinere Brüste haben und ich wusste nicht, wieso er sie nicht so klein gemacht hat, wie wir es im Vorfeld besprochen haben. Ob er sich nur nach eigenem Kopf entschieden hat oder einen medizinischen Grund dafür hatte – wie das Risiko dass die Blutversorgung der Brustwazen in Gefahr wäre, oder andere Risiken eher auftreten würden. Unser Gespräch hielt ziemlich lange, ich habe ihn immer wieder nach dem Grund gefragt, bis wir dabei blieben, dass die Krankenkasse auch wissen muss, dass die vorher besprochene Größe (85 B/c) nur in zwei Schritten erfolgen kann, weil es wegen der extremen Ausgangslage nicht möglich war, so viel Gewebe zu entfernen, dass das Ergebnis nicht gefährdet wird – im medizinischen und ästhetischen Sinne.

Na dann schreiben wir einen neuen Antrag und ein neues Attest und beantragen wir die erneute Kostenübernahme. Im plastischen Chirurgie Forum haben wir meinen Fall schon länger diskutiert und eine nette zukünftig Verkleinerte kam darauf, dass ich keinen neuen Antrag abgeben sollte, sondern einen Folgeantrag. Dem Chirurgen habe ich es auch so vorgeschlagen und genauso haben wir es auch gemacht. Die zweite Op sollte eine Fortsetzung, ein zweiter Schritt nach der ersten Op sein, mit der wir das beantragte und genehmigte Endziel erreichen können. Ich habe sogar meine Sachbearbeiterin nach dem Kontrolltermin angerufen und ihr die Sachlage so geschildert. Sie hat einzig nur beanstandet, dass wir beim ersten Antrag und Attest einen möglichen zweiten Schritt nicht erwähnt haben. Aber schnell sagte sie auch, dass es bei anderen Eingriffen oft vorkommt, dass das Ziel in einem Schritt nicht erreicht werden kann, sie hatte so einen Fall zwar bei einer Brustverkleinerung noch nie. Aber sie denkt, es geht in Ordnung. Ich soll doch ein Schreiben mit einem Foto von meiner aktuellen Lage und das Attest vom Chirurgen hinschicken.

Das hier war mein Folgeantrag:

antrag2-2013

 

Und das hier war das beigefügte Foto (nicht geschwärzt) von der aktuellen Lage.

 

 

Und das hier das Attest von meinem Chirurgen:

attest2-2013

 

 

 

 

Das Attest vom Chirurgen wurde mir gleichzeitig zugeschickt und ich habe es etwa 2 Wochen nach unserem Termin bekommen. Die Zusage von meiner Sachbearbeiterin kam ein paar Tage später. Da steht auch extra drin, dass es sich um einen Zweiteingriff handelt:

bescheid2-2013

 

 

 

Am nächsten Tag bin ich mit den Kindern nach Ungarn geflogen, habe mich aber bei meinem Chirurgen gemeldet und ihn um einen Op-Termin am 4. November 2013 gebeten. So bleiben mir noch bis dahin fast genau 2 Monate. In dieser Zeit wollte ich noch nachlesen, was so eine Revision mit sich bringt, ist sie riskanter, verheilt es besser, was könnte passieren, was beim ersten Eingriff nicht so im Vordergrund stand. Wie wird die Op durchgeführt.

 

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Der Brief von der KK ist heute gekommen…

 

Schnell eine Nachricht, bevor wir morgen in den Urlaub fliegen:

Der Brief von der Techniker KK ist heute angekommen und
die Kosten für die zweite Op

werden übernommen

 

Ich freue mich natürlich wie Oskar und kann entspannt ohne Stress in den Urlaub und dort für mein Wunschgewicht schwitzen. 😉

 

Brustverkleinerung: 7,5 Monate post Op – Kontrolltermin

Am 11. Juni 2013 kam der Tag, an dem ich beim plastischen Chirurgen einen Kontrolltermin hatte. Diese Kontrolle war normalerweise nicht eingeplant, ich hätte wegen der Brustverkleinerung nicht mehr kommen sollen. Ich habe den Termin ausgemacht, weil meine Neuen nach der ersten Op immer noch zu groß blieben und ich wissen wollte, wie wir sie kleiner kriegen könnten. Die erste Op wurde von der Krankenkasse bezahlt, was schon außergewöhnlich war, weil weder meine Frauenärztin, noch der Orthopäde oder der Hautarzt hatte eine Patientin, die die Kostenübernahme von der KK bekommen hätte – für sie alle war ich die Erste. Ich habe die Op mitgemacht, es wurde in 3,5 Stunden insgesamt 2,5 kg Gewebe entfernt und trotzdem blieben die Brüste doppelt so groß, wie sie hätten werden sollen.

Ich habe in den letzten 7 Monaten sehr viel gegrübelt, wie es weitergehen soll und was ich von der ganzen Situation halten soll. Ich wusste nur, dass ich nicht zufrieden bin – nicht mit der Form oder Aussehen, sondern alleine mit der Größe. Da muss was getan werden. Mein Arzt hat mich im Glauben in die Op gehen lassen, dass ich mit einer Körbchengröße B/C aufwachen werde und ich hatte und habe jetzt immer noch Größe E.

Ich wollte wissen, wieso er nicht genug weggenomen hat. Ob er nur eigenhändig nach eigenem Kopf gehandelt hat oder einen medizinischen Grund hatte. Wenn ersteres, dann hat er völlig ignoriert, worum ich ihn mehrfach gebeten habe: Ich will nicht, dass die Größe zu mir passt, ich will kleine Brüste haben. Er hat mir damals sogar gesagt, er hätte es verstanden. Vor der Op hat er mir nicht gesagt, dass es nicht möglich wäre, so viel Gewebe wegzunehmen, ohne die Komplikationswahrscheinlichkeit zu erhöhen oder die Ästhetik zu gefährden. Mich interessiert nicht, was andere darüber denken, welche Brustgröße ihrer Meinung nach zu mir passt, keiner muss mit meinen Brüsten leben – ausser mir. Also habe ich erwartet, dass meine Wünsche erhört werden. Wurden sie nicht.

Was demnächst passieren wird, darüber werde ich ausführlich schreiben, wenn alles abgeklärt ist. Was ich jetzt notieren kann, ist:

  • Das Gespräch mit dem Arzt war freundlich, kooperativ, er hat bedauert, dass ich mit dem Ergebnis nicht zufrieden bin, ich habe bedauert, dass er nicht genug weggenomen hat. Ich war eine halbe Stunde drin, wir konnten alles besprechen, ich wurde nicht gehetzt, ich konnte ausreden. Wie geht es jetzt weiter? Weil so können die Brsüte nicht bleiben.
  • Eine Kostenübernahme für die Folge-Op wird bei der KK beantragt, dafür schreibe ich einen Antrag und der Chirurg ein Attest. Im Attest steht, dass es medizinisch nicht möglich war, bei meiner extremen Ausgangslage so hohes Resektionsvolumen zu entfernen, dass wir auf Größe B gekommen wären, deswegen kann das beantragte und geehmigte Ziel nur durch eine zweite Op erreicht werden. 500 g Gewebe könnte noch pro Seite entfernt werden.
  • Ich habe mit der Sachbearbeiterin bei meiner Krankenkasse telefoniert, ihr die Situation geschildert. Sie meinte, dass es auf anderen Gebieten öfters vorkommt, dass das Ziel nur durch mehrere Eingriffe erreicht werden kann, sie denkt, bei mir würde es auch klar gehen – das Problem war hier nur, dass ich das im ersten Antrag nicht erwähnt habe (wie auch, ich wusste es selber nicht). Deswegen soll ich das Attest, ein Schreiben und ein Foto von der aktuellen Lage schicken, sie guckt alles durch, vergleicht meinen Fall mit ähnlichen Fällen und meldet sich. Zuletzt hat sie meine Akte eine Woche nach der Abgabe bekommen und sich sofort beim Lesen entschieden, mich angerufen und Bescheid gesagt. Diesmal kommt das Attest direkt vom Chirurgen, er braucht mindestens eine Woche, ich hoffe also auf eine Antwort Ende Juni – Anfang Juli 2013.

So weit sind wir jetzt, heute habe ich das Schreiben verschickt und warte nun auf die Antwort der Krankenkasse.

 

Brustverkleinerung – die Zeit im Krankenhaus

 

Über die Brustverkleinerung selber habe ich in einem früheren Post geschrieben. Nach der Op blieb ich noch 4 Nächte im Krankenhaus und Montag Vormittag durfte ich heim.

1. Post-Op-Tag
2. November, Freitag

Um 6 Uhr bin ich aufgewacht, es war der erste Tag nach der Brustverkleinerung. Die Schwester kam noch vor 7 Uhr, sie hat den Blutdruck gemessen, der wieder ziemlich niedrig war (100 zu 60). Die Temperatur lag unter der Zunge bei 37 Grad. Nach dem Frühstück (1 Brötchen mit Magerquark und Pflaumenmus – ich habe es hier kennengelernt und seitdem esse ich es sehr gerne) habe ich mich am Bett gewaschen. Die Schwester hätte es auch getan, war aber nicht nötig, mir taten die Wunden nicht weh. Sie hat mir etwas Wasser und einweg Handschuhe gebracht. Die Ärztin kam um 10:30, sie hat mich angeguckt und die Pflaster entfernt. Die Narben selber blieben mit einem Tape bedeckt und kamen erst 8 Tage nach der Op beim ersten Kontrolltermin ab, als die Fäden gezogen wurden. Ich hatte nur irgendein Stoffschlaufe an den Brüsten, die ich mir noch vor der Op anziehen musste. Ich habe die Ärztin gebeten, mich mit meinem Handy zu fotografieren. Das war das erste Foto von den neuen Brüsten. Beim Liegen gingen die Brüste noch ziemlich in die Seiten. Danach hat die Ärztin noch für den Hb-Wert Blut abgenommen. Sie war auch bei der Op dabei und sie war sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Wie ich es später erfuhr, lag der Hb Wert bei 8.9 – im September war er auch schon unter der Grenze mit 11.8, daraufhin nahm ich zu Hause Ferro Sanol duodenal. Gegen Verstopfungen hat das Brötchen mit Magerquark und Pflaumenmus sehr gut geholfen.

Von diesem Tag an war ich schrecklich aufgebläht. Ich hätte den ganzen Tag auf dem Klo verbringen können, aber der Kreislauf spielte noch nicht mit.

Um 13 Uhr war eine Frau vom Sanitätshaus da, hat mich angeguckt und gemeint, ich bräuchte einen Kompressions-Bh in Größe 90 D/E!! Das war für mich der erste Schock. 90 könnte ich noch verstehen, aber Körbchengröße D/E?! Wieso? Wir haben doch besprochen, dass ich ein B Körbchen kriege, aber mit einem C wäre ich auch noch zufrieden gewesen. Ein Kompressions-Bh sollte auch fest sitzen, kann nicht zu weit sein. Habe ich wirklich immer noch so eine große Größe?? Die Frau meinte, sie kann auch B/C mitbringen, wenn ich es meine. Hat sie dann auch getan, aber wir haben die Anprobe doch mit D/E angefangen. Man würde denken, es ist eine große Op, die schon mal 3,5 Stunden lang dauern kann und große Wunden hinterlässt. Aber die Hautareale sind an der Brust anscheinend nicht so empfindlich. Beim Ausziehen der Stoffschlaufe und Anziehen des Kompressions-Bhs hatte ich weiterhin keine große Schmerzen. Allein den Stellen, wo die Drainagen an den Seiten aus der Brust kamen, drückte der Bh unangenehm. Die Schläuche kamen raus und gingen in zwei kleine Flaschen, wo sich das Wundsekret sammelte. Solange was nachkam, blieben sie drin. Sobald die Drainagen gezogen werden können, darf ich auch nach Hause gehen. Dadurch, dass die Krankenkasse bezahlt hat, habe ich zwei Kompressions-Bhs bezahlt bekommen (dies ändert sich vom Bundesstaat zu Bundesstaat). Auf der Rechnung stand 195 Euro/Stück. Später haben wir die Rechnung über den Eigenanteil bekommen, zwei BHs kosteten mir 20 Euro, den Rest übernahm die TKK. Ich habe einen BH in Schwarz und einen in Weiss bekommen, den schwarzen Bh hat mir die Frau gleich angezogen. Am ersten Tag kam durch die Drainagen 80 ml Flüssigkeit raus. Wenn es unter 20 ml ist, dürfen sie raus.

Ein Paracetamol 500 habe ich genommen, bevor der Bh angezogen wurde. Und später noch ein Schmerzmittel zum Schlafen. Weh tat mir allerdings kaum was. Manchmal drückte die Drainage. Meine Familie kam Nachmittag. Meine Tochter hatte Angst vor der Nachbarin, die nur ein Bein hatte, so ist sie gar nicht in unsere Nähe gekommen. Sie hat mir ein Geschenk überreicht, wo drauf stand, dass sie mich mag. Sie waren dann schnell weg, aber meine Schwiegermutter ist noch ein drittes mal gekommen. Also… Das fand ich schon ein bisschen übertrieben. Ich habe ihr sagen müssen, dass ich am nächsten Tag keinen Besuch empfangen möchte. Die Kinder kommen auch nicht, bevor ich mobiler werde. Ich musste meine Tochter woanders treffen, wie im Tagesraum nebenan, wo die Nachbarin nicht dabei war. Dazu musste ich laufen können.

Nachmittag habe ich der Schwester gesagt, dass ich ins Bad muss. Sie soll bitte zur Sicherheit im Zimmer bleiben, ich möchte es jedoch alleine versuchen. Es ging auch gut, trotz dass es mir schwindelig war. So ging ich am Abend und dann auch die Nacht alleine ins Bad. Das war der erste Erfolg!

2. Post-Op-Tag
3. November, Samstag

An diesem Tag war ich schon mobiler. Ich bin um 5 aufgestanden, nachdem ich ganz gut geschlafen habe. Ich habe mich bisschen sauber gemacht, die Zähne geputzt. Zu Hause habe ich noch überlegt, ob ich es werde tun können: meinen Arm mit der Zahnbürste hin und her zu bewegen oder soll ich mir eine elektrische Zahnbürste besorgen. Die Sorgen waren unbegründet, alles lief super. Ich konnte mich auch auf einen Stuhl hinsetzen, wenn es mir zu schwindelig war. Um 8 Uhr kam das Frühstück (ich wählte jeden Tag Quark mit Pflaumenmus auf Brötchen) und danach ein Arzt, der die Brüste angeguckt hat. Kompressions-Bh aufzumachen hat nicht weh getan. Er war zufrieden und zuversichtlich. Ich hoffte auch, dass ich in 2 Tagen heim darf. Flüssigkeit links 140 ml, rechts 150 ml insgesamt. Nach dem Essen war ich mehrmals auf dem Flur, habe Wasser und Kaffee geholt. Dazu musste ich vielleicht 20 m hin und 20 m zurück laufen. Es ging langsam, ich wollte ja auch nicht rennen. Ich musste dabei die zwei Drainagenfläschchen in der Hand halten, so musste ich Kaffee und Wasser nacheinander holen. Ich wollte mich auch bewegen, damit ich bloß keine Thrombose kriege. Andere Frauen, die sich in einer Privatklinik operieren lassen, sind nur eine Nacht in der Klinik, danach müssen sie meist nach Hause, sie würden also auch schon rumlaufen. Mir war noch etwas schwindelig und ich war schwach und müde, ich blieb nicht lange vom Zimmer weg und ich habe tagsüber entweder auf dem Handy Filme geguckt oder geschlafen. Nach dem Mittagessen habe ich ein Abführmittel bekommen, da ich bis dahin kein großes Geschäft hatte, nur aufgebläht war – ich muss echt sagen, die Blähungen und die Thrombosespritze waren schlimmer, als die Brustschmerzen. Lefax habe ich auch bekommen. Ich hatte sowohl Eisentabletten, als auch Lefax dabei, durfte sie aber nicht nehmen, ich musste der Schwester Bescheid sagen und von ihr habe ich die Medis nehmen müssen. Ich habe mich in Klamotten fotografiert, mich umgezogen. Mich umzuziehen war kein Problem, ich kam mit den Armen gut ins Oberteil rein, die Hose konnte ich auch anziehen. Wegen dem niedrigen Hb Wert nahm ich von da an 2 Eisentabletten am Tag. Mein Blutdruck war wieder 100 zu 60, Temperatur 37,1 unter der Zunge. Das Abführmittel hat bis Abend schön geholfen, die Schwester konnte endlich einen Haken in meine Akte setzen.

An diesem Tag hatte ich keinen Besuch, ich habe nur mit meinem Mann gechattet. Es war sehr schön, ich habe niemanden vermisst, ich war entspannt und konnte mich erholen.

3. Post-Op-Tag
4. November, Sonntag

Ich habe im Krankenhaus erstaunlich gut geschlafen. Ich habe im Vorfeld oft gelesen, dass man schnell Rückenschmerzen bekommt, bei mir war es aber nicht so. Ich habe die Rückenlehne und das Fußteil des Bettes nach oben gefahren, es war sehr bequem. Das Stillkissen habe ich nicht gebraucht, war nur im Weg. Wenn ich nicht mehr auf dem Rücken liegen konnte, habe ich mein Po ein wenig zur Seite gedreht. Sitzen war auch bequem, dabei hat nur ab und zu die Drainage gedrückt. Einmal war ich in der Nacht im Bad, ohne Vorfälle und um 7 Uhr bin ich aufgestanden. Ich konnte mir ohne weiteres die Haare waschen, so dass nur der Kopf nass wurde. Ich beugte mich in der Dusche nach vorne, so dass ich draussen stehen blieb. Duschen durfte ich noch nicht, ich habe mich nur abgewaschen – diesmal am Waschbecken, nicht im Bett. Nichts tat dabei weh.

Die Schwester kam, Blutdruck besserte sich mit 110 zu 70 (Kaffee!!), Temperatur 36.8. Auf der rechten Seite ist seit gestern keine Flüßigkeit mehr nachgelaufen, die Schwester meinte, da kommt bestimmt die Drainage raus. Links kamen 40 ml, da bleibt sie noch drin. Allerdings lief links den ganzen Tag nichts mehr nach. Die Ärztin kam Nachmittag und meinte, wir lassen zur Sicherheit die Drainagen an beiden Seiten bis morgen früh drin. Weil eben sehr viel Flüssigkeit rauskam, die Wunde groß ist, viel entfernt wurde, sicher ist sicher. Morgen früh können wir dann beide Seiten ziehen und ich darf auch heim. Den Bh soll ich jetzt 4 bis 6 Wochen lang Tag und Nacht tragen und am 18. Dezember – nach knapp 7 Wochen – ist dann die erste Kontrolle beim PC.

Nach 15 Uhr war meine Familie zu Besuch. Meine Tochter (6,5 J)meinte, sie vermisst mich nicht. Mein Sohn (3 J) sagte, ich soll heute mit ihm nach Hause. Er hat aber schnell akzeptiert, dass ich erst morgen komme, wenn er aus dem Kindergarten nach Hause kommt. Ich war so mobil, dass wir uns draussen im Tagesraum und auf dem Flur aufhalten konnten. An diesem Abend habe ich mir im Bad den Bh aufgemacht und mir alles angeguckt. Die Brüste waren eher flach und gingen sehr in die Breite. Die Brüste fand ich ganz ok, ich hatte noch keine Vorstellung von der Größe, was ich zu Hause anziehen kann, welche Klammotten passen werden. Mir ist nur aufgefallen, dass mein Bauch riesen groß war. Ich war aufgebläht und wie ich es öfters gelesen habe, kommt es nach einer Op oft vor, dass der Bauch so groß ist. Bei mir blieb er auch noch wochenlang so.

4. Post-Op-Tag
5. November, Montag

Blutdruck 105 zu 80 und 36,6 Grad kurz vor 7 Uhr. Hmmm… Ich sollte meine Tage zwei Tage später, Mittwoch kriegen, aber es sah nicht danach aus – kein PMS in Sicht. Hehe, ich hatte vor der Periode immer Brustschmerzen, die waren nicht vorhanden. 😉 Ich war gespannt, wie es mit dem Zyklus weitergeht. (Meine Tage habe ich dann mit 3 Tagen Verspätung, Samstag bekommen. Es war wie immer, keine Einschränkungen, keine Schmerzen diesbezüglich.)

Ich habe zwar gut geschlafen, aber mit großen Hinterkopf-Schmerzen aufgewacht, deswegen habe ich ein Paracetamol genommen. Zeit nach Hause zu gehen. Rechts habe ich 160 ml, links 170 ml Flüßigkeit im Fläschchen. Ich hoffe, das wird noch durchgehen. Etwas nach 9 Uhr kam die Ärztin, die auch bei der Op dabei war. Sie hat gleich damit angefangen, dass ich heute entlassen werde. Da war ich schon sehr glücklich! Sie gab mir einen Brief mit dem Bericht mit. Daraus habe ich erfahren, dass neben dem PC noch zwei Ärztinnen assistiert haben. Sie hat für mich zwei Termine ausgemacht: 8 Tage nach der Op für Fädenziehen und 7 Wochen nach der Op für die erste Kontrolle. Danach waren die Drainagen dran. In den Foren liest man immer, wie sehr Verkleinerte vor dem Ziehen der Drainagen Angst haben. Es soll fürchterlich weh tun 😉 Die es schon hinter sich haben, können nur erzählen, man kann es kaum spüren. Und es war auch wirklich so. Erstmal wurden die Fäden um die Drainagen herum gekürzt – das hat etwas weh getan. Danach musste ich tief Luft holen und dabei wurde die Drainage gezogen – dies empfand ich viel weniger schlimm. Das Loch wurde mit einem Pflaster abgeklebt. Ich durfte es beim ersten Duschen abzupfen. Die Pflaster auf den Narben waren wasserfest, ich durfte ab da an duschen. Die Ärztin meinte, ich soll den Kompressions-Bh 4-6 Wochen lang Tag und Nacht tragen. Ich soll Eisen weiter nehmen.

Um halb 10 habe ich meinen Mann benachrichtigt und habe meine Sachen gepackt. Die Schwester haben zwei große Packungen Lindt Schokolade bekommen. Danach haben wir im Café noch was getrunken und kurz einkaufen gefahren. Kurz vor 12 sind wir zu Hause angekommen, mein Sohn musste abgeholt werden. Das hat mein Mann erledigt, in der Zeit habe ich eine Tütensuppe gekocht, den Koffer ausgepackt. Nachmittag habe ich Filme geguckt, während mein Mann die Kinder zum Englisch fuhr. Sie waren 2,5 Stunden lang weg. Als sie zurück kamen, war es abenteuerlich: meine Tochter legte sich vorsichtig auf mich, sie wurf etwas auf mich und dann schlug sie mir auch noch auf eine Brust. Da bin ich aufgestanden und mich im Schlafzimmer eingesperrt. Eine Stunde später sind die Kinder ins Bett gegangen, die Vorbereitungen liefen da gut. Wir haben von der Uroma einen Liegestuhl besorgt, es war sehr bequem – hatte die selbe Form, wie das Bett im Krankenhaus. Nur leider hatte unser Kater was dagegen und hat in der Nacht draufgepinkelt. So wurde mein Vorhaben, mich auf dem Liegestuhl zu erholen, gleich zunichte gemacht. 😉

Damit fing die Zeit zu Hause an..

 

Bescheid der TKK über die Kostenübernahme der Brustverkleinerung

 

Zwei Tage danach, dass ich bei der TKK die restlichen 3 Atteste (Frauenärztin, plastischer Chirurg und Hautarzt) nachgereicht habe und ein Tag bevor die TKK das Attest vom Orthopäden bekommen hätte, wurde ich von der Krankenkasse angerufen. Ich war gerade einkaufen und habe gerade die Sachen ins Haus getragen. Ich ging trotzdem ans Telefon, ich wusste zwar nicht, wer anruft. Ich habe erstmal nur zugehört, die Sachbearbeiterin hat angefangen zu erzählen, dass sie mir einen Brief geschickt hat, den ich nicht beachten sollte. Sie konnte ihn nicht mehr aufhalten, aber was drin steht, gilt nicht mehr. Ich hatte nicht mal Zeit, darüber nachzudenken, was es bedeuten soll, sie fuhr schon fort. Sie hat erst nur ein Schreiben vom medizinischen Zentrum bekommen (?? das hat mir nichts gesagt, war es vielleicht doch vom PC??), gerade hat sie aber meine ganzen Unterlagen bekommen und es ist so umfangreich, mit vielen Fotos…. Da habe ich die Frau unterbrochen und ihr gesagt, dass ich 2 Tage vorher noch 3 Atteste abgegeben habe und morgen soll noch ein Attest per Fax kommen. Ich dachte, sie vermisste diese und wollte sie sie einfordern. Kommt ja auch mal vor. Vor allem, ich habe ja den Antrag schon eine Woche vorher abgegeben und sie hätte sie erst heute bekommen? Deswegen klärte ich sie auf, dass die Atteste auch schon bei der TKK sind.

Sie antwortete mir sofort, dass ich jetzt nichts mehr schicken soll, mein Antrag wurde bewilligt!

Der Antrag ist so ausführlich und die Fotos sprechen deutlich für sich, die TKK kann in meinem Fall nicht anderes tun, nur bezahlen. Sie ruft mich an, weil sie in einem Brief fehlende Unterlagen eingefordert und mich zum medizinischen Dienst überwiesen hat, aber gerade hat sie meine ganzen Unterlagen bekommen, konnte aber den Brief nicht mehr aufhalten, ich soll ihn nicht beachten. Sie schickt aber die Bewilligung gleich hinterher, ich soll bitte die für den plastischen Chirurgen in der Praxis abgeben, die schickt sie mir im selben Umschlag.

Ich wusste gar nicht, wie ich mich freuen soll. Sofort habe ich allen Bescheid gesagt, die davon wissen sollten: Mann, Freundinen, PC-Forum. Meine Hände haben gezittert 😀 Die KK hat sich sehr schnell entschieden, praktisch sofort, nachdem die Sachbearbeiterin meine Unterlagen in die Hand gekriegt hat. Den Antrag habe ich 8 Tage davor abgegeben, die 3 Atteste 2 Tage vorher nachgereicht. Alles ging ein wenig durcheinander, deswegen würde ich das nächste Mal alles zusammen abgeben und nicht nacheinander. Eine Woche hin oder her ist eh egal. Da sich die Krankenkasse so schnell entschieden hat, die Kosten zu übernehmen, hatte ich bis zum geplanten Op-Termin noch sehr viel Zeit, genau 3 Monate. Der Termin war auf Mitte Januar 2013 gesetzt und das war nicht ganz optimal. Am liebsten hätte ich einen Termin im November gehabt, nachdem wir unser letztes Tischtennis-Spiel mit der Mannschaft gespielt haben und die Winterpause anfing. Ich wusste, dass ich nach der Op 2-3 Monate Pause halten muss und im Januar fing die Rückrunde schon an, ich hätte nicht spielen können. Nach kurzer Überlegung habe ich meinen Mann gefragt, was er dazu sagen würde, wenn ich versuchen würde, meinen Op-Termin auf November zu verlegen. Könnte er dort 2 Wochen Urlaub nehmen? Er schrieb mir von der Arbeit zurück, er könnte, ich soll es versuchen. Hätte ich den Termin im November, könnte ich dann Silvester mit den Kindern alleine nach Ungarn zu meinen Eltern fliegen? Wäre ich da schon fit genug? Könnte ich die Koffer hinterherziehen, vom Band runterheben? Alles müsste geplant werden. Ich habe in mein Zykluskalender geguckt: wann werde ich das nächste Mal meine Tage kriegen? Ich brauche einen Termin unmittelbar nach meiner Periode, damit ich bis zur nächsten genug Pause habe. Ich weiss ja nicht, wie beweglich ich nach der Op sein werde.

Ich habe in der Praxis vom plastischen Chirurgen angerufen und die Lage geschildert. Ich bat um einen Termin im November, möglichst um den 15. November herum. Da hätte ich meine Tage schon hinter mir und die 6 Wochen bis zum Flug würden auch ausreichen, um wieder fit zu werden. Hmmm.. es gab ein Problem, es gab keine Termine frei. Die Frau nannte mir den 8. November – war nicht gut, genau dort hätte ich meine Tage bekommen sollen. Wie wäre es dann mit dem 1. November? Theoretisch gut, aber wie lange muss ich im Krankenhaus bleiben? Nicht dass ich dort meine Tage bekommen, bevor ich heimgelassen werde. Ich habe nachgeguckt, könnte passen. Dann soll es der 1. November sein!

Plötzlich hatte ich nur noch 13 Tage bis zur Op und nicht 3 Monate!

Ich wurde nervös und konnte mich in diesen 13 Tagen kaum bis gar nicht beruhigen. Ich hatte Angst, es war ein großer Schritt in meinem Leben, wie meine Hochzeit und die Geburt meiner Kinder, der große Tag und das Ergebnis sollte perfekt werden. Ich hatte Angst, dass die Brüste nach der Op imer noch zu groß bleiben und ich keine zweite Chance mehr habe.. darüber habe ich oft gelesen. Kaum eine schreibt aber darüber, dass die Brüste viel zu klein wurden. Ich hatte aber keine Angst vor der Narkose, dass ich nicht mehr aufwache oder vor den Schmerzen. Und genauso kam es dann: meine Brüste blieben nach der Op immer noch zu groß und jetzt kämpfe ich um eine zweite Chance.

 

Das Schreiben von der Krankenkasse, welche Angaben sie in einem Antrag für die Kostenübernahme benötigen:

krankenkasse-angaben

 

Bescheid von der TKK über die Bewilligung der Brustverkleinerung:

bescheid-tkk

 

 

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